Die 8 besten Astscheren im Test inklusive Testsieger 2026
Im Herbst vor dem ersten Frost sowie im Frühling beschäftigt sich jeder gute Gärtner mit dem Form- und Verjüngungsschnitt. Ob Laie oder Profi, dafür wird ein leistungsstarkes und qualitativ hochwertiges Gartengerät wie die Astschere benötigt, die gerne auch als Baumschere bezeichnet wird. Sie gehört zur Grundausstattung jedes Garten-Fans und ist beim Schneiden von mitteldicken Ästen nützlich. Doch welche ist derzeit die beste Astschere im Handel? Um diese Frage zu beantworten, haben die Tester von produktvergleich.de 8 Astscheren über mehrere Wochen hinweg umfangreich getestet. Neben der Schnittleistung der Geräte bei frischem und trockenem Holz standen dabei vor allem die Handhabung, die Verarbeitung und die Ergonomie im Fokus. Diese Kriterien bildeten die Basis für eine abschließende Testnote, die ausschlaggebend für die Platzierung der Geräte im Astscheren-Test ist.
Testsieger wurde die FELCO 221-90 Astschere. Besonders überzeugten bei dieser Astschere die präzise Klinge, die enorme Lebensdauer und die erstklassige Versorgung mit Ersatzteilen. Der einzige Nachteil ist der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis. Als beste Astschere für das Bearbeiten von Frischholz punktete die Gardena EnergyCut 750 B. Zudem sind die erstklassige Verarbeitung und die Schnittleistung hervorzuheben. Die Fiskars PowerGear II L70 war die angenehmste Astschere im Test. Hier überzeugten die Handlichkeit und das niedrige Gewicht. Die beste Astschere mit Amboss-Technik war die WOLF-Garten Power Cut RS 750, die gerade beim Schneiden von trockenem Holz glänzte. Erwähnenswert sind noch die GRÜNTEK XT Astschere, die für besonders dicke Äste geeignet ist, und die Siena Garden Pro Alu 358328 Astschere, die sich dank ihrer langen Teleskopgriffe für Überkopf-Arbeiten anbietet.
Im Anschluss an den umfangreichen Praxistest informiert ein ebenso ausführlicher Ratgeber über die wichtigsten Kriterien, die es beim Kauf einer Astschere zu beachten gibt. Zudem wird der zentrale Unterschied zwischen einer Amboss- und einer Bypass-Astschere erklärt und die Funktionsweise beider Schnitttechniken erläutert. Darüber hinaus wird auf die Vor- und Nachteile von verschiedenen Materialien eingegangen und eine Liste von renommierten Herstellern oder Marken aufgeführt. Im Anschluss gibt es einen kleinen FAQ-Bereich mit häufig gestellten Fragen rund um das Thema Astscheren. Abschließend wirft produktvergleich.de noch einen Blick auf Astscheren-Tests der Stiftung Warentest und weiterer Testmagazine.
produktvergleich.de empfiehlt diese Astscheren

"produktvergleich.de Testsieger"

"Beste Bypass-Astschere für frisches Holz"

"Ergonomie-Sieger im Astscheren-Test"

"Beste Amboss-Astschere für Trockenholz"

"Bypass-Astschere für besonders dicke Äste"

"Teleskopierbare Astschere für Überkopf-Arbeiten"
- 1. produktvergleich.de empfiehlt diese Astscheren
- 1.1. FELCO 221-90 Astschere (produktvergleich.de Testsieger)
- 1.2. Gardena EnergyCut 750 B Astschere (Beste Bypass-Astschere für frisches Holz)
- 1.3. Fiskars PowerGear II L70 Astschere (Ergonomie-Sieger im Astscheren-Test)
- 1.4. WOLF-Garten Power Cut RS 750 Astschere (Beste Amboss-Astschere für Trockenholz)
- 1.5. GRÜNTEK XT 685 Astschere (Bypass-Astschere für besonders dicke Äste)
- 1.6. Siena Garden Pro Alu 358328 Astschere (Teleskopierbare Astschere für Überkopf-Arbeiten)
- 2. Alle Produkte aus dem Astschere-Test
- 3. Vergleichstabelle mit allen Produktdetails
- 4. So hat produktvergleich.de getestet
- 5. Alle Infos zum Thema
Inhalt
1. Testsieger: FELCO 221-90 Astschere mit exzellenter Schnittleistung für Profis
Die zweihändige Schnittschere 221-90 des Schweizer Herstellers FELCO gilt bereits seit längerer Zeit als DER Standard für professionelle Astscheren im Handel. Das konnte sich im Test von produktvergleich.de bestätigen, die Bypass-Astschere wurde als Testsieger ausgezeichnet. Durch ihre starke Gesamtlänge von 90 Zentimetern und den Pull-up-Schneidkopf wird der Gebrauchskomfort hochgeschrieben und die Ermüdung während der Schneidarbeiten merklich reduziert. Bezüglich des Zurechtschneidens von Frischholz gab es kein besseres Modell im Test. Zudem waren Bedienung und Verarbeitung auf hohem Niveau. Bevor es an die konkreten Ergebnisse aus dem Praxistest der produktvergleich.de-Redaktion geht, eine kurze Übersicht über die wichtigsten Daten und Eigenschaften der Astschere laut FELCO:
- Typ: Bypass
- Maße // Gewicht: 90 x 32 x 3 Zentimeter (L x B x H) // 1.340 Gramm
- Gesamtlänge: 90 Zentimeter
- Maximale Schnittstärke: 45 Millimeter
- Balancepunkt: Leicht kopflastig
- Zertifizierungen: CE, REACH und „Made in Switzerland“
Die FELCO 221-90 Astschere kam in einem schlichten Karton, aber sicher verpackt an. Die Klinge der Astschere war für die Sicherheit bei der Lieferung mit einer kleinen Kappe geschützt. Eine Anleitung lag, wie bei allen Astscheren mit Ausnahme des Modells von Meister, nicht bei. Stattdessen gab es nur wenige Produktinformationen, die auf einem doppelseitigen Infoblatt zwischen den beiden Griffen einzusehen waren. Da es bei Astscheren allerdings in der Regel keine Montage gibt und die Nutzung ziemlich selbsterklärend ist, gab das für keines der Produkte im Test einen nennenswerten Punktabzug für das Gesamtranking.
Einmal ausgepackt, besticht die Astschere durch ein durchdachtes Design, das Eleganz und Funktionalität vereint. Mit einer Gesamtlänge von 90 Zentimetern bietet das Modell eine optimale Reichweite, um selbst hohe Äste im Garten leicht zu erreichen. Davon entfallen 78,5 Zentimeter auf die Griffe, der höchste Wert aller nicht teleskopierbaren Astscheren im Test. Denn das ist auch das einzige große Manko der Schere: Die Griffe können nicht in der Länge verstellt werden, was die Ergonomie erleichtert hätte. Dafür hat die Astschere zwei Stoßdämpfer am Schneidkopf, die den Komfort beim häufigen Zusammendrücken im Praxistest merklich erhöhten. Eine Aufhängeöse ist ebenfalls vorhanden, nur einen Asthaken gibt es leider nicht.
Dass es sich bei der 221-90 Astschere von FELCO um ein Premium-Modell handelt, zeigte sich spätestens bei der Überprüfung der Materialien: Die Metallverarbeitung ist auf absolutem Profi-Niveau, sowohl Ober- als auch Unterklinge wurden von beiden Seiten geschliffen. Im Grunde ist das für die Funktion nicht zwingend erforderlich und deswegen verzichten auch viele Hersteller auf den zusätzlichen Aufwand. Was FELCO damit aber erreicht, ist, dass die beiden Flächen exakt plan aufeinander liegen und sogar die Metallteile zur Getriebeübersetzung mühelos über die Oberfläche gleiten. Die Aluminiumstruktur der Bypass-Astschere sorgt außerdem dafür, dass die Schere sehr robust ist, dabei aber dennoch nur 1.340 Gramm auf die Waage bringt.
Die Amboss-Mechanik arbeitet hingegen mit einer scharfen Klinge, die auf eine feste Gegenplatte, den namensgebenden Amboss, trifft. Dadurch wird mehr Kraft übertragen, weshalb sich Amboss-Astscheren sehr gut für hartes, trockenes und abgestorbenes Holz eignen. Sie benötigen beim Schneiden oft weniger Kraft, hinterlassen aber deutlich weniger präzise und saubere Schnitte wie Bypass-Scheren. Für frische Pflanzen ist die Bypass-Schere daher in der Regel die bessere Wahl, während Amboss-Scheren vor allem bei kräftigen und trockenen Ästen ihre Stärken zeigen.
Bei FELCO dominiert eindeutig Qualitätsarbeit, was sich in der Praxis gerade in der Schnittleistung widerspiegelte. Es zeigte sich: Wenn Klingen eng und exakt aneinander liegen, lassen sie sich deutlich leichter durch das Holz führen. Die Klingen bestehen aus hochwertigem, gehärtetem Stahl mit einer Härte von etwa 60 bis 62 auf der Rockwell-Skala (HRC). Der Schliff ist glatt und die Länge wurde von der Spitze bis zum Ansatz des Schneidkopfs mit 7,7 Zentimetern gemessen. In der Praxis waren die Klingen mehr als scharf genug, um Äste mit einem ordentlichen Durchmesser zu durchtrennen, wofür früher sicher noch eine Säge benötigt wurde.
Und damit geht es auch schon an den Praxistest, wo die FELCO 221-90 zunächst bei ihrer eigentlichen Stärke als Bypass-Astschere getestet wurde, an einem kleinen Baum mit frischem Holz. Laut Hersteller kommt die Schere mit allen Ästen bis zu einem Durchmesser von 45 Millimetern zurecht, was der Praxistest bestätigte. 45 bis 48 Millimeter dickes Frischholz war für die Astschere überhaupt kein Problem, selbst eine dünne Scheibe wurde bei diesem Durchmesser außerordentlich sauber abgeschnitten. Die Tester sind sich sicher, dass womöglich auch noch größere Durchmesser möglich gewesen wären, doch der Hersteller selbst gibt eben nur 45 Millimeter an, was bereits ein Spitzenwert im Test ist.
Anschließend ging es an den Test mit trockenem Gehölz, wo sich die Tester etwa 38 Millimeter dicke Äste aussuchten. Für trockenes Holz wird grundsätzlich mehr Kraft benötigt, weswegen hier schneller Grenzen bei der Aststärke erreicht werden. Nicht so bei FELCO: Die Astschere glitt problemlos durch den Ast und hinterließ einen sauberen Schnitt. Hier schlug die Bypass-Schere sogar die meisten Amboss-Astscheren im Test, die eigentlich genau hier ihre Stärken ausspielen sollten. Einzig bei noch dickeren Trockenästen über 40 Millimeter konnte die Schere nicht mit der speziell für diesen Einsatz entwickelten Schere von WOLF-Garten mithalten, was aber angesichts der verwendeten Technik nicht weiter verwunderte.
Negativ gibt es ansonsten nur sehr wenig zu vermelden. Der Kraftaufwand ist beim Schneiden von trockenem Holz deutlich höher als bei frischem Holz, was bei einer Bypass-Astschere aber normal ist. Der Griff ließ sich sehr angenehm greifen und selbst bei der Arbeit mit Handschuhen war der Komfort sehr hoch. Dank der Länge von 90 Zentimetern zeigten sich selbst bei Überkopf-Arbeiten, die länger als 20 Minuten dauerten, kaum Ermüdungserscheinungen in den Armen. Bei anderen Geräten traten die ersten „Symptome“ hier bereits nach den ersten 5 Minuten auf.
Die Beschichtung der Klingen nahm zudem selbst nach über 100 Schnitten mit der Astschere keine Schäden und zeigte nicht den geringsten Abrieb. Das spricht ebenfalls für die Qualität, Robustheit und Langlebigkeit der Bypass-Astschere des Schweizer Herstellers. Einen weiteren Vorteil brachte das bei der Reinigung, die selbst nach 30 Minuten Dauernutzung sehr überschaubar ausfiel. Einfach die Klinge einmal unter warmem Wasser mit leichtem (und nicht aggressivem!) Spülmittel reinigen, zum Schutz der nächsten Bäume desinfizieren und fertig. Harz setzte sich kaum fest und Rückstände von Ästen wurden im gesamten Test keine festgestellt.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die FELCO 221-90 Astschere ist ein herausragendes Werkzeug, das das Arbeiten im heimischen Garten erleichtert und von produktvergleich.de zum klaren Testsieger gekürt wurde. Die Bypass-Astschere ist exzellent verarbeitet, bietet eine durchdachte Ergonomie und liefert dank der Gesamtlänge von 90 Zentimetern eine ideale Reichweite für das Arbeiten im Überkopf-Bereich. Qualität „Made in Switzerland“, die der Hersteller verspricht, zeigte sich auch im Praxistest, wo die Schere in Summe die beste Schnittkraft aller Modelle lieferte, gerade aber bei frischem Holz. Die Griffe bieten einen angenehmen Halt, selbst bei langen Garten-Sessions, und die Reinigung nach der Nutzung ist super einfach. Nachteile gibt es quasi keine, höchstens den vergleichsweise hohen Anschaffungspreis und leichte Schwächen beim Arbeiten mit sehr nassem und weichem Holz.


















































- Herausragende Verarbeitung aller Einzelteile („Made in Switzerland“)
- Exakt aneinanderliegende Klingen für optimale Kraftentwicklung
- Hervorragende Schnittleistung bei frischem und trockenem Holz
- Gute Reichweite dank Gesamtlänge von 90 Zentimetern
- Einfache und intuitive Bedienung
- Komfortable Griffe aus Aluminium mit Gummiüberzug
- Perfekter Schliff der Stahlklingen
- Sehr saubere Schnitte im Test (wichtig für Hobbygärtner)
- Kaum Ermüdungserscheinungen im Dauertest
- Kein Abrieb der Beschichtung nach über 100 Schnitten festgestellt
- Vergleichsweise hoher Anschaffungspreis
- Leichte Schwächen beim Arbeiten mit weichem Holz
- Ordentliches Gesamtgewicht (über 1.300 Gramm)
FAQ
2. Beste Astschere für Frischholz: Gardena EnergyCut 750 B mit sauberem Schnitt und guter Dämpfung
Die Gardena EnergyCut 750 B überzeugte die Tester von produktvergleich.de als beste Bypass-Astschere für Frischholz und konnte gerade in den Bereichen Verarbeitung und Schnittqualität glänzen. Das Modell EnergyCut 750 B unterscheidet sich dabei kaum von der EnergyCut 750 A desselben Herstellers, wobei es sich bei letzterer um die Amboss-Variante der Astschere handelt. Die Buchstaben „A“ und „B“ stehen übrigens nicht einfach für Variante A und Variante B, sondern für die Begriffe Amboss und Bypass. Ein besonderes Highlight beider Astscheren ist das Qualitätsversprechen von 25 Jahren, das der bekannte deutsche Hersteller gibt. Bevor es an die konkreten Erkenntnisse aus dem Praxistest geht, stellt produktvergleich.de die Bypass-Astschere an dieser Stelle kurz im Hinblick auf Eigenschaften und technische Daten vor:
- Typ: Bypass
- Maße // Gewicht: 79 x 23 x 3 Zentimeter (L x B x H) // 1.125 Gramm
- Gesamtlänge: 75 Zentimeter
- Maximale Schnittstärke: 42 Millimeter
- Balancepunkt: Leicht kopflastig
- Zertifizierungen: CE, GS und RoHS
Die meisten preisbewussten Käufer verbinden mit dem Namen Gardena als Erstes das bekannte Schlauchkupplungs-Stecksystem des deutschen Herstellers, der seit dem Jahr 2007 zur schwedischen „Husqvarna Group“ gehört. Doch der in Ulm beheimatete Hersteller hat sich über die Jahre hinweg zum Vollsortimenter im Gartenbereich entwickelt, der auch ein umfangreiches Sortiment an Astscheren im Programm führt. Dazu gehört in erster Linie die Gardena EnergyCut 750 B Bypass-Astschere, die in einem schlichten Karton bei den Testern von produktvergleich.de ankam. Eine Bedienungsanleitung lag nicht bei, dafür waren alle wichtigen Produktinformationen auf einem Plastikteil zwischen den beiden Griffen ersichtlich. Ersatzklingen zum Tauschen gab es ebenfalls nicht, diese können für die Oberklinge jedoch einfach online erworben werden.
Gardena setzt bei der EnergyCut 750 B auf einen einfachen, aber soliden Aufbau, der den Testern schon beim ersten Auspacken positiv ins Auge stach. Im Gegensatz zur Konkurrenz besteht der Schneidmechanismus gerade einmal aus drei Blechen mit einer Stärke von 4 Millimetern, wobei zwei davon die Schneiden bilden. Etwas schade ist aus Sicht der Tester, dass die untere Schneide gleichzeitig eine Verbindung zum Griff darstellt und deswegen im Gegensatz zur oberen Klinge nicht ausgetauscht werden kann. Die obere Klinge ist beweglich gelagert und wird über eine klassische Verzahnung angetrieben. Das verstärkt einerseits die Schnittkraft und erleichtert andererseits den Austausch der Klinge.
Bezüglich der Verarbeitung der Astschere gibt es nichts auszusetzen. Wie schon beim Testsieger von FELCO bestehen die beiden Griffrohre aus Aluminium, während im Griffbereich Mehrkomponenten-Kunststoffe verwendet werden. Die Griffe haben eine leichte Textur für besseren Halt und sind an der Unterseite auf beiden Seiten mit jeweils einer Aufhängeöse ausgestattet. Ein Asthaken ist aber nicht integriert. Die Qualität der Materialien ist insofern auch gesichert, als dass Gardena auf die Astschere mit Ausnahme von Verschleißteilen wie die Klingen aus Stahl eine Garantie von 25 Jahren gewährt.
Die beiden Griffe wurden im Test mit jeweils knapp 60 Zentimetern Länge gemessen, den Schneidkopf ausgenommen. Das ist für Überkopf-Arbeiten auf Dauer ein bisschen wenig, hier schnitten die FELCO-Astschere sowie die beiden teleskopierbaren Astscheren der Hersteller GRÜNTEK und Siena Garden wesentlich besser ab. Immerhin sorgen die leichten und robusten Materialien dafür, dass die Astschere nur 1.125 Gramm auf die Waage bringt und damit unter den langen Astscheren im Test zu den leichtesten zählt. Die Klinge ist dafür mit 6,6 Zentimetern reiner Schnittfläche ebenfalls etwas kurz, auch wenn der Schliff hervorragend ist. Das geschieht zwar nicht auf FELCO-Qualität, aber angesichts des deutlich niedrigeren Kaufpreises dennoch erstklassig.
Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Schliffarten: Bypass-Astscheren mit zwei gleitenden Klingen eignen sich besonders für frisches Holz und sorgen für saubere Schnitte, während Amboss-Astscheren eine einseitig geschliffene Klinge besitzen und ideal für hartes oder trockenes Holz sind. Ein hochwertiger Schliff verbessert in beiden Fällen nicht nur die Schneidleistung, sondern sorgt auch dafür, dass die Astschere länger scharf bleibt und angenehmer in der Handhabung ist.
Kurzum: Gardena liefert eine hochwertige, langlebige und robuste Astschere, was sich im Praxistest widerspiegelte. Die oben bereits erwähnte, deutlich gerundete Schneide der Bypass-Astschere erfordert zwar in Kombination mit der Übersetzung einen längeren Hebelweg, was aber auch Vorteile bietet. Einmal abgesehen vom guten Halt des Schnittguts „schmiegt“ sich die Klinge auf diese Weise auch um den Ast und schafft so eine vergleichsweise große Auflage. Als Resultat wird die Druckkraft sehr gut verteilt und das Gehölz kaum beschädigt. Das bestätigte sich im Praxistest, wo es selbst bei hartem und trockenem Holz von 40 Millimetern Durchmesser kaum Spuren zu sehen gab. Selbst dünnere und weichere Zweige bekamen im Test nur ein paar Dellen ab, sonst waren die Schnitte wirklich extrem sauber und präzise.
Das ist aber nach Ansicht der Tester nicht nur der gebogenen Klinge, sondern auch dem guten Anschliff der Klingen und einem spielfreien Sitz der beweglichen Teile der Astschere zu verdanken. Das hat allerdings den Nachteil, dass sich die EnergyCut 750 B ein wenig schwerer bewegen lässt, was die Tester im Dauertest nach etwa 20 bis 25 Minuten auch zu spüren bekamen. Damit noch kurz zu den Testwerten: Die 42 Millimeter, die Gardena für die EnergyCut 750 B als maximale Schnittstärke angibt, konnten im Test genau erreicht werden. Mit 45 Millimetern dicken Ästen hatte das Modell Probleme, diese ließen sich nur mit einem deutlichen Mehraufwand an Kraft durchtrennen.
Ansonsten gab es wenig auszusetzen: Die Schnittkraft war sehr gut, es wurde wenig Kraft bei frischem Holz und Hartholz benötigt (auch wenn hier nach wie vor Amboss-Astscheren besser funktionieren) und die Beschichtung zeigte kaum Abrieb. Die Rindenschäden im Schnittbereich hielten sich sehr in Grenzen. Eine Reinigung der Astschere war selbst nach mehr als 100 Schnitten eigentlich nicht notwendig, die Tester führten sie dennoch durch. Nach ein wenig Abwaschen mit warmem Wasser und Spülmittel sahen Klingen, Griffe und Schneidkopf wie neu aus. Wichtig ist: Nicht das Desinfizieren vergessen, wenn von einem Baum zum nächsten gewechselt wird, da sonst Krankheiten übertragen werden können!
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die Gardena EnergyCut 750 B Astschere überzeugte als Bypass-Astschere mit der besten Schnittleistung bei frischem Holz. Die Schnittergebnisse waren exzellent, mit kaum Rindenschäden im Schnittbereich und präzisen sowie genauen Schnitten. Erstklassig ist zudem die Verarbeitung der Schere, die einen sehr wertigen Eindruck auf die Tester machte, selbst nach einem einstündigen Dauertest. Positiv: Verschleißteile wie die Oberklinge lassen sich bei Gardena ganz einfach austauschen, auf den Rest des Modells gibt der Ulmer Hersteller eine Garantie von 25 Jahren. Zu erwähnen sind außerdem die Stoßdämpfer, die für gedämpfte Anschläge beim Arbeiten sorgten. Negativ gibt es wenig zu berichten, höchstens den vergleichsweise kurzen Griff (60 Zentimeter), was Überkopf-Arbeiten auf Dauer erschwert, und der etwas höhere Kraftaufwand beim Bewegen im Vergleich zum höher platzierten Testsieger von FELCO.




















































- Beste Schnittleistung bei Frischholz im Test (durch integriertes Getriebe)
- Gedämpfte Anschläge für Schonung der Handgelenke und Arme
- Präzise und genaue Schnittergebnisse bei allen Ästen
- Einfacher Austausch der Oberklinge als Verschleißteil möglich
- 25 Jahre Garantie von Gardena auf alles außer Verschleißteile
- Vergleichsweise leicht und handlich für eine Astschere
- Sehr hochwertige Verarbeitung, gerade Schliff der Klingen
- Ergonomische Griffe mit guter Handhabung
- Antihaftbeschichtete Klingen ohne Abrieb nach über 100 Schnitten im Test
- Leichte Reinigung im Test festgestellt
- Gebogene Klinge bewirkt sehr weites Aufspannen der Astschere bei dicken Ästen
- Vergleichsweise „kurzer“ Griff im Vergleich zum Testsieger und Teleskop-Modellen
- Leichte Schwierigkeiten bei sehr trockenem oder hartem Holz (Amboss besser geeignet)
- Teilweise sehr hoher Kraftaufwand bei dicken Ästen
FAQ
3. Ergonomie-Sieger im Test: Die Fiskars PowerGear II L70 Astschere mit angenehmem Handling
Die PowerGear II L70 des renommierten Herstellers Fiskars zählte neben der Astschere von Meister zu den kleinsten Modellen im Test. Dennoch konnte die Astschere die Tester von produktvergleich.de in Sachen Ergonomie, Schnittqualität und Schnittkraft überzeugen. Zwar eignet sich die Astschere eher für kleinere Äste, mit denen eine handelsübliche Gartenschere überfordert wäre, doch solange Nutzer diese Einschränkung im Hinterkopf haben, ist die PowerGear II L70 eine sehr gute Wahl. Bevor es in den folgenden Absätzen um die konkreten Erkenntnisse aus dem Praxistest geht, hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Eigenschaften der Astschere des finnischen Herstellers:
- Typ: Bypass
- Maße // Gewicht: 45 x 15,2 x 2,8 Zentimeter (L x B x H) // 490 Gramm
- Gesamtlänge: 46 Zentimeter
- Maximale Schnittstärke: 38 Millimeter
- Balancepunkt: Leicht kopflastig
- Zertifizierungen: CE
Nach zwei der größeren und schwereren Astscheren im Test geht es jetzt zum extremen Gegenteil: Nur eine andere Astschere im Test, das Modell des Herstellers Meister, ist noch kompakter und leichter als die Fiskars PowerGear II L70 Bypass-Astschere. Das verwundert nur wenig, schließlich ist die Astschere als eines der wenigen Modelle auf dem Markt komplett aus Kunststoff gefertigt, natürlich abgesehen von den Klingen, die aus Stahl bestehen. Direkt nach dem Auspacken erweckte die Verzahnung aus Kunststoff nicht gerade Vertrauen bei den Testern. Gerade bei Astscheren setzen die Hersteller lieber auf massives Metall.
In der Redaktion von produktvergleich.de kam die Astschere des renommierten finnischen Herstellers zusammen mit zwei weiteren Modellen in einem großen Karton an. Eine separate Verpackung oder einen Lieferschutz gab es nicht, was für Astscheren aber nicht untypisch ist. Wie die meisten anderen Hersteller verzichtet Fiskars auf eine traditionelle Bedienungsanleitung und gibt die wichtigsten Produktinformationen nur auf einem Plastikteil an, das zwischen die beiden Griffe der Astschere gespannt ist. Einmal ausgepackt, konnten die Tester eine Gesamtlänge von 46 Zentimetern ermitteln, wobei davon knapp 34 Zentimeter auf den reinen Griff und 5,7 Zentimeter auf die Klinge entfallen. Die restliche Länge wird vom Schneidkopf eingenommen, der als klassische Bypass-Astschere über zwei Klingen für saubere Schnitte verfügt.
Fiskars gibt für die PowerGear II L70 Astschere eine maximale Schnittleistung von 38 Millimetern an, was die Tester durchaus verwunderte, liegt dieser Wert doch nur knapp hinter größeren Astscheren wie dem Testsieger von FELCO oder dem zweitplatzierten Modell von Gardena. Umso erstaunlicher war für die Tester dann aber, wie viel die Astschere in der Praxis tatsächlich aushielt. Zwar bezieht sich die Angabe von 38 Millimetern eher auf sehr weiches Holz. Bis zu 33 Millimeter dicke, harte Äste konnten im Test aber durchaus durchtrennt werden. Dafür mussten sich die Tester, was den Kraftaufwand betrifft, allerdings ordentlich ins Zeug legen.
Etwas zur Hilfe kommt Nutzern dabei die Übersetzung oder das Getriebe der Astschere, die durch mehrere Zähne aus Kunststoff direkt unterhalb des Schneidkopfs erzeugt wird. Auf den ersten Blick wirkt das Teil eher wenig robust, da es leicht ist und eben „nur“ aus Kunststoff besteht. Die Zähne hielten im Test selbst sehr hohen Belastungen stand, und dass auch beim Dauertest von 100 Schnitten. Dabei kam es kaum zu Ermüdungserscheinungen, da die Astschere wirklich sehr leicht ist und selbst längeres Arbeiten über Kopf ermöglicht. Der einzige Nachteil: Durch die vergleichsweise kurze Länge von 46 Zentimetern kamen die Tester nicht an alle Äste des Testbaums heran.
Bezüglich der Schnittqualität der L70 Astschere von Fiskars gab es wenig bis nichts auszusetzen. Wie bereits die EnergyCut 750 B von Gardena verfügt die Astschere über ein deutlich geschwungenes Messer, das den Ast komplett umschließt und den Druckpunkt damit auf eine vergleichsweise größere Fläche verteilt. Dadurch kam es beim Schneiden der verschiedenen Äste im Test kaum zu Beschädigungen, selbst bei eher weicheren Hölzern wie Frischholz, wo Quetschungen besonders schädlich wären. Dabei war der Kraftaufwand dank Getriebe meistens sehr gering, mit der Ausnahme von dickem Hartholz. Hier kam die PowerGear II L70 schnell an ihre Grenzen, einerseits bedingt durch das Design und andererseits durch die Schnitttechnik als Bypass-Schere (keine Amboss-Schere!).
Gerade beim Test mit Frischholz konnte die Astschere von Fiskars so richtig glänzen: Die antihaftbeschichtete Klinge glitt nahezu mühelos durch die Äste, während die hakenförmige Gegenklinge den Ast sicher fixierte und ein Abrutschen verhinderte. Die entstandenen Schnitte waren sauber und präzise, was für das Zurechtschneiden von lebendem Holz von höchster Bedeutung ist. Trotz der hohen Schnittkraft blieb die Schere für alle Tester (Rechts- und Linkshänder, Mann und Frau) leicht zu bedienen, was auch bei längeren Einsätzen präzises Arbeiten ermöglicht. Gerade für Hecken, Obstbäume und frische Sträucher ist die Fiskars PowerGear II L70 Astschere daher eine klare Empfehlung.
Die antihaftbeschichtete Klinge verhinderte zudem weitestgehend, dass Pflanzensäfte, Harz oder Schmutz an der Schneide haften bleiben. Dadurch reichte es nach der Nutzung aus, die Rückstände mit einem feuchten Tuch und bei Bedarf mit etwas Spülmittel zu entfernen. Die glatten Oberflächen und die offene Bauweise der Astschere erlaubten eine unkomplizierte Reinigung, ohne dass sich Schmutz in schwer zu erreichenden Zwischenräumen festsetzte. Wichtig ist, die Klinge nach dem Reinigen wieder leicht nachzuölen und bei Bedarf nachzuschärfen. Ein Tausch ist erst dann notwendig, wenn die Klingen stumpf oder die Beschichtung abgerieben ist. Im Praxistest zeigte sich aber selbst nach einer Stunde Nutzung noch überhaupt kein Beschichtungsabrieb auf der Klinge.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die PowerGear II L70 Astschere von Fiskars ist trotz ihrer Größe und ihres niedrigen Gewichts ein echtes Kraftpaket und konnte die Tester von produktvergleich.de in großen Teilen überzeugen. Sie ist durch ihre Kompaktheit und das integrierte Getriebe sehr leicht zu handeln und sorgte im Test selbst bei längeren Arbeiten für keine Ermüdungserscheinungen. Die Schnittleistung ist erstaunlich gut, mit sauberen und präzisen Bypass-Schnitten und niedrigem Kraftaufwand bei Hecken, Sträuchern und Obstbäumen. Nur bei dickem und hartem Holz mit einem Durchmesser von mehr als 35 Millimetern stieß das Modell an seine Grenzen. Hier ist eine starke Amboss-Astschere wie die nachfolgende des Herstellers WOLF-Garten zu empfehlen. Am Ende landete die Fiskars PowerGear II L70 auf einem starken dritten Platz im Gesamtranking.


















































- Ergonomie-Sieger im Test (leichtes Handling, keine Ermüdungserscheinungen)
- Hohe Schnittleistung für die vergleichsweise kleine Größe
- Komfortable „FiberComp“-Griffe mit SoftGrip-Oberfläche
- Leichtgewicht unter den Astscheren (keine 500 Gramm)
- Saubere und präzise Bypass-Schnitte (ideal für frisches Holz)
- Kraftsparender PowerGear-II-Getriebemechanismus
- Antihaftbeschichtete Klinge reduziert Verschmutzungen
- Pflegeleicht und einfach zu reinigen
- Besonders gut für längere Gartenarbeiten mit Frischholz geeignet
- Maximale Schnittstärke nur bei weichem Holz erreichbar
- Vergleichsweise schwergängig bei hartem Holz
- Für sehr harte und trockene Äste teilweise etwas kurz
- Keine Teleskopfunktion für höhere Reichweite
- Kunststoffteile wirken weniger massiv als Modelle aus Vollmetall
- Ersatzklingen je nach Händler vergleichsweise teuer
FAQ
4. Amboss-Astschere für Trockenholz: Die WOLF-Garten Power Cut RS 750
Der renommierte deutsche Hersteller WOLF-Garten richtet sich grundsätzlich eher an Berufsgärtner, adressiert mit Teilen seiner Produktpalette aber auch qualitätsbewusste Hobbygärtner. Zu diesem Teil des Sortiments gehört auch die Power Cut RS 750, die als beste Amboss-Astschere im Test von produktvergleich.de überzeugen konnte. Damit zählt die Astschere zu den Premium-Modellen im Test, gerade was die Verarbeitung und die Schnittleistung bei Hartholz betrifft. Dennoch gab es einige Aspekte, die weniger gelungen waren und dafür sorgten, dass am Ende drei Astscheren (allesamt Bypass-Modelle) vor der Power Cut RS 750 landeten. Was die genauen Gründe dafür sind, zeigen die folgenden Absätze, in denen es um die Erkenntnisse aus dem Praxistest geht. Zuvor gibt es eine kurze Übersicht über die Eigenschaften der Amboss-Astschere von WOLF-Garten:
- Typ: Amboss
- Maße // Gewicht: 75 x 24 x 3,5 Zentimeter (L x B x H) // 1.400 Gramm
- Gesamtlänge: 75 Zentimeter
- Maximale Schnittstärke: 45 Millimeter
- Balancepunkt: Leicht grifflastig
- Zertifizierungen: CE
Mit der Power Cut RS 750 will der deutsche Hersteller WOLF-Garten eine Astschere an qualitätsbewusste Kunden bringen, die auf der Suche nach einem leistungsstarken Modell für trockenes und frisches Holz sind. Mit ihrer Amboss-Schnitttechnik bedient sie sich des Prinzips „ziehender Schnitt gegen eine feststehende Gegenklinge“ und eignet sich damit vor allem für härtere Hölzer. Die vergleichsweise große und schwere Astschere kam in einem schlichten Karton an, auf ein Lieferpaket wurde weitgehend verzichtet. Es gibt keine Ersatzklingen, kein Pflegemittel und auch keine Bedienungsanleitung. Lediglich in die Mitte der beiden Griffe ist eine kleine Plastikkarte gespannt, die die wichtigsten Informationen zum Produkt liefert.
Nach dem Auspacken waren die Tester sofort von der Verarbeitung der Astschere angetan. Besonders gut war die Verschraubung der einzelnen Klingenteile. Bei vielen Astscheren im Test stehen die selbstsichernden Muttern teilweise deutlich über, WOLF-Garten setzt dagegen auf eine sehr flache Verschraubung, mit der die Tester nur selten an herabhängenden Ästen hängen blieben. Ein weiteres Highlight sind die Griffe der Astschere. Wo besonders viel manuelle Kraft zum Drücken der Holme nötig ist, wurden die Tester von ergonomischen Griffen mit einer Softeinlage unterstützt. Die Hände finden an den 61,5 Zentimeter langen Griffen ausreichend Halt und können nicht unversehens abrutschen. Der weite Öffnungswinkel der Amboss-Astschere unterstützt die optimierende Hebelwirkung beim Schneiden.
Nicht ganz so gut wie bei der Verarbeitung schnitt die Astschere von WOLF-Garten bei der Schnittleistung ab. Der Hersteller verspricht eine maximale Schnittleistung von 45 Millimetern, die Tester wagten sich mit dem Modell sogar an 50 Millimeter dicke Äste. Damit war die Power Cut RS 750 aber überfordert, weswegen schnell zu dünneren Ästen gewechselt wurde. Doch selbst bei 40 Millimeter dicken Ästen mussten die Tester noch so viel Kraft aufbringen, dass 45 Millimeter nicht realistisch erreichbar sind. Bei maximalem Kraftaufwand, und hier ist die Rede von extrem hoher manueller Kraft, sind bis zu 43 Millimeter denkbar. Auf Dauer würden damit das Gelenk und die Klinge aber so sehr belastet werden, dass es zu einem enorm hohen Verschleiß käme.
Immerhin ist die schneidende Klinge der Astschere leicht auszubauen und auszutauschen. Die Schnitttechnik der Astschere folgt dem Prinzip des heranziehenden Schnitts gegen eine feststehende Unterlage (den Amboss). Das Schnittgut liegt dabei auf dem Amboss auf und wird durchschnitten. Das ist ideal für den präzisen Totholzschnitt an Bäumen, Gräsern, Sträuchern und Rosen aller Art. Der Kraftaufwand ist dabei überschaubar, wenn nicht sehr dicke Äste geschnitten werden. Nur auf Dauer zeigten sich bei den Testern klare Ermüdungserscheinungen, die direkt mit dem hohen Gewicht der Astschere zusammenhängen.
Das Schnittbild der Amboss-Astschere Power Cut RS 750 von WOLF-Garten konnte sich allerdings durchaus sehen lassen. Obwohl es sich um eine Amboss-Astschere handelt, die sogar nur eine gerade Auflagefläche bietet, sahen alle Schnitte bei dünnen und weichen Hölzern ziemlich gut aus, bei Hartholz sowieso. Die Antihaftbeschichtung der Klingen sorgte zudem dafür, dass die Schnittflächen nicht durch Pflanzensaft verklebten. Der Effekt: Gleichbleibend saubere und präzise Schnitte, selbst im Dauertest, wo die Astschere bis zu 100-mal in Folge hartes Holz schneiden musste.
Eindeutig ebenfalls dem Profisegment zuzuordnen ist die Tatsache, dass die Astschere dank ihrer flach verschraubten Gelenke den Schnitt bündig an der Austriebsstelle führt und damit auch die Arbeit an schwer zugänglichen Stellen oder an verästeltem Gehölz erlaubt, ohne dabei sichtbare Spuren an der Baumrinde zu hinterlassen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt davon ist, dass die Gefahr geringgehalten werden kann, dass Schädlinge in die Baumsubstanz eindringen und den Baum schwächen. Gleiches gilt auch für Pflanzen, Hecken, Sträucher und ähnliche Gewächse.
Nicht zuletzt sorgt die Antihaftbeschichtung der Klingen dafür, dass sie sich nach dem Arbeiten leichter reinigen lassen. Dafür reichten im Test ein wenig warmes Wasser und Spülmittel aus, um etwaigen Harz von der Klinge zu entfernen. Anschließend wurde die Klinge etwas geölt. Ein Nachschärfen war im Test nach knapp einer Stunde Nutzungszeit noch lange nicht notwendig und muss nach den Erfahrungswerten der Tester etwa alle 7 bis 10 Nutzungsstunden erfolgen. Wenn es hier noch etwas zu kritisieren gibt, dann, dass es nach dem ersten einstündigen Praxistest bereits zu einem sehr, sehr leichten Abrieb der Beschichtung kam. Das liegt aber mit Sicherheit auch daran, dass die Äste im Gegensatz zu den höher platzierten Bypass-Modellen viel mehr an hartem Holz verwendet wurde, was grundsätzlich für einen höheren Verschleiß sorgt.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die WOLF-Garten Power Cut RS 750 konnte sich als beste Astschere mit Amboss-Schnitttechnik im Vergleich durchsetzen. Besonders überzeugt haben die hochwertige Verarbeitung, die starke Schnittkraft bei hartem und trockenem Holz sowie das exzellente Schnittbild ohne Quetschungen. Die Reinigung war dank Antihaftbeschichtung der Klinge sehr einfach und die Klinge lässt sich leicht austauschen und bei Verschleiß durch eine Ersatzklinge ersetzen. Negativ war, dass die angegebene Schnittleistung nicht erreicht werden konnte. Außerdem war das Arbeiten mit der Astschere wegen ihres hohen Eigengewichts auf Dauer etwas anstrengend.




















































- Beste Amboss-Astschere im Test (ideal für hartes und trockenes Holz)
- Hohe Schnittleistung (bis zu 43 Millimeter)
- Sehr hohe Kraftübertragung durch 3-fache Hebelwirkung
- Ergonomische Griffe mit Softeinlage
- Klinge mit Antihaftbeschichtung für leichte Reinigung
- Sehr robuste und hochwertige Verarbeitung
- Flach verschraubte Gelenke schonen Äste und Baumrinde
- Gute Reichweite dank 75 Zentimeter Gesamtlänge
- „Made in Germany“ mit langer Herstellergarantie (10 Jahre)
- Verschleißteile austauschbar und leicht zu reinigen
- Angegebene Schnittleistung wurde im Test nicht erreicht
- Verschleißteile online erst nach langer Recherche gefunden
- Weniger saubere Schnitte als bei Bypass-Astscheren
- Große Öffnungsweite kann für kleine Hände ungewohnt sein
- Weniger gut geeignet für frisches und empfindliches Grünholz
- Keine Teleskopgriffe vorhanden
FAQ
5. Astschere für besonders dicke Äste: Die GRÜNTEK XT 685 Bypass-Schere mit hoher Schnittstärke
Die GRÜNTEK XT 685 Astschere präsentierte sich als echtes Kraftpaket: Groß und schwer, dafür aber sehr stark und für vergleichsweise dicke Äste geeignet. Die Schere gibt es wahlweise mit der Amboss- oder mit der Bypass-Schnitttechnik zu erwerben, die Tester nahmen das Bypass-Modell unter die Lupe, das sich in erster Linie für frisches Holz eignet. Darüber hinaus handelt es sich bei der XT 685 um eine von nur zwei getesteten Astscheren, die über teleskopierbare Griffe verfügen: Das heißt, die Griffe konnten zwischen 68,5 und 94 Zentimetern in insgesamt sechs Stufen verstellt und arretiert werden. Zunächst gibt es eine Übersicht über die wichtigsten Eigenschaften der Astschere laut dem Hersteller:
- Typ: Bypass oder Amboss
- Maße // Gewicht: 94 x 28 x 3 Zentimeter (L x B x H) // 1.690 Gramm
- Gesamtlänge: 68,5 bis 94 Zentimeter
- Maximale Schnittstärke: 52 Millimeter
- Balancepunkt: Leicht grifflastig
- Zertifizierungen: CE und GS
Die teleskopierbare Astschere XT 685 des deutschen Herstellers GRÜNTEK funktioniert nach dem Bypass-Schneidprinzip: Das heißt, sie verfügt über zwei Klingen, die aneinander vorbeigleiten und so einen sauberen Schnitt erzeugen. Das erfordert wenig Kraft und bietet sich gerade für das Zurechtschneiden von Frischholz oder weichem Holz an. In der Redaktion von produktvergleich.de kam die Astschere in einem schlichten Karton zusammen mit zwei weiteren Astscheren an. Im Gegensatz zur Konkurrenz war die Schere noch einmal in eine Plastikfolie eingewickelt, die zusätzlichen Transportschutz liefert. Eine Anleitung lag leider nicht bei, sondern lediglich ein Informationsblatt mit Daten zum Produkt, das zwischen die beiden Griffe eingespannt und mit Kabelbinden befestigt war.
Die Verarbeitung der Astschere konnte nach dem Auspacken größtenteils überzeugen: Die beiden Klingen bestehen aus gehärtetem Werkzeugstahl des Typs SK5, ein klassischer Karbonstahl, der eine Menge aushalten kann. Beide Klingen sind mit einer Antihaftbeschichtung ausgestattet, die Harz und andere Astrückstände fernhalten soll. Für einen sicheren Halt während der Bedienung sollen die ausziehbaren Griffe sorgen. Über diese lässt sich die Länge der Astschere in insgesamt sechs Stufen zwischen 68,5 und 94 Zentimetern anpassen, was es im Test erleichterte, über Kopf zu arbeiten. Angesichts des hohen Eigengewichts der Astschere war das Überkopfarbeiten aber auf Dauer sehr ermüdend.
Der Arretierknopf, der die Schere in einer bestimmten Teleskopstufe fixiert, ließ sich schnell und einfach bedienen. Die Schere bietet zudem eine recht ausgewogene Balance, die vielleicht leicht grifflastig ist. Das hat einen praktischen Nutzen und soll dafür sorgen, dass beim Schneiden weniger Kraft aufgewendet werden muss, was angesichts des hohen Gewichts der Astschere sinnvoll ist. Für einen sicheren Halt während der Anwendung sorgten die rutschfesten Enden der Griffe, die extra abgerundet sind. Aufhängeösen oder gar ein Asthaken waren leider nicht vorhanden, wurden aber auch nicht gerade schmerzlich vermisst.
Restlos überzeugen konnte dagegen der Schliff der Klingen, wodurch in der Praxis sehr saubere und präzise Schnitte möglich waren, unabhängig davon, ob ein Linkshänder oder ein Rechtshänder die Astschere bedient. Überraschend war vor allem, wie sauber die Schnitte selbst bei hartem und trockenem Holz waren, obwohl die Astschere als Bypass-Modell eigentlich genau hier ihre Schwächen haben sollte. Das Holz aber litt im Test vergleichsweise wenig unter Quetschungen, wie sie bei allen Bypass-Scheren im Test mit Ausnahme des Testsiegers von FELCO zu beobachten waren. Bei frischem Holz und jungen Trieben waren die Schnitte sauber, was für jeden Hobbygärtner wichtig ist, der in seinem Garten viele Bäume und Sträucher im Frühjahr zurückschneiden muss.
Etwas übertrieben hat der Hersteller dagegen bei den Angaben zur Schnittkraft, auch wenn die Ergebnisse nach wie vor spitze waren. Aber 52 Millimeter im Durchmesser waren nur bei sehr weichem Holz realisierbar und selbst hier kam es, wie unter anderem der untenstehenden Galerie zu entnehmen ist, zu leichten Quetschungen am Ast. Realistischer ist auf die Dauer eine maximale Schnittleistung von 45 oder vielleicht 48 Millimetern bei weichem Holz und zwischen 40 und 43 Millimetern bei hartem Holz. Als Hinweis: Die dicksten Äste konnten die Tester nur mit viel manueller Kraft und maximal ausgefahrenen Griffen bewältigen, was auf Dauer ziemlich auf die Pumpe und auf die Muskeln geht. Das hohe Gewicht der Astschere hilft dabei nicht weiter. Darüber hinaus kam es bei festem Material wie Kirschholz beim Schneiden oftmals zu einem lauen Quietschen, was allerdings keinen Einfluss auf die Schnittleistung hatte.
Und ein weiterer Punkt muss leider ebenfalls noch negativ erwähnt werden: Die Antihaftbeschichtung. Diese erledigte zwar im Praxistest ihre Aufgaben ordentlich und sorgte dafür, dass wenig Pflanzensaft, Harz und Erde an der Klinge haften blieb. Jedoch zeigte sich bereits nach knapp über 100 Schnitten ein deutlicher Abrieb der Beschichtung, wesentlich stärker als bei einem Großteil der Konkurrenz. Bis zu einem gewissen Grad lag das vermutlich daran, dass die Grenzen der Astschere durch die Tester ausgelotet wurden, doch letztlich sind das ja die Werte, die der Hersteller verspricht. Bezüglich der Langlebigkeit der Klingen gibt es demnach berechtigte Zweifel, immerhin lassen sich diese schnell und einfach austauschen und durch vergleichsweise günstige Ersatzklingen ersetzen.
Abschließend noch zu etwas Positivem: Wer mit dem hohen Gewicht und dem daher hohen Kraftaufwand sowie dem starken Abrieb leben kann, erhält eine Astschere, die durch normal dicke Äste nahezu mühelos gleitet. Zudem war die Reinigung der Klingen dank der Beschichtung super unkompliziert: Einfach etwas warmes Wasser mit ein wenig Spülmittel nehmen und damit leicht die Klingen, den Schneidkopf und das Gehäuse abwischen. Im Handumdrehen war die Schere wieder einsatzbereit. Sehr vorteilhaft war zudem, dass sich der Schneidkopf und die Schere an sich recht weit öffnen ließen, sodass die Tester an alle Stellen der Bypass-Astschere leicht herankamen.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die GRÜNTEK XT 685 Bypass-Astschere ist ein echtes Kraftpaket und überzeugte im Praxistest von produktvergleich.de mit der stärksten Schnittleistung aller Modelle. Bis zu 52 Millimeter sind laut Hersteller drin, im Test ließen sich bis zu 51 Millimeter dicke Äste aus weichem Holz schneiden. Die Astschere lieferte sehr saubere und präzise Schnitte, sogar mit einem soliden Ergebnis bei trockenem Holz, obwohl hier Amboss-Scheren eigentlich zu bevorzugen sind. Darüber hinaus handelt es sich um eine von nur zwei teleskopierbaren Astscheren im Test, die in sechs Stufen auf bis zu 94 Zentimeter ausgefahren werden kann, was Überkopfarbeiten erleichtert. Wären da nicht das hohe Eigengewicht und der starke Abrieb bei der Beschichtung, wäre die Astschere noch deutlich höher im Ranking gelandet. So reichte es am Ende „nur“ für die Bewertung „Gut“ und einen Platz im Mittelfeld.


























































- Höchste Schnittstärke aller Modelle (51 Millimeter im Praxistest möglich)
- In sechs Stufen teleskopierbare Griffe (68,5 bis 94 Zentimeter)
- Starke Schnittleistung bei frischem und trockenem Holz
- Ergonomische Griffe für angenehme Handhabung
- Gute Verarbeitung mit Ausnahme der Griffe („Made in Germany“)
- Gehärtete Klinge aus SK5-Karbonstahl
- Verschleißteile austauschbar und leicht zu reinigen
- Klingen mit Antihaftbeschichtung ausgestattet
- Wahlweise auch als Amboss-Modell und mit Ersatzklingen erhältlich
- Vergleichsweise hohes Gewicht (1.690 Gramm)
- Schnelle Ermüdungserscheinungen im Dauertest festgestellt
- Vergleichsweise starker Abrieb der Beschichtung im Dauertest
- Teleskopmechanik hat viel Spiel (macht wenig wertigen Eindruck)
- Hoher manueller Kraftaufwand bei dicken Ästen notwendig
- Kann beim Schneiden von harten Ästen unangenehm quietschen
FAQ
6. Beste Astschere für Überkopfarbeiten: Die Siena Garden Pro Alu 358328 mit langem Teleskopauszug
Die Siena Garden Pro Alu 358328 Astschere aus dem unteren Preisbereich konnte im Praxistest von produktvergleich.de durchaus überzeugen. Schon rein optisch erinnert das Gerät an die Modelle des Anbieters „Parkside“ und in etwa dieser Kategorie lässt sich die Amboss-Astschere auch einordnen. Durch ihre langen und teleskopierbaren Griffe ist sie ideal für das Arbeiten über Kopf geeignet und auch die Schnittleistung konnte sich sehen lassen. Welche Schwächen die Tester trotzdem festgestellt haben und wo die Astschere noch überzeugen kann, zeigen die folgenden Absätze. Zuvor gibt es an dieser Stelle eine kurze Übersicht über die wichtigsten Eigenschaften der Astschere laut Hersteller:
- Typ: Amboss
- Maße // Gewicht: 102 x 31 x 4 Zentimeter (L x B x H) // 1.620 Gramm
- Gesamtlänge: 67 bis 101 Zentimeter
- Maximale Schnittstärke: 40 Millimeter
- Balancepunkt: Leicht kopflastig
- Zertifizierungen: CE, REACH und RoHS
Die Siena Garden Pro Alu 358328 ist eine klassische Amboss-Astschere, die Äste nach dem Prinzip des Schneidens gegen eine feste Auflagefläche (den Amboss) zerkleinert. Die Astschere kam in einem schlichten Karton und ohne großartiges Zubehör an. Auf Ersatzklingen oder eine Transportmöglichkeit in Form eines Koffers oder einer Tragetasche wurde verzichtet. Auch eine Bedienungsanleitung lag nicht bei, sondern es gab lediglich ein Informationsblatt zum Produkt, das zwischen den beiden Griffen mit Kabelhaltern befestigt wurde. Da die Astschere aber direkt nach dem Auspacken einsatzfähig ist und keine Montage anfällt, ist das Fehlen einer Anleitung nicht weiter wichtig. Die Bedienung ist schließlich intuitiv und funktioniert wie bei jeder anderen Amboss-Astschere im Handel.
Was die Verarbeitung betrifft, zeigten sich die Tester nicht restlos überzeugt. Bereits auf den ersten Blick wurde deutlich, dass das Obermesser der Astschere aus keinem sehr harten Material hergestellt wird. Zwar spricht der Hersteller wie bei vielen Konkurrenzprodukten von „SK5-Karbonstahl“, doch offensichtlich gibt es hier gravierende Unterschiede. So zeigte der recht scharfe Anschliff der Klinge bereits von Beginn an erste Beschädigungen. Ansonsten ist die Astschere aber solide und robust verarbeitet und die kraftvolle Hebelübersetzung sollte ein müheloses Schneiden harter und trockener Äste auf lange Zeit gewährleisten.
Einmal abgesehen von ein paar Schwächen bei den Materialien gab es an der Astschere wenig bis nichts auszusetzen. Die Griffe sind dank der integrierten Softgrip-Einlagen sehr weich und an den Enden für einen besseren Haltekomfort abgerundet. In insgesamt fünf Stufen ist es möglich, die Länge der Schere zwischen 67 und 101 Zentimetern zu verändern. Dafür wird einfach der Arretierknopf bedient und anschließend wieder versperrt. Selbst bei komplett ausgefahrener Länge war die Astschere noch sehr stabil und sicher in der Handhabung. Dank der leichten Aluminiumrohre war das lange Arbeiten über Kopf auch nicht übermäßig anstrengend, wenn auch kein Kinderspiel. Leider gibt es weder einen Asthaken noch eine Aufhängeöse an den Griffen, was aber bei nur wenigen Modellen im Test vorhanden war.
Positiv zu erwähnen ist darüber hinaus die Antihaftbeschichtung der Klinge, die im Test dauerhaft dafür sorgte, dass Harz und Pflanzensaft nach dem Schneiden nicht am Messer haften bleiben. Das hat zwei Vorteile. Einerseits kann dadurch sehr lange am Stück mit der Amboss-Astschere gearbeitet werden und andererseits ist die Reinigung nach der Nutzung sehr unkompliziert. Es reicht, mit einem feuchten Tuch über die Klinge zu wischen und bei härteren Rückständen mit etwas mildem Spülmittel nachzuhelfen. Anschließend kann die Klinge nachgeschärft und ein wenig eingeölt werden. Wer wirklich nur trockenes Holz schneidet, kann die Astschere auf diese Weise jahrelang verwenden.
Nachteilig ist, dass teleskopierbare Astscheren meist schwerer und unhandlicher sind als kompakte Modelle. Gerade bei längeren Arbeitssessions kann das höhere Gewicht Arme und Schultern stärker belasten. Darüber hinaus können billige Teleskopmechanismen mit der Zeit Spiel entwickeln und weniger stabil wirken, gerade bei starkem Druck auf dicke Äste. Für präzise Schnitte an empfindlichen Pflanzen oder in engen Bereichen sind kurze und leichte Astscheren daher oft besser geeignet.
Besonders überzeugte aber die gute Schnittleistung der Astschere, die auf einer mehrfachen Hebelübersetzung und den bereits erwähnten, ausziehbaren Griffen beruht. Wer mit der Amboss-Astschere wirklich nur abgestorbenes, trockenes und hartes Holz schneidet, wird sie lieben. Hier schnitt im Praxistest nur das von WOLF-Garten noch besser ab. Noch besser: Mit 40 Millimetern gibt Siena Garden als einer von wenigen Herstellern im Test einen vernünftigen Wert für die maximale Schnittstärke an, der im Test erreicht und sogar noch leicht übertroffen werden konnte. Ab Ästen über einem Durchmesser von 40 Millimetern wurden die Schnitte aber mehr und mehr zu einem Quetschen und Reißen, bei sehr hohem Kraftaufwand.
Bei frischem Holz war die Lage ein wenig anders, hier eignet sich eine Bypass-Astschere durch ihre sauberen und präzisen Schnitte einfach besser. Die Pro Alu von Siena Garden schnitt hier nicht grauenhaft ab, aber mehr als ein „Durchschnittlich“ war für die Tester auch nicht drin. Das größte Manko zeigte sich im Dauertest: Bereits nach knapp über 100 Schnitten hatten die Tester den Eindruck, dass die Astschere an Schärfe verliert. Das zeigte sich in erster Linie bei den frischen Hölzern und jungen Bäumen, die sich nur noch mit viel Kraftaufwand schneiden ließen. All das mag an den „untypischen“ Belastungen liegen, die mit dem Test von produktvergleich.de einhergingen, wo die Schere wirklich an ihre Belastungsgrenzen geführt wird, aber ein gutes Zeichen ist es langfristig leider nicht.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die Tester von produktvergleich.de können die Siena Garden Pro Alu 358328 jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer leistungsstarken Amboss-Astschere ist, insbesondere für trockenes Holz, mit Einschränkungen auch für frisches Holz. Die Astschere lässt sich durch ihre leichten Teleskoparme aus Aluminium auf über einen Meter verlängern und ermöglichte damit im Test die beste Handhabung bei Überkopfarbeiten. Die antihaftbeschichtete Klinge sorgt dafür, dass Harz und Pflanzensaft nicht an der Klinge haften bleiben und erlaubt eine einfache Reinigung nach der Nutzung. Bedauerlicherweise ist die Verarbeitung der Astschere nicht auf absolutem Top-Niveau und im Dauertest zeigte sich, dass das Amboss-Modell schnell an Schnittleistung verliert, wenn es bis an die Grenzen getestet wird. Daher reichte es am Ende nur zu einer durchschnittlichen Bewertung zwischen „Gut“ und „Befriedigend“.
























































- Beste Astschere für Überkopfarbeiten dank langen Teleskoparmen
- Fünfstufige Teleskopverstellung zwischen 67 und 101 Zentimetern
- Gute Hebelwirkung für dicke und trockene Äste
- Praxis bestätigte Eignung bis 4 Zentimeter Durchmesser
- Rutschfeste Softgriffe für komfortables Arbeiten
- Antihaftbeschichtete Klinge für saubere Schnitte
- Mehrfache Hebelübersetzung für starke Schnittleistung bei Hartholz
- Verschleißteile sind günstig und einfach auszutauschen
- Leichte Reinigung nach der Nutzung
- Etwas schwerer und unhandlicher als Nicht-Teleskop-Scheren
- Ermüdungsgefahr in Armen und Schultern bei längeren Arbeiten
- Für präzise Schnitte an jungen Trieben weniger geeignet
- Teilweise viel Kraft bei Frischholz-Schnitten nötig (quetscht sonst schnell)
- Qualität der Klinge nicht auf Profi-Niveau
- Schnittschärfe ließ im Dauertest erstaunlich schnell nach
FAQ
7. Budget-Modell für Einsteiger: BLACK+DECKER-Astschere für die gelegentliche Nutzung
Die BLACK+DECKER-Astschere ist ein preisgünstiges Gartenwerkzeug, das sich in erster Linie an Hobbygärtner richtet, die regelmäßig im Frühjahr oder im Sommer Rückschnittarbeiten an Obstbäumen oder Sträuchern in ihrem Garten durchführen. Es handelt es sich um eine schlichte Astschere, die auf der Amboss-Schnitttechnik basiert und die für ihre Größe mit nur 972 Gramm vergleichsweise leicht war. Zwar kam sie im Test an die Schnittleistung, Schnittstärke und Handhabung der teureren Konkurrenz nicht heran, doch für die gelegentliche Nutzung bezeichneten die Tester das Gerät als „ordentlich“. Bevor es an die konkreten Erkenntnisse des Praxistests geht, hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Eigenschaften der Astschere laut dem US-amerikanischen Unternehmen:
- Typ: Amboss
- Maße // Gewicht: 72 x 32 x 4,5 Zentimeter (L x B x H) // 972 Gramm
- Gesamtlänge: 72 Zentimeter
- Maximale Schnittstärke: 38 Millimeter
- Balancepunkt: Leicht kopflastig
- Zertifizierungen: CE
Die Amboss-Astschere des US-amerikanischen Herstellers BLACK+DECKER kam als Teil einer Mehrfachlieferung von Amazon in einem schlichten Karton bei den Testern von produktvergleich.de an. Positiv fiel auf, dass der Schneidkopf der Astschere durch eine Gummikappe geschützt war, was die Abnutzung und mögliche Beschädigung bei der Lieferung verhindert. Eine Anleitung lag, wie bei den meisten Astscheren im Test, nicht bei. Stattdessen war zwischen die beiden Griffe der Astschere ein Hartpapier-Blatt gespannt und mit Kabelbindern befestigt, das die wichtigsten Informationen zum Produkt enthält. Weiteres Zubehör wie einen Karabinerhaken oder Ersatzklingen für den Austausch bei intensiver Nutzung gab es ebenfalls nicht.
Die Verarbeitung der Astschere machte insgesamt einen soliden Eindruck. Die langen Griffe bestehen aus Kunststoff, wirkten in der Praxis ausreichend stabil und sorgten für eine ordentliche Kraftübertragung beim Schneiden von stärkeren Ästen. Die antihaftbeschichtete Klinge war ebenfalls sauber verarbeitet und glitt im Neuzustand problemlos durch trockenes und halbtrockenes Holz. Nach einiger Zeit nutzte sich die Klinge aber bereits recht stark ab und hatte mehr Probleme beim Schneiden, was nicht unbedingt für die Lebenserwartung des Gartenwerkzeugs spricht. Kurzum: Die Astschere machte auf die Tester einen zweckmäßigen und durchaus robusten Eindruck, ohne den hochwertigen Verarbeitungsstandard von Premium-Modellen wie dem Testsieger von FELCO oder selbst der besten Amboss-Astschere im Test, dem Gerät von WOLF-Garten, zu erreichen.
Bezüglich der Handhabung konnte die Astschere durch ihre ausgewogene Hebelwirkung und die ordentliche Länge der beiden Griffe punkten. Letztere lagen im Test ordentlich in der Hand und vermittelten einen ergonomischen Eindruck, sodass auch längere Schnittarbeiten zunächst komfortabel vonstattengingen. Je länger der Praxiseinsatz jedoch dauerte, desto mehr offenbarte sich, dass das Arbeiten über einen langen Zeitraum ohne Features wie teleskopierbare Griffe, einen Asthaken oder eine Aufhängeöse anstrengend ist. Trotz des vergleichsweise niedrigen Gewichts der Schere (nur 972 Gramm), ermüdeten Arme und Schultern schneller als bei den Top-Modellen, was natürlich auch am Klingenschliff liegt, da mehr Kraft pro Ast aufgewendet werden musste.
Damit zum Praxistest, wo die Astschere im Einsatz mit frischem und hartem Holz getestet wurde. Bei frischem Holz lieferte das Gerät eine unterdurchschnittliche bis ordentliche Leistung. Dünnere bis mittelstarke Äste bis zu einem Durchmesser von 30 Millimetern ließen sich mit einer sauberen Hebelwirkung noch gut durchtrennen, wobei die Schnitte im Neuzustand noch erstaunlich präzise, genau und glatt waren. Gerade bei sehr grünem und saftführendem Gehölz arbeitete die Klinge zuverlässig und quetschte das Material nur geringfügig. Das gilt alles nur, wenn der Durchmesser im gut beherrschbaren Bereich bleibt. Da es sich aber um eine Amboss-Astschere handelt, ist der Einsatz bei frischem und grünem Holz sowieso fragwürdig. Hier bietet sich eine Bypass-Astschere, von denen viele im Test geprüft wurden, eher an.
An ihre Grenzen stieß die Astschere dann aber bei ihrem eigentlichen Fachgebiet, dem Schneiden von hartem und trockenem Gehölz. Zwar ließen sich die Äste hier im Prinzip besser schneiden, solange die Klinge noch scharf ist. Das Problem: Bereits ab einer Dicke von 30 Millimetern stieß die Astschere von BLACK+DECKER an ihre Grenzen und die Schnitte ließen sich nur noch unter teils enormem Kraftaufwand durchführen. Ab Ästen mit einem Durchmesser von knapp 35 Millimetern war die Show dann ganz vorbei, denn selbst bei maximal aufgespannten Griffen und unter hohem Kraftaufwand kam die Astschere nicht mehr durch das trockene Holz. Das lässt sich auch gut der Galerie unten entnehmen. Von den 38 Millimetern Durchmesser, die die Astschere laut Angaben des Herstellers schaffen soll, waren die Tester also sehr weit entfernt.
Im Gegensatz dazu gibt es trockenes oder abgestorbenes Holz, das bereits stark ausgehärtet ist und kaum noch Feuchtigkeit enthält. Saftführendes Gehölz lässt sich in der Regel leichter und sauberer schneiden, weil die Fasern noch elastisch sind und weniger Widerstand bieten. Allerdings tritt beim Schnitt häufiger Pflanzensaft aus, was Klingen schneller verkleben kann, und das ist ein typisches Einsatzfeld für scharfe und gut beschichtete Astscheren.
Positiv wurde dagegen die Antihaftbeschichtung der Astschere registriert, die ihren Zweck weitgehend zuverlässig erfüllte. Beim Schneiden von frischem und saftreichem Holz reduzierte sie spürbar das Anhaften von Pflanzensäften und sorgte dafür, dass die Schnittqualität erst nach längerer Zeit durch Harz oder Schmutz beeinträchtigt wurde. Im längeren Einsatz zeigte sich dann aber erneut, dass sich mit der Zeit Rückstände aufbauen können, gerade bei Arbeiten mit harzhaltigem Gehölz wie Nadelbäumen oder Douglasie. Die Beschichtung erleichtert zwar die Arbeit, aber ersetzt keine vollständige Reinigung. Immerhin zeigte die Astschere nach über 100 Schnitten im Test nur geringen Abrieb bei der Beschichtung, was einen positiven Einfluss auf die Gesamtbewertung hatte.
Für die Pflege empfehlen die Tester ein zeitnahes Säubern der Klinge nach dem Einsatz, um nicht nur Ablagerungen, sondern auch Korrosion vorzubeugen. Die Reinigung gelang im Test unkompliziert mit einem feuchten Tuch und gegebenenfalls etwas mildem Reinigungsmittel, während hartnäckige Rückstände zunächst immer mechanisch entfernt werden müssen. Leider ist bei diesem Modell keine Möglichkeit zum einfachen Austausch der Klingen vorgesehen und es gibt auch online kaum Hersteller, die passende Ersatzklingen anbieten. Die Schneidleistung ist daher umso mehr von einer nachhaltigen Pflege sowie Wartung und einem regelmäßigen Nachschärfen der Klinge abhängig.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die BLACK+DECKER-Astschere ist ein Amboss-Modell, das sich in erster Linie an preisbewusste Käufer richtet, die auf der Suche nach einer Astschere für die gelegentliche Nutzung sind. Im Test bot das Werkzeug eine ordentliche Schnittleistung, auch wenn die vom Hersteller angegebenen 38 Millimeter Schnittstärke nicht erreicht werden konnten. Positiv fiel dagegen die Antihaftbeschichtung auf, die für eine schnelle Reinigung sorgte und nur wenig Abrieb offenbarte. Dafür war der Schliff der Klingen werksseitig nicht ideal, was ein häufiges manuelles Nachschärfen erfordert. Darüber hinaus sind die Griffe zwar ergonomisch und komfortabel, lassen sich aber nicht ausfahren, was Überkopfarbeiten deutlich erschwert. In Summe war das Ergebnis daher „nur“ zufriedenstellend und nicht gut genug für die Gesamtnote „Gut“.
















































- Budget-Werkzeug für preisbewusste Einsteiger und Hobbygärtner
- Gute Kraftübertragung durch Amboss-Schnittmechanik
- Gut geeignet für hartes, trockenes oder abgestorbenes Holz
- Größtenteils saubere und präzise Schnitte
- Vergleichsweise leicht (nur 972 Gramm)
- Antihaftbeschichtung sorgte für leichte Reinigung
- Wenig Beschichtungsabrieb festgestellt, selbst im Dauertest
- Ergonomische und komfortable Griffe mit Softeinlage
- Nicht ideal für frisches und grünes Holz
- Schnittstärke konnte im Test bei Weitem nicht erreicht werden
- Keine Teleskopgriffe (erschwert Überkopfarbeiten)
- Kein einfacher Austausch der Klinge möglich
- Schliff der Klinge werksseitig nicht ideal (manuelles Nachschärfen erforderlich)
- Vergleichsweise wenige Zertifikate (nur CE-Kennzeichnung)
FAQ
8. Sehr kompakte Astschere für kleine Äste: Meister WU9718000 Amboss-Schere mit mehrstufigem Ratschensystem
Das Modell WU9718000 des deutschen Herstellers Meister hebt sich schon auf den ersten Blick klar von der Konkurrenz im Test ab. Es ist vergleichsweise kompakt und leicht, hat eher kurze Griffe und ist mit einem Ratschensystem sowie einem Amboss ausgestattet. Das sorgte in der Praxis für ein gänzlich anderes Schnitterlebnis, das leider nicht alle Tester überzeugen konnte. Warum das Amboss-Gerät am Ende des Gesamtrankings landete und für welche Benutzergruppen es vielleicht dennoch eine Empfehlung wert sein könnte, erfahren Interessierte in den folgenden Absätzen. Zuvor gibt es eine kurze Übersicht über die wichtigsten Eigenschaften der Astschere laut der Beschreibung des Herstellers:
- Typ: Amboss
- Maße // Gewicht: 41 x 19 x 2,5 Zentimeter (L x B x H) // 300 Gramm
- Gesamtlänge: 41 Zentimeter
- Maximale Schnittstärke: 30 Millimeter
- Balancepunkt: Stark grifflastig
- Zertifizierungen: CE
Bereits direkt nach dem Auspacken war ersichtlich, wie unterschiedlich die Meister WU9718000 im Vergleich zu den anderen Astscheren im Test ist. Sie ist beispielsweise nicht einmal halb so lang wie der Testsieger von FELCO und sogar noch einmal um 5 Zentimeter kürzer als das kleinste Modell von Fiskars, das im Test unter die Lupe genommen wurde. Damit ist der Einsatzbereich bereits stark auf die Nutzung am Boden und an kleinen Sträuchern und Bäumen begrenzt. Wer dagegen eher hohe Bäume oder dicke Äste zurechtschneiden muss, ist bei dieser „Mini“-Astschere an der falschen Adresse. In der Redaktion von produktvergleich.de kam die Astschere sehr ordentlich verpackt in einem Karton an und war selbst noch einmal in einer Luftpolsterfolie gewickelt. Als einziges Gerät im Test wurde die Astschere mit einer Anleitung geliefert, wobei der Hersteller auch hätte darauf verzichten können. Wirklich viel erklärt wurde hier nicht, es waren lediglich ein paar Sicherheitshinweise aufgedruckt.
Die Verarbeitung der Astschere bewegt sich auf einem soliden bis durchschnittlichen Niveau. Die Materialien wirken zweckmäßig und die Schere an sich ist für gelegentliche Gartenarbeiten ausreichend robust. Die Wertigkeit hochwertiger Profi-Modelle, im Test beispielsweise die Modelle von FELCO, WOLF-Garten und Fiskars, wird aber nicht erreicht. Kleine Abstriche zeigten sich im Test beispielsweise bei der Materialanmutung der Griffe sowie bei der Präzision einzelner Bauteile wie der Klinge. Der Schliff der Klinge war werksseitig in Ordnung, aber ebenfalls nicht herausragend. Die Tester schliffen das Gerät bereits nach kurzer Zeit einmal nach, wodurch sich die Schnittleistung und die Qualität der Schnitte sofort verbesserte. Positiv wurden die leichten Griffe auf Nylon und Fiberglas wahrgenommen, die den schwereren Kunststoffgriffen der Konkurrenz in nichts nachstehen.
In der Handhabung präsentierte sich die Astschere überwiegend nutzerfreundlich. Das geringe Gewicht und die kompakte Bauweise ermöglichten selbst bei längeren Einsätzen von mehr als 100 Schnitten eine angenehme Führung. Das Ratschensystem erleichterte es enorm, starke und harte Äste zu durchtrennen, auch wenn es den Zeitaufwand pro Schnitt deutlich erhöhte. Zudem wirkte die Ratschenfunktion bei vielen dünnen Ästen ein wenig unnötig oder überflüssig, da hier ein direkter Schnitt meist besser und schneller zum Ziel geführt hätte. Immerhin lagen die Griffe gut in der Hand und selbst mit Handschuhen rutschten die Tester während des Testdurchlaufs niemals ab. Allein bedingt durch die Größe ist das Gerät nicht das Beste für Überkopfarbeiten, aber wenn im Aktionsradius der Astschere auch einmal über Kopf geschnitten werden musste, war das angesichts des niedrigen Eigengewichts überhaupt kein Problem.
Im Praxistest offenbarten sich allerdings auch klare Schwächen. So spricht der Hersteller offiziell von einer maximalen Schnittstärke von 30 Millimetern, was bereits der niedrigste Wert aller Scheren wäre. In der Praxis zeigte sich, dass selbst dieser Wert trotz Unterstützung des Ratschensystems zu hoch angesetzt ist. Maximal mit hohem Kraftaufwand und ausreichend Zeit ließen sich harte und weiche Hölzer mit 28 Millimetern im Durchmesser durchtrennen. Wer die Schere aber langfristig nutzen will, sollte sich auf einen Astdurchmesser von 20 bis 25 Millimetern beschränken.
Demgegenüber stehen aber einige Nachteile: Da mehrere Hebelbewegungen notwendig sind, dauert ein einzelner Schnitt deutlich länger als bei einer herkömmlichen Astschere. Darüber hinaus ist der Mechanismus bei häufiger Nutzung anfälliger gegenüber Schäden und Verschleiß. Bei frischem und weichem Holz ist die Funktion zudem überflüssig und kann den Arbeitsfluss sogar beeinträchtigen.
Immerhin waren die Schnitte sehr sauber und präzise, gerade bei hartem und trockenem Holz. Bei frischem Holz eignet sich eine Bypass-Astschere deutlich mehr, doch für eine Amboss-Astschere waren auch hier die Schnitte genau und es wurde nicht allzu viel gequetscht. Tatsächlich spielt das Ratschensystem hier einmal mehr seine Stärken aus, weil durch die vielen Schnitte hintereinander der Ast weniger belastet wird. Es muss aber ganz klar gesagt werden: Wer wirklich saubere Schnitte haben will, damit junge Triebe wachsen und alte Bäume wieder zu neuem Glanz erwachen, muss sich eine echte Bypass-Astschere zulegen. produktvergleich.de rät dabei in erster Linie zu den Modellen von FELCO und Gardena.
Die Reinigung der Astschere nach dem Praxistest gestaltete sich erfreulich unkompliziert. Das ist vor allem den glatten Oberflächen und der Antihaftbeschichtung zu verdanken, die ein dauerhaftes Ansetzen von Harz und Pflanzensaft verhindern. Im Testeinsatz von produktvergleich.de reichte es nach mehreren Stunden Nutzung aus, alle Teile der Schere mit einem feuchten Tuch abzuwischen, es musste nicht einmal Spülmittel verwendet werden. Und die Beschichtung zeigte ebenfalls nur geringen Abrieb, was für eine gute Verarbeitung spricht. Wichtig ist jetzt nur noch, an eine Lagerung außerhalb von Wind und Wetter zu denken, damit sich keine Korrosion bildet, und die Klinge regelmäßig zu ölen und zu schleifen, damit die Schnitte möglichst sauber und präzise bleiben.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die Meister WU9718000 Astschere konnte nicht vollends überzeugen. Das integrierte Ratschensystem sorgte zwar für einen geringeren Kraftaufwand beim Schneiden, verlängerte aber die Dauer jedes einzelnen Schnitts enorm. Hinzu kam, dass die Astschere im Test bereits mit 2,5 Zentimeter dicken Ästen überfordert war und der Hersteller eigentlich bis zu 3 Zentimeter verspricht. Immerhin waren die Schnitte sauber und präzise, gerade bei Hartholz. Wer Frischholz schneidet, sollte sowieso zu einer Bypass-Astschere greifen. So richtig überzeugt hat eigentlich nur die Ilaflon genannte Antihaftbeschichtung. Das war den Testern aber nicht genug und so landete das leichte und kompakte Gerät auf dem letzten Platz im Gesamtranking.
























































- Kraftsparendes Arbeiten durch einzigartiges Ratschensystem
- Gut geeignet für harte und trockene Hölzer (Amboss-Schnitttechnik)
- Ilaflon-Antihaftbeschichtung reduziert Anhaften von Harz und Schmutz
- Leichtgewicht unter den Astscheren im Test (nur 300 Gramm)
- Einfache Handhabung, auch für weniger geübte Nutzer
- Sehr leichte Reinigung nach der Nutzung
- Kaum Abrieb der Beschichtung im Dauertest
- Saubere und präzise Schnitte im Test festgestellt
- Deutlich langsamerer Schnittvorgang als bei der Konkurrenz
- Nicht ideal für frisches und weiches Holz
- Verarbeitung nur solide bis durchschnittlich
- Maximale Schnittstärke wurde im Test bei Weitem nicht erreicht
- Ratschenmechanik erhöht den Verschleiß
- Für dicke Äste ab 2,5 Zentimetern nur eingeschränkt geeignet
FAQ
8 beste Astscheren aus dem Test in der großen Vergleichstabelle
So wurden die Astscheren getestet
Für den Praxistest der acht Astscheren wurden alle Modelle in derselben Testumgebung geprüft. Dabei wurde als Testort ein Garten genutzt, der seit mehreren Jahren nicht gepflegt wurde und der sich ideal für das Zerschneiden von groben und feinen Ästen eignete. Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, wurden bei allen Geräten im Test dieselben Holzarten verwendet, vor allem frische Obstbaumäste und bereits altes und abgestorbenes Holz. Es wurde darauf geachtet, dass die Aststärken stets zwischen 20 und 40 Millimetern liegen. Dickere Äste wurden nur einmal im Test verwendet, um die tatsächliche Schnittstärke der Astscheren zu ermitteln (also, wo die Modelle an ihre Grenzen stoßen).
Jede Astschere wurde nacheinander für dieselben Aufgaben eingesetzt: Zunächst wurden mehrere frische Äste geschnitten, anschließend trockenes und etwas härteres Holz. Dabei beobachteten die Tester, wie sauber der Schnitt erfolgt, wie viel Kraft für den Schnitt benötigt wird und ob die Schere den Ast direkt durchtrennt oder mehrfach angesetzt werden muss. Zusätzlich war von Bedeutung, ob die Klinge verkantet oder das Holz eher „quetscht“ als schneidet. Außerdem wurde mithilfe einer Stoppuhr gemessen, wie lange es im Schnitt bei verschiedenen Ästen dauerte, diese zu zerschneiden.
Während des Tests legten die Tester ein besonderes Augenmerk obendrein auf die Ergonomie und den Bedienkomfort. Dazu schnitten sie für 15 bis 20 Minuten unterschiedlich dicke Äste in verschiedenen Arbeitshöhen. Besonders wichtig waren für die Tester der Griffkomfort, die Balance der Astschere und eine Antwort auf die Frage, ob die Hände oder Gelenke bei längerer Nutzung schnell ermüden. Bei Teleskopmodellen, also ausfahrbaren Astscheren, wurde zudem geprüft, wie stabil die ausgezogenen Holme wirken, ob sich die Verstellung einfach bedienen lässt und ob es einen Sicherheitsverschluss für sie gibt.
Nach knapp 40 bis 50 Schnitten pro Modell wurden die Astscheren kontrolliert. Dabei prüften die Tester beispielsweise, ob sich Schrauben gelockert haben, wie sehr die Klinge bereits an Schärfe verloren hat und wie es um die Beschichtung der Klinge steht. Darüber hinaus war wichtig, ob bereits Spiel im Gelenk entstanden ist. Abschließend wurde die Reinigung der Astscheren bewertet und geschaut, wie leicht Harz anhaftet und sich wieder entfernen lässt. Auf Grundlage dieser Daten erhielt jede Astschere im Test eine Benotung in den Bereichen „Schneidleistung“, „Verarbeitung“, „Kraftaufwand“, „Ergonomie“ und „Ausstattung“, die letztlich die Gesamtnote ergaben.
Fazit zum Test der Astscheren
Im Praxistest zeigte sich schnell: Astschere ist nicht gleich Astschere. Je nach Bauart, Schneidmechanismus und Gewicht unterschieden sich die 8 getesteten Modelle teilweise deutlich, was die Leistung und die Handhabung betrifft. Als Testsieger wurde die FELCO 221-90 Astschere ausgezeichnet, die das beste Gesamtpaket bot. Als einzige, „wahre“ Profi-Astschere im Test überzeugte sie mit einer sehr präzisen Klinge, einer enormen Lebensdauer und einer hervorragenden Versorgung mit Ersatzteilen. Die Schnittleistung suchte unter den getesteten Modellen ihresgleichen. Schwächen gibt es nur wenige, in erster Linie der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis, der angesichts der Leistung aber zu rechtfertigen ist.

Nur knapp hinter dem Testsieger landete mit der Gardena EnergyCut 750 B Astschere ein deutlich günstigeres Gerät, das die FELCO-Astschere aber in Sachen Schnittleistung bei Frischholz sogar noch übertraf. Herausragend sind zudem die 25 Jahre Garantie, die Gardena auf seine Baumschere gewährt. Auf dem dritten Platz landete mit der Fiskars PowerGear II L70 eine weitere Bypass-Astschere, die vergleichsweise wenig wiegt und auch deswegen die Astschere mit dem leichtesten Handling im Test war. Erst auf Platz vier folgte mit der WOLF-Garten Power Cut RS 750 die erste Amboss-Astschere im Test, die alle anderen Baumscheren in Sachen Schnittleistung bei trockenen Ästen in den Schatten stellte.
Ebenfalls erwähnenswert waren die GRÜNTEK XT Bypass-Astschere für besonders dicke Äste auf Platz fünf sowie die Siena Garden Pro Alu 358328 Astschere, deren teleskopierbare Griffe ein leichtes Arbeiten über Kopf ermöglichten. Etwas hinter der Konkurrenz landeten mit der BLACK+DECKER 8711252234533 und der Meister 9718000 zwei vergleichsweise günstige Amboss-Astscheren, die nicht mit der Ausstattung, der Schnittleistung und der Handhabung der höher platzierten Geräte im Test mithalten konnten.
Was ist eine Astschere und wie funktioniert dieses Gartengerät?
Eine Astschere, oder laut Wikipedia Baumschere, ist ein handbetriebenes Schneidwerkzeug zum Schneiden von Ästen und Trieben. Mit ihr lassen sich Gehölze gezielt in Form bringen oder durch einen kräftigen Rückschnitt verjüngen. Sie eignet sich für mitteldicke Zweige mit einem Durchmesser zwischen 25 und 50 Millimetern und wird grundsätzlich mit beiden Händen geführt.
Eine Baumschere verfügt über zwei gerade, gleich geformte Handgriffe sowie einen Schneidkopf. Dieser ist in der Regel entweder mit zwei gebogenen Klingen (Bypass) oder mit einer gebogenen Klinge und einem Amboss ausgestattet. Je nach Bauart gleiten die Klingen beim Schneiden dicht aneinander vorbei oder die obere geschärfte Klinge drückt das Schneidgut auf den Amboss, um das Holz zu durchtrennen.
Zum Schneiden von Ästen wird die Astschere mit beiden Händen geführt. Moderne Baumscheren liegen dank gummierter Handgriffe mit weichen, rutschfesten Elementen meist sicher und komfortabel in der Hand. Die Schere sollte in einem Winkel zwischen 75 und 90 Grad zum Ast angesetzt werden. Dabei empfiehlt es sich, die Klingen möglichst weit zu öffnen, damit der Zweig vollständig zwischen ihnen liegt.
Anschließend werden die beiden Griffe gleichmäßig und ohne ruckartige Bewegungen zusammengedrückt. Ziel ist es, den Ast bereits beim ersten Schnitt vollständig zu durchtrennen, ohne mehrfach nachsetzen zu müssen. Gerade bei frischem, lebendem Holz sorgt dieses Vorgehen für einen sauberen und pflanzenschonenden Schnitt. Was einen gesunden Schnitt auszeichnet und welche Schnitte dem Baum schaden können, zeigt das folgende Video:
Für welche Gartenarbeiten eignet sich eine Baumschere und was sind Alternativen zu einer Astschere?
Mit einer Astschere lassen sich frisches, altes und abgestorbenes Holz schneiden. Für diese unterschiedlichen Holzarten sind jeweils speziell ausgelegte Baumscheren erhältlich. Gleichzeitig zählt die Astschere zu einer ganzen Reihe von Schneidwerkzeugen für die Gartenpflege. Wie bereits erwähnt, eignet sie sich zum Durchtrennen von Zweigen mit einem Durchmesser zwischen 25 und 50 Millimetern. Nur wenige Modelle bewältigen eine noch größere Schnittstärke.
Für dünnere Zweige und Triebe empfiehlt sich eine Gartenschere mit kurzen Handgriffen. Sie wird mit nur einer Hand geführt und gilt als kompaktes, vielseitiges Werkzeug. Für Äste mit einem Durchmesser von mehr als 50 Millimetern ist dagegen eine Säge erforderlich. Zur Auswahl stehen klassische mechanische Astsägen in verschiedenen Ausführungen sowie motorisierte Sägen wie Elektro- oder Benzin-Kettensägen. Mit einer Motorsäge lassen sich neben einzelnen Ästen auch komplette Bäume fällen.
Für weitere Gartenarbeiten stehen zusätzlich zahlreiche andere Schnittwerkzeuge zur Verfügung. Zum Schneiden und Formen von Hecken eignen sich mechanische und motorisierte Heckenscheren. Für die Rasenpflege kommen neben dem Rasenmäher auch elektrische Rasentrimmer, Freischneider sowie mechanische und motorisierte Grasscheren zum Einsatz.
Unterm Strich gehört eine Baumschere zur Grundausstattung jedes Hobby– und Profi-Gärtners. Als besonders praxisnah gilt die Kombination aus zwei Astscheren, einer Bypass- und einer Amboss-Schere. Weitere Tipps für Einsteiger liefert das folgende Video:
Welche Materialien kommen bei der Herstellung einer Astschere zum Einsatz?
Folgende Werkstoffe verwenden die meisten Markenhersteller bei der Herstellung einer Baum- oder Astschere:
- Stahl-Klingen: Die Klingen bestehen aus rostfreiem Stahl oder gesenkgeschmiedetem Kohlenstoffstahl. Kommt Stahl zum Einsatz, handelt es sich häufig um den Werkzeugstahl SK5 mit einem Kohlenstoffgehalt zwischen 0,75 und 0,85 Prozent sowie einem Mangangehalt zwischen 0,60 und 0,90 Prozent. Dieses Material gilt als besonders widerstandsfähig und lässt sich zudem problemlos nachschleifen.
- Teflon-Beschichtung: Die obere Klinge ist fast immer mit einer Antihaftbeschichtung aus Teflon oder Keramik versehen. Auf diese Besonderheit geht der folgende Abschnitt des Ratgebers näher ein.
- Alugriffe: Die Griffe bestehen in der Regel aus dem Leichtmetall Aluminium, um das Gesamtgewicht der Astschere möglichst gering zu halten. Alternativ setzen einige Hersteller auf Polymere, also Kunststoffe, die zur höheren Stabilität zusätzlich mit Glasfasern verstärkt sind.
- Kunststoffüberzug: Ein Überzug aus rutschfestem Kunststoff schützt die Handgriffe und sorgt für einen sicheren Halt. Für eine bessere Ergonomie integrieren viele Hersteller zusätzlich weiche Elemente in die Griffe. Sie verhindern das Abrutschen mit nassen Händen und verbessern zugleich die Haptik. Meist bestehen diese Antirutscheinlagen aus polymeren Kunststoffen, in seltenen Fällen kommen Naturmaterialien wie Kork zum Einsatz.
Wozu dient die Antihaftbeschichtung der Klingen einer Astschere?
Nahezu alle modernen Baumscheren verfügen heute an mindestens einer Klinge über eine Antihaftbeschichtung. Als Beschichtungsmaterial kommt häufig PTFE (umgangssprachlich oft Teflon genannt) zum Einsatz, teilweise verwenden die Hersteller auch Keramik. Die Antihaftbeschichtung erfüllt dabei gleich drei wichtige Aufgaben:
- Sie verbessert die Gleiteigenschaften der Klingen und erleichtert dadurch das Schneiden.
- Sie erhöht die Präzision des Schnitts und schont gleichzeitig die Holzfasern, was insbesondere bei frischem Holz von Vorteil ist.
- Sie verhindert, dass Pflanzenteile an den Klingen haften bleiben. Dadurch sinkt das Risiko, beim Schneiden mehrerer Gehölze Krankheitserreger oder Infektionen zu übertragen.
Was ist eine Bypass-Astschere und welche Holzarten lassen sich damit am besten schneiden?
Das Funktionsprinzip einer Baumschere mit Bypass-Mechanik ähnelt dem einer klassischen Haushaltsschere. Zwei geschärfte Klingen gleiten beim Schneiden dicht aneinander vorbei und durchtrennen auf diese Weise das Holz. Dieser Mechanismus sorgt für einen besonders sauberen und glatten Schnitt, schont die Holzfasern und fördert eine vergleichsweise schnelle Wundheilung. Aus diesem Grund eignet sich die Bypass-Technik vor allem für frisches, lebendes Holz.
Ein Nachteil besteht allerdings im höheren Kraftaufwand. Das Schneiden erfordert deutlich mehr Handkraft als bei einer Amboss-Astschere. Viele Hersteller begegnen diesem Problem inzwischen mit einer kraftsparenden Getriebeübersetzung, die den erforderlichen Kraftaufwand spürbar reduziert und längeres Arbeiten angenehmer macht.
Insgesamt eignet sich eine Astschere mit Bypass-System in erster Linie zum Schneiden von frischem, lebendem Holz. Dazu zählen insbesondere junge Triebe sowie Äste, bei denen ein möglichst sauberer Schnitt entscheidend für die Gesundheit der Pflanze ist.
Plus- und Minuspunkte einer Bypass-Astschere
- Erste Wahl für frisches und lebendes Holz
- Sauberer und besonders präziser Schnitt
- Schnelle Wundheilung und optimale Schonung der Pflanze
- Relativ hoher Kraftaufwand erforderlich
- Für sehr hartes Holz und eine besonders große Schnittstärke weniger geeignet
Was ist eine Amboss-Astschere und für welche Gartenarbeit eignet sich dieses System?
Eine Amboss-Baumschere beziehungsweise eine Astschere mit Amboss-Mechanik besitzt lediglich eine scharfe Klinge. Beim Schneiden drückt diese den Ast gegen den sogenannten Amboss, also die breite untere Klinge, die je nach Modell glatt oder geriffelt ausgeführt ist. Dieses Funktionsprinzip reduziert den Kraftaufwand deutlich. Selbst hartes Holz lässt sich dadurch vergleichsweise leicht durchtrennen.
Gerade für Anwender mit geringerer Handkraft stellt eine Amboss-Astschere deshalb eine sinnvolle Wahl dar. Im Vergleich zur Bypass-Technik fällt der Schnitt allerdings weniger sauber aus. Die Holzfasern werden stärker gequetscht, wodurch die Schnittfläche ungleichmäßiger wird.
Bei altem oder abgestorbenem Holz spielt dieser Nachteil kaum eine Rolle. Anders sieht es bei frischen Trieben aus. Beschädigte Holzfasern verzögern die Wundheilung und erhöhen das Risiko, dass Krankheitserreger, Pilze oder Schädlinge in die Pflanze eindringen. Vor allem bei empfindlichen Gehölzen empfiehlt sich deshalb der Einsatz einer Bypass-Astschere.
Vor- und Nachteile einer Amboss-Astschere auf einen Blick
- Kraftsparendes Arbeiten und für schwächere Hände geeignet
- Auch für eine größere Schnittstärke geeignet
- Erste Wahl für hartes, altes und abgestorbenes Holz
- Kein so sauberer und präziser Schnitt wie mit einer Bypass-Schere
- Langsamere Wundheilung und für empfindliche Gehölze weniger geeignet
Seit wann gibt es Astscheren?
Seit Menschen Gärten pflegen, werden Schneidwerkzeuge benötigt. Die Gartenschere ist jedoch erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts offiziell bekannt. Als Erfinder gilt der französische Politiker und Adelige Antoine-François Bertrand de Molleville. Seit wann die Astschere als verstärkte und speziell für stärkere Äste entwickelte Variante der Gartenschere entstand, ist dagegen bis heute nicht eindeutig erforscht.
Aus der modernen Gartenpflege ist die Astschere inzwischen nicht mehr wegzudenken. Über viele Jahrhunderte hinweg wurden Äste und Zweige jedoch überwiegend mit mechanischen Sägen zurückgeschnitten. Vor allem beim Rückschnitt von Obstbäumen bietet die Astschere deutliche Vorteile. Welche das sind und worauf beim Obstbaumschnitt zu achten ist, zeigt das folgende Video:
Was sind typische Fehler beim Arbeiten mit einer Astschere?
Beim Arbeiten mit einer Astschere entstehen die ersten Fehler oft schon bei der Auswahl und Vorbereitung des Werkzeugs. Ein häufiger Irrtum besteht darin, eine ungeeignete Scherenart für die jeweilige Holzart einzusetzen. So wird hartes Holz häufig mit einer Bypass-Schere geschnitten, obwohl sich dafür eine Amboss-Schere deutlich besser eignet. Die Folge sind gequetschte statt sauber durchtrennter Äste. Ebenso häufig werden Äste geschnitten, deren Durchmesser die maximale Schnittstärke der Astschere deutlich überschreitet. Das erhöht nicht nur den Kraftaufwand erheblich, sondern steigert auch das Risiko für beschädigte Klingen oder verbogene Mechaniken. Darüber hinaus treten beim Arbeiten mit einer Astschere weitere typische Fehler auf, die sich mit wenigen Maßnahmen vermeiden lassen:
- Stumpfe oder verschmutzte Klingen: Ein häufiger Fehler ist das Arbeiten mit stumpfen oder verschmutzten Klingen. Harz, Rost und abgestumpfte Schneiden erschweren präzise Schnitte und belasten sowohl Hände und Gelenke als auch die Pflanzen deutlich stärker.
- Mangelnde Wartung: Die regelmäßige Pflege der Astschere wird häufig unterschätzt. Ohne Reinigung, Ölung und Nachschärfen verliert selbst eine hochwertige Astschere für mehr als 80 Euro vergleichsweise schnell an Leistungsfähigkeit und Schneidkomfort.
- Schnitttechnik: Fehler bei der Schnitttechnik können langfristig sowohl der Pflanze als auch der Astschere schaden. Häufig wird der Schnitt zu weit vom Astkragen entfernt angesetzt, sodass lange Stummel stehen bleiben. Diese trocknen rasch aus und bieten Pilzen sowie Krankheitserregern ideale Angriffsflächen. Ebenso problematisch sind zu nahe oder schräg angesetzte Schnitte, da sie die natürliche Wundheilung beeinträchtigen. Außerdem sollten Äste niemals mit einer drehenden oder ruckartigen Bewegung durchtrennt werden. Dadurch entstehen ausgefranste Schnittflächen und Arme sowie Gelenke werden unnötig belastet.
- Zu viel Kraft: Ebenfalls häufig wird versucht, Äste ausschließlich mit Muskelkraft zu durchtrennen. Gerade bei langen Astscheren sollte die Kraft aus der gesamten Armbewegung und der Hebelwirkung des Werkzeugs kommen, nicht nur aus den Handgelenken. Hektisches Arbeiten oder eine verkantete Schere erhöhen zusätzlich das Risiko für Materialschäden und ungenaue Schnitte.
- Sicherheit beim Arbeiten: Die Arbeitssicherheit wird oft unterschätzt. Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille gehören zur empfohlenen Ausrüstung, da Äste plötzlich zurückfedern oder Holzsplitter wegspringen können. Besonders riskant ist das Arbeiten über Kopf auf einer instabilen Leiter, weil dabei das Gleichgewicht schnell verloren gehen kann.
- Falsche Lagerung: Nach dem Einsatz wird die Astschere häufig ungepflegt im Freien oder in feuchten Schuppen gelagert. Dadurch kann Rost entstehen, Gelenke können schwergängig werden und Klingen abstumpfen. Das führt beim nächsten Einsatz erneut zu unsauberen Schnitten und einem höheren Kraftaufwand.

Welche Marken von Astscheren sind im Handel vertreten?
Unter den Herstellern von Ast- und Baumscheren finden sich traditionsreiche Unternehmen mit jahrhundertelanger Geschichte ebenso wie vergleichsweise junge Marken. Die folgende Übersicht stellt einige der bekanntesten Hersteller vor:
- Fiskars stammt aus Finnland und zählt zu den ältesten Marken Europas. Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 1649 als Eisenhütte gegründet und produziert seit dem Jahr 1832 Schneidwerkzeuge, unter anderem für die Landwirtschaft. Im Jahr 1967 brachte Fiskars zudem die erste Haushaltsschere mit Kunststoffgriff auf den Markt. Heute umfasst das Sortiment Garten- und Astscheren ebenso wie Besen, Rechen, Messer, Pfannen und Bastelzubehör.
- Gardena gehört zu den bekanntesten deutschen Herstellern von Gartengeräten und Gartenwerkzeugen. Die Unternehmensgeschichte reicht bis in das Jahr 1961 zurück. Seitdem entwickelt Gardena unter anderem Rasenmäher, Baumscheren, Freischneider, Vertikutierer sowie umfangreiches Gartenzubehör. Seit dem Jahr 2007 gehört das Unternehmen zur schwedischen Husqvarna Group.
- WOLF-Garten ist ebenfalls eine traditionsreiche deutsche Marke für Gartenwerkzeuge, darunter Astscheren. Produziert wird unter anderem in Sankt Wendel im Saarland, in Etzbach an der Sieg sowie in Ungarn. Das Unternehmen gehört inzwischen zur MTD-Produktfamilie innerhalb von Stanley Black & Decker, einem der weltweit führenden Hersteller von Gartengeräten.
- GRÜNTEK ist eine Marke des Unternehmens S&R Industriewerkzeuge aus Gundelfingen. Angeboten werden verschiedene Gartenwerkzeuge und Gartengeräte, darunter auch Astscheren.
- FELCO ist eine familiengeführte Marke aus der Schweiz. Das Unternehmen hat sich auf hochwertige Schneidwerkzeuge für Garten und Haushalt spezialisiert.
- BLACK+DECKER zählt heute zu den etablierten Marken im Bereich Garten- und Heimwerkerwerkzeuge. Neben Gartengeräten umfasst das Sortiment zahlreiche Werkzeuge für Heimwerker.
- Siena Garden ist eine bekannte Gartenmarke, die im Jahr 2005 gegründet wurde und zur H. Gautzsch GmbH & Co. KG gehört. Angeboten werden Gartenmöbel, Gartengeräte, Pflanzgefäße und weiteres Zubehör für den Garten.
- Meister ist ein deutsches Unternehmen aus Wuppertal, das bereits seit dem Jahr 1876 Handwerkzeuge und Gartengeräte herstellt. Zum Sortiment gehören unter anderem Gartenscheren und Astscheren.

Wie ist eine Astschere richtig zu pflegen und aufzubewahren?
Eine Baumschere ist ein robustes und langlebiges Gartengerät, das bei guter Pflege problemlos über Jahrzehnte hinweg eingesetzt werden kann. Voraussetzung dafür ist allerdings eine regelmäßige Wartung. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Klingen, da sie maßgeblich über die Schnittleistung entscheiden. Nach jeder Gartenarbeit sollten sie gründlich gereinigt werden. Dafür eignet sich am besten ein weiches Tuch, mit dem sich Harz, Schmutz und Pflanzenreste entfernen lassen. Anschließend empfiehlt sich das Ölen der beweglichen Teile, damit die Mechanik dauerhaft leichtgängig bleibt und vor Korrosion geschützt wird.
Viele Hersteller bieten zudem passendes Ersatzzubehör an, allen voran Ersatzklingen. Darüber hinaus sind spezielle Pflegesets erhältlich, die auf die Wartung von Astscheren abgestimmt sind. produktvergleich.de empfiehlt, eine Astschere an einem trockenen und kühlen Ort aufzubewahren, idealerweise hängend. Eine einfache Halterung lässt sich beispielsweise aus einem stabilen Draht anfertigen. Weitere Informationen zur Pflege von Astscheren und anderen Gartenwerkzeugen liefert das folgende Video:
Wie alte oder kaputte Astscheren umweltgerecht entsorgen?
Wer eine alte oder defekte Astschere entsorgen möchte, ist häufig unsicher, welcher Entsorgungsweg der richtige ist. Zunächst sollte zwischen einer rein mechanischen Astschere aus Metall mit Kunststoffgriffen, wie sie produktvergleich.de getestet hat, und einer elektrischen Astschere mit Akku unterschieden werden. Mechanische Astscheren gehören keinesfalls in den Restmüll. Stattdessen sollten sie bei einem Metallrecyclingbetrieb, einem Schrotthändler oder auf einem Wertstoffhof abgegeben werden. Bei Akkuscheren gilt zusätzlich: Akku oder Batterie müssen vor der Entsorgung entfernt und an einer geeigneten Sammelstelle für Schadstoffe oder Altbatterien abgegeben werden.
Nach der Abgabe auf dem Wertstoffhof beginnt der Recyclingprozess. Zunächst werden die verschiedenen Metalle voneinander getrennt. Eisenhaltige Bestandteile werden mithilfe von Magneten aussortiert, Nichteisenmetalle wie Aluminium durch sogenannte Wirbelstromabscheidung. Anschließend werden die Metalle eingeschmolzen und zu neuen Rohstoffen verarbeitet. Kunststoffteile werden gereinigt, zerkleinert und zu Regranulat aufbereitet. Gummierte Bestandteile lassen sich dagegen meist nur eingeschränkt recyceln und werden häufig thermisch verwertet oder zu Sekundärprodukten verarbeitet. Elektronikbauteile und Akkus gelangen in spezielle Recyclinganlagen. Dort werden die Zellen zunächst sicher entladen und anschließend wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt und Kupfer zurückgewonnen.
Wer Akkus irrtümlich im Restmüll entsorgt, geht erhebliche Risiken ein. Beschädigte Akkus können Brände verursachen. Zudem besteht die Gefahr, dass giftige Metalle und Elektrolytflüssigkeiten in den Boden gelangen. Kunststoffteile zerfallen langfristig zu Mikroplastik und belasten Böden sowie Gewässer. Gleichzeitig gehen wertvolle Metalle verloren, deren Neugewinnung zusätzlichen Rohstoffabbau und höhere Kohlendioxid-Emissionen verursacht. Auch die unsachgemäße Verbrennung von Kunststoffen setzt schädliche Stoffe frei.
Wann sollten Bäume und Sträucher geschnitten werden?
Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt von Bäumen und Sträuchern ist entscheidend für ein gesundes Wachstum, eine ansprechende Wuchsform sowie eine reiche Blüte oder Ernte. Viele Gehölze werden bevorzugt im Winter oder im frühen Frühjahr zurückgeschnitten, wenn sie sich in der Vegetationsruhe befinden und noch kein Laub tragen. In dieser Zeit sind die Äste gut sichtbar und die Pflanzen treiben nach dem Rückschnitt besonders kräftig aus. Vor allem Obstbäume wie Apfel- oder Birnbäume profitieren von einem fachgerecht ausgeführten Winterschnitt.
Bei blühenden Sträuchern richtet sich der optimale Schnittzeitpunkt nach der jeweiligen Blütezeit. Frühjahrsblüher wie Flieder, Zierkirschen oder Forsythien sollten unmittelbar nach der Blüte zurückgeschnitten werden, da sie ihre Blütenknospen bereits im Vorjahr anlegen. Ein kräftiger Winterschnitt würde deshalb die Blütenfülle im folgenden Frühjahr deutlich verringern. Sommerblüher wie Sommerflieder oder Rispenhortensien bilden ihre Blüten dagegen an neuen Trieben. Sie können daher im späten Winter oder frühen Frühjahr problemlos auch stärker zurückgeschnitten werden.
Auch Hecken und immergrüne Sträucher benötigen regelmäßige Pflegeschnitte. Leichte Formschnitte erfolgen meist im Frühjahr oder Sommer und fördern einen dichten, gleichmäßigen Wuchs. Auf Schnittarbeiten bei großer Hitze, Frost oder intensiver Sonneneinstrahlung sollte jedoch verzichtet werden, da frische Schnittstellen in diesen Situationen besonders empfindlich reagieren. Als ideal gelten trockene Tage mit milden Temperaturen, weil die Wunden dann besonders gut verheilen.
Häufig gestellte Fragen rund um die Astschere im Überblick
In diesem Abschnitt beantwortet der Ratgeber die häufigsten Fragen rund um die Astschere. Einige Themen wurden bereits ausführlich erläutert. Deshalb fallen einzelne Antworten bewusst kürzer aus und verweisen auf die entsprechenden Abschnitte des Kaufratgebers.
- Wo ist eine Astschere zu kaufen? Astscheren sind sowohl im Internet als auch im Fachhandel erhältlich. Zeitweise führen außerdem Supermärkte oder Discounter Gartengeräte als Aktionsware. Der Onlinekauf bietet den Vorteil einer großen Modellauswahl und ermöglicht einen direkten Preisvergleich. Außerdem stehen zahlreiche ausführliche und objektiv recherchierte Kaufratgeber zur Verfügung. Wer sich für den Fachhandel entscheidet, profitiert dagegen von einer persönlichen Beratung und kann viele Modelle vor dem Kauf in die Hand nehmen oder testen. Die Auswahl fällt dort allerdings meist kleiner aus.
- Was kostet eine Astschere? Die meisten Astscheren bewegen sich preislich im mittleren zweistelligen Bereich. Mehr als 60 Euro kosten in der Regel nur besonders hochwertige Modelle mit exzellenter Verarbeitung, langlebigen Materialien und einer umfangreichen Ausstattung.
- Wie groß sollte eine Astschere sein? Die Länge der Handgriffe bestimmt zugleich die Gesamtlänge der Astschere. Je nach Modell beträgt sie zwischen 50 und 100 Zentimetern. Teleskopgriffe ermöglichen eine mehrstufige oder stufenlose Anpassung an die jeweilige Arbeitssituation und Körpergröße. Grundsätzlich gilt: Je länger die Griffe, desto größer ist die Hebelwirkung und desto geringer fällt der erforderliche Kraftaufwand aus.
- Muss eine Astschere über ein Getriebe verfügen? Nein. Ein Getriebe erleichtert das Arbeiten zwar spürbar, ist aber keine zwingende Voraussetzung für eine gute Astschere. Ebenso entscheidend für eine hohe Kraftübertragung sind eine durchdachte Klingengeometrie und eine hochwertige Mechanik.
- Was wiegt eine Astschere? Im Handel sind Modelle mit einem Eigengewicht zwischen etwa 500 und 1.600 Gramm erhältlich. Leichtere Astscheren erleichtern insbesondere längere Arbeiten oder Schnitte über Kopf und werden deshalb häufig als komfortabler empfunden.
- Ist eine Bypass- oder Amboss-Schere die bessere Wahl? Soll lediglich eine einzige Astschere angeschafft werden, empfiehlt sich in den meisten Fällen ein Modell mit Bypass-Mechanik. Zwar ist dafür etwas mehr Kraft erforderlich, dafür entstehen deutlich sauberere Schnitte, die insbesondere empfindlichen Pflanzen zugutekommen.
- Ist eine Antihaftbeschichtung notwendig? Der Kaufratgeber erläutert die Vorteile der Antihaftbeschichtung ausführlich. Aus Sicht von produktvergleich.de zählt sie zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen einer hochwertigen Astschere, da sie die Schnittleistung verbessert und das Anhaften von Pflanzensäften reduziert.
- Benötigt eine Astschere regelmäßige Wartung? Ja. Eine regelmäßige Reinigung, das Ölen der beweglichen Teile sowie das Nachschärfen der Klingen sorgen für eine dauerhaft hohe Schnittleistung und verlängern die Lebensdauer des Werkzeugs deutlich.
- Wo ist eine Baumschere zu entsorgen? Defekte mechanische Astscheren gehören auf den Wertstoffhof oder zu einer geeigneten Sammelstelle für Metall. Akkubetriebene Modelle müssen zuvor von Akku oder Batterie getrennt werden. Ist die Astschere noch funktionstüchtig, empfiehlt produktvergleich.de eine Weitergabe oder einen Verkauf statt einer Entsorgung.
Leitfaden: 5 Schritte zum Wunschprodukt
Die Wahl der passenden Astschere hängt von mehreren Faktoren ab. Die folgenden Schritte helfen dabei, das Modell zu finden, das den persönlichen Anforderungen am besten entspricht:
- Welche Astschere wird benötigt – eine Amboss- oder eine Bypass-Baumschere? Die jeweiligen Einsatzgebiete wurden im Kaufratgeber bereits ausführlich erläutert. Soll nur eine einzige Astschere angeschafft werden, empfiehlt sich in den meisten Fällen ein Modell mit Bypass-Mechanik.
- Welche Gehölze wachsen im Garten? Art und Stärke der vorhandenen Bäume und Sträucher bestimmen maßgeblich die erforderliche maximale Schnittstärke. Gleichzeitig spielen auch die vorhandenen Gartenwerkzeuge und die persönlichen Arbeitsgewohnheiten eine Rolle. Wer stärkere Äste grundsätzlich mit einer Säge entfernt, benötigt oft keine besonders hohe Schnittleistung. Wird dagegen überwiegend mit der Astschere gearbeitet, lohnt sich ein Modell mit möglichst großem Einsatzbereich.
- Steht ein hoher Bedienkomfort im Vordergrund? Dann empfiehlt sich eine Astschere mit rutschfesten, gummierten Griffen, einem möglichst geringen Eigengewicht und einem wirkungsvollen Stoßdämpfer. Diese Merkmale erleichtern längere Arbeiten spürbar.
- Ist eine möglichst hohe Kraftersparnis wichtig? In diesem Fall empfiehlt sich eine Astschere mit Getriebe oder einer besonders effizienten Klingengeometrie. Beide Systeme verbessern die Kraftübertragung und reduzieren den erforderlichen Kraftaufwand beim Schneiden.
- Ist maximale Flexibilität gefragt? Werden unterschiedliche Gartenarbeiten erledigt oder nutzen mehrere Personen dieselbe Astschere, bieten Teleskopgriffe deutliche Vorteile. Sie ermöglichen eine schnelle Anpassung der Grifflänge an die jeweilige Arbeitssituation und Körpergröße.
Einige praktische Tipps und Tricks zum sauberen Schneiden von Ästen sowie zur anschließenden Pflege der Schnittstellen zeigt das folgende Video:
Wie werden Klingen richtig desinfiziert, um Baumkrankheiten zu verhindern?
Wer im eigenen Garten Bäume und Sträucher schneidet, wechselt häufig ohne Unterbrechung von einer Pflanze zur nächsten. Genau darin liegt jedoch ein oft unterschätztes Risiko. Verschmutzte Klingen können Krankheitserreger übertragen und so dazu beitragen, dass sich Bakterien oder Pilze von Baum zu Baum ausbreiten. Gelangen diese Keime über frische Schnittstellen in das Pflanzengewebe, drohen Blattverlust, Ertragseinbußen oder im schlimmsten Fall das Absterben ganzer Äste. Umso wichtiger ist eine fachgerechte Desinfektion der Klingen.
Schritt für Schritt: So gelingt die richtige Desinfektion
Nach dem Schneiden kranker oder verdächtiger Pflanzen sollten die Klingen einer Astschere grundsätzlich desinfiziert werden. Dasselbe gilt beim Wechsel zwischen verschiedenen Bäumen oder Sträuchern. Besonders bei sichtbaren Anzeichen wie Blattflecken, schleimigen Stellen oder Pilzfruchtkörpern ist eine gründliche Reinigung und Desinfektion unverzichtbar.
- Vorbereitung: Für die Desinfektion sind Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille empfehlenswert. Zunächst sollte die Astschere auf grobe Verschmutzungen kontrolliert werden. Erde, Harz und Pflanzenreste müssen entfernt werden, da sie die Wirkung des Desinfektionsmittels deutlich beeinträchtigen können.
- Grobreinigung: Die Klingen werden zunächst mit einem alten Tuch oder Papiertuch gründlich abgewischt. Hartnäckige Harz- oder Rindenreste lassen sich am besten mit einer Bürste entfernen. Erst wenn keine sichtbaren Verschmutzungen mehr vorhanden sind, sollte die eigentliche Desinfektion erfolgen.
- Reinigung mit Seifenwasser: Anschließend werden die Klingen mit warmem Seifenwasser gereinigt. Empfehlenswert ist ein neutrales Spülmittel. Wird Seife verwendet, sollte anschließend immer gründlich mit klarem Wasser nachgespült werden, da Seifenreste die Wirksamkeit des Desinfektionsmittels herabsetzen können.
- Geeignetes Desinfektionsmittel auswählen: Nach den Erfahrungen der produktvergleich.de-Tester eignen sich insbesondere 70-prozentiger Ethanol oder Isopropylalkohol sowie 3-prozentige Wasserstoffperoxid-Lösungen. Mit diesen Mitteln lassen sich die meisten Pflanzenpathogene zuverlässig abtöten. Alternativ kann auch Haushaltsbleiche auf Basis von Natriumhypochlorit verwendet werden.
- Desinfektion durchführen: Bei Alkohol genügt in der Regel eine Einwirkzeit von 30 bis 60 Sekunden. Die Klinge kann entweder vollständig in die Lösung eingetaucht oder mit einem getränkten Tuch sorgfältig abgewischt werden. Bei Wasserstoffperoxid sollte die Einwirkzeit mindestens 60 Sekunden betragen. Das vollständige Eintauchen der Klinge erzielt meist bessere Ergebnisse als ein kurzes Abwischen.
- Nachbehandlung: Wird Haushaltsbleiche verwendet, sollten die Klingen anschließend gründlich mit Wasser abgespült werden, um Korrosion vorzubeugen. Danach werden sie vollständig getrocknet und alle beweglichen Teile leicht eingeölt. Das schützt zuverlässig vor Rost und erhält die Leichtgängigkeit der Mechanik.
Was sagt der Astscheren-Test der Stiftung Warentest über diese Gartengeräte aus?
Die renommierte Stiftung Warentest veröffentlichte bereits im Jahr 2015 einen Test von Garten- und Astscheren. Insgesamt mussten sich 12 Modelle dem Vergleich stellen, darunter Bypass- und Amboss-Scheren sowie Astscheren mit Teleskopgriffen.
Im Mittelpunkt der Bewertung standen vor allem die Schnittqualität und die Haltbarkeit der Werkzeuge. Darüber hinaus flossen Ergonomie, Reparierbarkeit und Sicherheitsaspekte in das Gesamturteil ein. Zu den Testsiegern zählten unter anderem Astscheren der Fiskars-PowerGear-Serie sowie Modelle von Gardena Classic, Siena Garden, WOLF-Garten und Original Löwe.
Existieren weitere unabhängige Astscheren-Tests?
Astscheren gehören zu den Gartenwerkzeugen, die regelmäßig von unabhängigen Institutionen getestet werden. So veröffentlichte das österreichische Verbrauchermagazin Konsument bereits im Jahr 2015 einen Vergleich von 11 Astscheren, darunter Modelle von Fiskars, Bahco und WOLF-Garten.
Bewertet wurden unter anderem die Schnittqualität, die Ergonomie, die Sicherheit sowie die Haltbarkeit der Werkzeuge. Zu den Favoriten der Tester gehörten insbesondere Astscheren von Gardena und WOLF-Garten.
Glossar – wichtige Begriffe einfach erklärt
Was Leser außerdem wissen wollen
Welche Astscheren sind die besten?
Welche Produkte haben im Test von produktvergleich.de besonders überzeugt – und aus welchen Gründen?
Quellenangaben
- test.de
- oekotest.de
- konsument.at
- selbst.de
- test.de
- ndr.de
- gartenflora.de
- heimwerker-test.de
- wolf-garten.com
- felco.com
- de.wikipedia.org
- ndr.de
- gesetze-im-internet.de
- gardena.com
- gardena.com
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| Platz 1: Sehr gut (1,1) | FELCO 221-90 Astschere ⭐️ | 05/2026 | 109,95€1 | Zum Angebot* |
| Platz 2: Sehr gut (1,2) | Gardena EnergyCut 750 B Astschere | 05/2026 | 32,40€1 | Zum Angebot* |
| Platz 3: Gut (1,5) | Fiskars PowerGear II L70 Astschere | 05/2026 | 35,99€1 | Zum Angebot* |
| Platz 4: Gut (1,7) | WOLF-Garten Power Cut RS 750 Astschere | 05/2026 | 41,96€1 | Zum Angebot* |
| Platz 5: Gut (2,2) | GRÜNTEK XT 685 Astschere | 05/2026 | 45,95€1 | Zum Angebot* |
| Platz 6: Befriedigend (2,5) | Siena Garden Pro Alu 358328 Astschere | 05/2026 | 37,06€1 | Zum Angebot* |







