Die 9 besten Schlagbohrmaschinen im Test inklusive Testsieger 2026
Wenn der Bohrer in Beton beißt, trennt sich die Spreu vom Werkzeugstahl. Kurz gesagt: Nicht jede Schlagbohrmaschine ist den Anforderungen gewachsen, die widerspenstige Materialien wie Beton oder Mauerwerk stellen. Um herauszufinden, welcher Schlagbohrer für Handwerker die beste Wahl ist, hat die produktvergleich.de-Redaktion 9 verschiedene Modelle getestet. Das waren sechs kabelgebundene und drei akkubetriebene Maschinen. Gemessen wurden unter anderem die benötigte Zeit für verschiedene Bohrungen, der erforderliche Kraftaufwand sowie das Verhalten der Maschinen unter Last. Darüber hinaus flossen die Verarbeitungsqualität, der Bedienkomfort und die Ausstattung in die Bewertung ein. Mit Ausnahme der Brüder Mannesmann M12507 konnten alle Schlagbohrmaschinen die gestellten Testaufgaben erfolgreich absolvieren.
Testsieger im Schlagbohrmaschinen-Test wurde die Makita HP2051FJ. Sie überzeugte mit einer sehr hohen Bohrleistung, einer guten Ausstattung und dem besten Gesamtpaket im Test. Als einzige kabelgebundene Schlagbohrmaschine verfügt sie über ein Zwei-Gang-Getriebe, wodurch sie sich besonders flexibel für unterschiedliche Arbeiten einsetzen lässt. Die beste Akku-Schlagbohrmaschine im Test war die WORX NITRO WX352.4. Trotz ihrer kompakten Bauform bietet sie eine überraschend hohe Leistung und eignet sich dank 22 Drehmomenteinstellungen und Zwei-Gang-Getriebe auch hervorragend für Schraubarbeiten. Wer gezielt nach einer besonders leistungsstarken Schlagbohrmaschine für anspruchsvolle Bohrarbeiten sucht, sollte einen Blick auf die Bosch Professional GSB 16 RE werfen. Sie zeigte im Test die höchste Motorleistung und erwies sich als besonders robustes Arbeitstier für harte Einsätze in Beton, Mauerwerk oder Stahl. Ebenfalls positiv aufgefallen sind die Metabo SBE 650 als einzige Schlagbohrmaschine mit Zahnkranzbohrfutter und die WORX Nitro WX355.9 als kleinster und leichtester Schlagbohrer im Test.
Im Anschluss an die Testergebnisse folgt ein ausführlicher Ratgeber rund um Schlagbohrmaschinen. Dort wird erklärt, wie Schlagbohrmaschinen funktionieren, welche Unterschiede zwischen Akku- und Kabelmodellen bestehen und worauf beim Kauf besonders zu achten ist. Die Antworten auf häufig gestellte Fragen finden sich in einem FAQ-Bereich. Abschließend wird ein Blick auf Schlagbohrmaschinen-Tests von Stiftung Warentest und anderen unabhängigen Quellen geworfen.
produktvergleich.de empfiehlt diese Schlagbohrmaschinen

"Produktvergleich.de Testsieger"

"Beste Akku-Schlagbohrmaschine im Test"

"Beste Schlagbohrmaschine für schwere Bohrarbeiten"

"Einzige Schlagbohrmaschine mit Zahnkranzbohrfutter im Test"

"Kleinste Schlagbohrmaschine im Test"
- 1. produktvergleich.de empfiehlt diese Schlagbohrmaschinen
- 1.1. Makita HP2051FJ Schlagbohrmaschine (Produktvergleich.de Testsieger)
- 1.2. WORX NITRO WX352.4 Schlagbohrmaschine (Beste Akku-Schlagbohrmaschine im Test)
- 1.3. Bosch Professional GSB 16 RE Schlagbohrmaschine (Beste Schlagbohrmaschine für schwere Bohrarbeiten)
- 1.4. Metabo SBE 650 Schlagbohrmaschine (Einzige Schlagbohrmaschine mit Zahnkranzbohrfutter im Test)
- 1.5. WORX NITRO WX355.9 Schlagbohrmaschine (Kleinste Schlagbohrmaschine im Test)
- 2. Alle Produkte aus dem Schlagbohrmaschine-Test
- 3. Vergleichstabelle mit allen Produktdetails
- 4. So hat produktvergleich.de getestet
- 5. Alle Infos zum Thema
Inhalt
1. Testsieger: Makita HP2051FJ Schlagbohrmaschine

Die Makita HP2051FJ ist ein Profi-Modell, das nicht nur Leistung bringt, sondern auch komfortabel zu handhaben ist – und sich damit den ersten Platz im Schlagbohrmaschinen-Test auf produktvergleich.de gesichert hat. Das macht sie aber nicht unbedingt zur besten Wahl für alle. Wer auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achtet oder die Flexibilität akkubetriebener Werkzeuge schätzt, ist bei anderen Modellen eventuell besser aufgehoben.
Der Ersteindruck der Makita HP2051FJ fiel sehr hochwertig aus, was in der Profiklasse aber auch zu erwarten ist. Die Schlagbohrmaschine hat ein Getriebegehäuse aus Aluminium-Druckguss und ein Vollmetall-Bohrfutter, das im Test spielfrei auf der Spindel saß. Scharfe Kanten, auffällige Spaltmaße oder sonstige Verarbeitungsmängel waren nicht festzustellen. Etwas getrübt wurde der Ersteindruck allerdings durch leichte Ölflecken im Koffer und am Gerät. Nach dem Abwischen trat das Problem aber nicht erneut auf, sodass hier nicht von einem Defekt auszugehen ist.
Im Lieferumfang enthalten waren die Schlagbohrmaschine selbst, ein Transportkoffer, ein Zusatzhandgriff, ein Tiefenanschlag und eine Bedienungsanleitung. Der Koffer sammelte im Test Pluspunkte, nicht nur durch seine gute Verarbeitungsqualität, sondern auch durch seine Geräumigkeit. Die Maschine lässt sich darin samt Zusatzhandgriff verstauen. Praktisch ist zudem, dass sich der Koffer abschließen lässt. Weniger gut: Eine passende Aussparung für den Tiefenanschlag fehlt.
Bei der Ausstattung gehört die Makita HP2051FJ zu den besten Modellen im Test. Neben ihrem Zwei-Gang-Getriebe bietet sie ein LED-Arbeitslicht, eine Sicherheitskupplung, eine stufenlose Drehzahlregelung und ein hochwertiges Schnellspannbohrfutter mit Klicksystem. Damit ist die Makita funktional auch besser ausgestattet als das Profi-Modell von Bosch (Professional GSB 16 RE), welches zwar sehr stark bohrt, aber weder LED noch Zwei-Gang-Getriebe bietet.
Der Makita-Schlagbohrmaschine steht eine Nennaufnahmeleistung von 720 Watt zur Verfügung. Damit ist sie sehr leistungsstark, hinkt im Vergleich zum Profi-Modell von Bosch aber um 30 Watt hinterher. Die Drehzahl liegt je nach Gang bei bis zu 1.200 oder 2.900 Umdrehungen pro Minute. Dabei erreicht die Maschine eine Schlagzahl von bis zu 58.000 Schlägen pro Minute – der höchste Wert im Testfeld. Das Bohrfutter nimmt Bohrer von 1,5 bis 13 Millimetern auf. Die maximalen Bohrdurchmesser gibt Makita mit 40 Millimetern in Holz, 20 Millimetern in Beton und 13 Millimetern in Metall an.
Im Praxistest lieferte sich die Makita HP2051FJ ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Bosch Professional GSB 16 RE. In Holz benötigte sie mit einem 12-Millimeter-Bohrer nur 4 Sekunden für eine 4 Zentimeter tiefe Bohrung und lag damit knapp hinter der Konkurrenz von Bosch. In Stahl schaffte sie 4 Millimeter mit einem 8-Millimeter-Bohrer in 13 Sekunden, was ebenfalls ein sehr guter Wert ist. Ihre größte Stärke zeigte die Maschine aber in Beton: Für 4 Zentimeter mit einem 10-Millimeter-Bohrer benötigte sie nur 30 Sekunden und war damit sogar etwas schneller als die Bosch Professional GSB 16 RE. Erreicht wurde dieser Wert im ersten Gang. Im zweiten Gang dauern Betonbohrungen etwas länger. Dabei bohrte die Schlagbohrmaschine von Makita nicht nur schnell, sondern lieferte auch insgesamt eine gute Performance ab. Der Motor lief gleichmäßig, Getriebegeräusche oder Rasseln traten nicht auf. Auch Leistungseinbrüche waren im Test nicht zu beobachten.
In der Handhabung zeigt sich der größte Nachteil der Makita: Mit 2,3 Kilogramm war sie das schwerste Modell im Test und liegt mit ihrem kopflastigen Aufbau nicht besonders gut in der Hand. Der Einhandbetrieb ist möglich, wird aber deutlich schneller anstrengend als bei leichteren Modellen wie der Bosch EasyImpact 600, der Metabo SBE 650 oder den kompakten WORX-Geräten. Davon abgesehen war der Bedienkomfort aber gut. Der Griff ist angenehm dimensioniert und bot einen guten Halt. Auch Zusatzgriff und Tiefenanschlag funktionierten im Test, wie sie sollten – obwohl letzterer bedauerlicherweise keine Zentimeterskala bietet. Positiv aufgefallen ist zudem das Schnellspannbohrfutter mit Klicksystem. Beim Festziehen signalisiert ein deutlich hörbares Klicken, dass der Bohrer ausreichend gespannt ist. Das erleichtert das Abschätzen der nötigen Spannkraft erheblich. Eine kurze Vorführung der Makita HP2051FJ gibt es im folgenden Video:
Wenngleich die Profi-Schlagbohrmaschine von Bosch geringfügig leichter ist, hatte die Makita HP2051FJ bezüglich Handhabung die Nase vorn. Einerseits liegt das am integrierten Arbeitslicht, welches das Bohren an schlecht beleuchteten Orten maßgeblich erleichtert. Weiterhin gestaltet sich das Bohren selbst etwas bequemer, denn die Vibrationen fallen bei der Schlagbohrmaschine von Makita spürbar geringer aus. Auf der Gegenseite steht das Stromkabel der Makita HP2051FJ, das mit 2,5 Metern im Gegensatz zu den 4 Metern des Bosch-Modells deutlich kürzer ist. Das lässt sich allerdings leicht durch ein Verlängerungskabel ausgleichen, während sich eine Vibrationsdämpfung nicht einfach nachrüsten lässt.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Bei der Makita HP2051FJ stimmt nahezu alles. Die Schlagbohrmaschine ist von hervorragender Verarbeitungsqualität und qualifiziert sich mit ihrer hohen Leistung für alle typischen Einsatzzwecke ihrer Geräteklasse. Obendrein ist die Maschine auch hervorragend ausgestattet, hat sie doch Zwei-Gang-Getriebe, Vibrationsdämpfung und LED-Arbeitslicht. Der Bedienkomfort ist zwar nicht perfekt, vor allem im Hinblick auf Gewicht und Kabellänge, fiel aber besser aus als bei der Profi-Konkurrenz von Bosch. Anzumerken bleibt, dass eine Schlagbohrmaschine dieser Klasse nicht für jeden die beste Wahl ist. Wer nur gelegentlich bohrt, greift im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis eher zu einem Modell wie der Metabo SBE 650 oder der Bosch EasyImpact 600.




























































- Hervorragende Ergebnisse beim Bohren in Holz, Metall und Beton
- Einzige kabelgebundene Schlagbohrmaschine mit 2-Gang-Getriebe
- Arbeitet zuverlässig in Holz, Stein und Beton
- Hohe Schlagzahl von bis zu 58.000 Schlägen pro Minute
- Hohe maximale Bohrdurchmesser (bis 40 Millimeter in Holz)
- Hochwertiges Schnellspannbohrfutter mit Klicksystem
- Tiefenanschlag im Lieferumfang
- Stabiler, hochwertiger und abschließbarer Transportkoffer
- LED-Licht
- Sehr gute Verarbeitungsqualität
- Schwerste Schlagbohrmaschine im Test (2,3 Kilogramm)
- Kurzes Kabel (2,5 Meter)
- Ölflecken an Koffer und Maschine
- Tiefenanschlag ohne Skala
FAQ
2. Beste Akku-Schlagbohrmaschine im Test: WORX NITRO WX352.4

Wenn ein normaler Schlagbohrer zu groß ist, ein klassischer Akkuschrauber aber nicht die gewünschte Leistung bringt, könnte die WORX NITRO WX352.4 genau das richtige Gerät sein. Mit ihrem 20-Volt-Akku liefert sie eine ordentliche Leistung, die Ausmaße des Geräts entsprechen dabei aber eher einem Akkuschrauber. Viele Aufgaben, für die Handwerker normalerweise zu schwerem Gerät greifen müssten, lassen sich auch mit dem Akku-Schlagbohrschrauber von WORX erledigen. Wie sich im Praxistest gezeigt hat, hat das kompakte Modell aber auch seine Grenzen. Im folgenden Video stellt WORX die NITRO WX352.4 kurz vor:
Wie Handwerker es bei einem Hersteller wie WORX erwarten dürften, zeigte die NITRO WX352.4 im Test eine hervorragende Verarbeitungsqualität: robustes Kunststoffgehäuse mit Softgrip, wackelfreies Bohrfutter aus Stahl. Zudem verbaut WORX einen bürstenlosen Motor. Das ist ein starkes Qualitätsmerkmal, das gute Voraussetzungen für eine lange Lebensdauer schafft. Viele klassische Schlagbohrschrauber setzten auf verschleißanfällige Bürstenmotoren. Es konnten keinerlei Qualitätsmängel festgestellt werden, sodass im Hinblick auf die Verarbeitungsqualität die Testnote „Sehr gut“ vergeben wurde. Ebenfalls auffällig: Die NITRO WX352.4 wiegt inklusive Akku nur 1,5 Kilogramm, was im Vergleich zum Gewicht eines gewöhnlichen Schlagbohrers mehr als ein halbes Kilogramm weniger ist. Damit war er aber nicht das leichteste Modell im Vergleich. Der ebenfalls getestete WORX WX355 ist noch kompakter, macht dabei aber mehr Abstriche bei der Leistung.
Auch im Hinblick auf den Lieferumfang hebt sich der WORX-Schlagbohrschrauber von anderen Modellen ab, denn es sind gleich zwei Akkus inklusive Ladegerät enthalten. Alternativ kann die WORX WX352 auch ohne Akku bestellt werden. Ein Set mit nur einem Akku bietet der Hersteller allerdings nicht an. Neben der Bedienungsanleitung lag dem Lieferumfang außerdem ein Doppelbit bei (Kreuz/Schlitz). Praktisch: Über den ebenfalls mitgelieferten Bit-Halter, der sich mithilfe einer Schraube am Schlagbohrer befestigen lässt, ist dieser stets griffbereit.
Mit Blick auf die Ausstattung gibt es bei der WORX NITRO WX352.4 viel Licht, aber auch etwas Schatten. Neben der klassischen Bohr- und Schlagbohrfunktion lässt sich die Maschine auch als vollwertiger Schrauber einsetzen. Über einen Drehmomentring stehen insgesamt 22 Drehmomenteinstellungen zur Verfügung, mit denen sich die Kraft beim Einschrauben präzise dosieren lässt. Das verhindert, dass Schrauben überdreht werden oder das Material beschädigt wird. Ergänzt wird das System durch ein Zwei-Gang-Getriebe, mit dem sich entweder hohe Drehzahlen für Bohrarbeiten oder mehr Kraft für Schraubarbeiten wählen lassen. Unter den kabelgebundenen Schlagbohrmaschinen bietet dieses Ausstattungsmerkmal nur das Profi-Modell von Makita. Zur weiteren Ausstattung zählen eine Motorbremse und ein LED-Arbeitslicht. Typische Ausstattungsmerkmale einer klassischen Schlagbohrmaschine – darunter ein Zusatzhandgriff und ein Tiefenanschlag – sind bei der NITRO WX352.4 allerdings nicht mit an Bord.
Beim Blick auf das Datenblatt überzeugt die Schlagbohrmaschine von WORX vor allem durch ihre hohe Akkuspannung. Angetrieben von einem 20-Volt-Akku aus der PowerShare-Familie des Herstellers, arbeitet das Gerät mit einer höheren Akkuspannung als die ebenfalls getestete Einhell TE-ID 18 Li-Solo mit 18 Volt. Die Dreh- und Schlagzahlen fallen im Vergleich allerdings relativ gering aus: Die maximale Drehzahl liegt bei bis zu 450 Umdrehungen im ersten Gang und bis zu 2.000 Umdrehungen im zweiten Gang. Die maximale Schlagzahl beträgt bis zu 30.000 Schläge pro Minute. Zum Vergleich: Die Bosch EasyImpact 600 kommt auf bis zu 3.000 Umdrehungen und 45.000 Schläge pro Minute. Ein weiteres Manko: Das Schnellspannbohrfutter nimmt nur Bohrer zwischen 2 und 13 Millimetern auf. Sehr dünne Bohrer für Metallbohrungen lassen sich mit dem Modell also nicht verwenden. Die maximalen Bohrdurchmesser gibt WORX mit 40 Millimetern in Holz, 12 Millimetern in Beton und 13 Millimetern in Metall an.
Im Praxistest hat die WORX NITRO WX352.4 ordentliche Ergebnisse erzielt. Die geringen Dreh- und Schlagzahlen haben sich dabei allerdings bemerkbar gemacht. Insgesamt bewegt sich der Akku-Schlagbohrschrauber im Hinblick auf die Leistung etwa auf dem Niveau des Metabo SBE 650, bei dem es sich um ein solides Mittelklassemodell aus dem Kabel-Segment handelt. In Anbetracht der kompakten Maße sind die Testergebnisse aber durchaus beachtlich. Egal ob Holz, Beton oder Stahl, die NITRO WX352.4 bohrte und klopfte sich durch alle im Test verwendeten Werkstoffe. Die bereits angeschnittenen Grenzen der kompakten Akku-Schlagbohrmaschine: Im Vergleich zu den leistungsstärksten Modellen im Test braucht sie unabhängig vom Werkstoff stets etwas mehr Zeit, insbesondere beim Beton, denn die Schlagfunktion ist nicht ganz so effektiv wie bei einer klassischen Schlagbohrmaschine. Das liegt vor allem daran, dass es mangels Zusatzhandgriff schwieriger ist, Druck auf das Gerät auszuüben.
Was die Handhabung angeht, konnte die WORX-Schlagbohrmaschine im Test ebenfalls überzeugen. Mit ihrem geringen Gewicht ist die kompakte Maschine auch einhändig leicht zu bedienen. Der Griff ist großflächig gummiert und bietet einen sicheren Halt. Der Umschalter für Bohren, Schrauben und Schlagbohren sitzt als Drehring an der Front und lässt sich gut bedienen. Sehr praktisch ist zudem das LED-Arbeitslicht, das den Bohrbereich hell ausleuchtet und nach dem Loslassen des Abzugs noch rund 15 Sekunden nachleuchtet. Der fehlende Zusatzhandgriff macht sich bei schweren Arbeiten zwar bemerkbar, davon abgesehen konnten im Hinblick auf den Bedienkomfort der WORX NITRO WX352.4 aber keine negativen Auffälligkeiten festgestellt werden.
Auch beim Akku hinterließ die WORX NITRO WX352.4 einen guten Eindruck. Zum Lieferumfang gehören zwei 2-Amperestunden-Akkus, was im Alltag ein klarer Vorteil ist. Während ein Akku genutzt wird, kann der zweite bereits geladen werden. Eine vollständige Ladung dauert rund 60 Minuten und geht damit deutlich schneller vonstatten als beim Einhell-Modell, dessen 2,5-Amperestunden-Akku bis zu 90 Minuten an der Steckdose benötigt. Das Ladegerät arbeitete im Test mit rund 42 Watt und zeigt den Ladestatus über eine LED an. Ein kleiner Kritikpunkt betrifft die Akkus selbst, die bedauerlicherweise keine Ladestandanzeige mitbringen. Im Einsatz lässt sich daher nicht direkt ablesen, wie viel Restkapazität noch vorhanden ist. Für gelegentliche Heimwerkerarbeiten dürfte die Laufzeit aber problemlos ausreichen, zumal der zweite Akku die fehlende Anzeige in der Praxis etwas abfedert.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die WORX NITRO WX352.4 war die beste Akku-Schlagbohrmaschine im Test, aber auch insgesamt ein sehr guter Allrounder mit einem soliden Gesamtpaket aus Schraub- und Bohr-Leistung, Mobilität und Ausstattung. Besonders auf ihre Kosten kommen diejenigen, die selten bohren, aber häufig schrauben müssen. Mit ihren 22 Drehmomenteinstellungen ist die Akku-Schlagbohrmaschine dafür bestens gerüstet. Auch ansonsten ist die NITRO WX352.4 sehr gut ausgestattet mit Zwei-Gang-Getriebe, Arbeitslicht und großflächigem Softgrip. Bei schweren Bohrarbeiten ist eine vollwertige kabelgebundene Schlagbohrmaschine dann aber doch die bessere Wahl.




































































- Beste Akku-Schlagbohrmaschine im Test
- Leiseste Schlagbohrmaschine im Test
- Arbeitet zuverlässig in Holz, Stein und Beton
- Beste Schlagbohrmaschine für Schraubarbeiten
- Komfortabel zu handhaben
- 22 Drehmomenteinstellungen
- Motorbremse
- Zwei-Gang-Getriebe
- LED-Licht
- Bit-Halter inklusive
- Koffer im Lieferumfang
- Leicht
- Gürtelclip
- Kein Zusatzhandgriff
- Kein Tiefenanschlag im Lieferumfang
- Schlagfunktion weniger effektiv als bei klassischen Schlagbohrmaschinen
- Nur ohne oder mit zwei Akkus erhältlich
- Keine Bohrer unter 2 Millimeter nutzbar
- Keine Ladestandanzeige
FAQ
3. Beste Schlagbohrmaschine für schwere Bohrarbeiten im Test: Bosch Professional GSB 16 RE

Wenn es um die rohe Leistung geht, ist die Bosch Professional GSB 16 RE kaum zu übertreffen. Mit 750 Watt war sie das kraftvollste Modell im Test, was sich beim Bohren auch bemerkbar machte. Für schwere Bohrarbeiten war Boschs Profi-Modell die beste Wahl im Test. Was die Ausstattung angeht, hat der Hersteller allerdings gespart. Auch der Bedienkomfort lässt teilweise zu wünschen übrig, weshalb die leistungsstarke Schlagbohrmaschine nicht für jeden die beste Wahl ist. Für eine Top-3-Platzierung im Test auf produktvergleich.de hat es aber trotzdem gereicht.
Wie es von einer Bosch-Schlagbohrmaschine aus dem Profisegment auch zu erwarten war, zeigte der Bosch Professional GSB 16 RE eine durchweg tadellose Verarbeitungsqualität, mit einem Bohrfutter aus Vollmetall und einem sauber verarbeiteten Gehäuse, ohne scharfe Kanten oder auffällige Spaltmaße. Positiv aufgefallen ist auch der mitgelieferte Transportkoffer, der deutlich robuster wirkte als bei klassischen Baumarkt-Modellen und sich praktischerweise sogar per Bügelschloss verschließen ließ. Eine Aussparung für den Tiefenanschlag fehlt allerdings. Zum weiteren Lieferumfang gehören eine Betriebsanleitung und ein Mikrofasertuch zur Reinigung. Bohrer sind jedoch nicht mit von der Partie.
Der Blick auf die Ausstattung fiel im Test eher ernüchternd aus. Die Drehzahl lässt sich stufenlos über den Abzug regulieren, zusätzlich ist ein Stellrad integriert. Im Vergleich zu Modellen wie der Metabo SBE 650 fehlt jedoch eine klar definierte Zuordnung der Stufen, wodurch die Feinjustierung weniger intuitiv ist. Das ist aber ein Nachteil, der mit zunehmender Erfahrung im Umgang mit der Maschine schwindet. Zudem bringt die Professional GSB 16 RE einen Tiefenanschlag und einen Zusatzhandgriff mit. Auch auf andere moderne Features wie einen Sanftanlauf, ein LED-Licht, eine Sicherheitskupplung oder Vibrationsdämpfung verzichtet Bosch hier. Ein Nachteil im Vergleich zum Profi-Modell von Makita ist das fehlende Zwei-Gang-Getriebe, was sich vor allem beim Eindrehen von Schrauben bemerkbar macht.
Der Blick auf das Datenblatt verrät: Die Bosch Professional GSB 16 RE war die leistungsstärkste Schlagbohrmaschine im Testfeld. Die Nennaufnahmeleistung beträgt 750 Watt, die Abgabeleistung gibt Bosch mit 380 Watt an, wobei im Test 303 Watt gemessen wurden. Die Drehzahl reicht von 0 bis 2.800 Umdrehungen pro Minute, die maximale Schlagzahl liegt bei 47.600 Schlägen pro Minute. Das Schnellspannbohrfutter nimmt Bohrer von 1,5 bis 13 Millimetern auf, sodass sowohl sehr dünne als auch dicke Bohrer verwendet werden können.
Im Praxistest hat die Bosch Professional GSB 16 RE hervorragende Ergebnisse erzielt. Holz bearbeitet sie ausgesprochen zügig: Ein 12-Millimeter-Bohrer arbeitete sich in nur 3 Sekunden 4 Zentimeter tief ins Material, ohne dass nennenswerter Druck erforderlich war. In Stahl benötigte sie für 4 Millimeter mit einem 8-Millimeter-Bohrer 11 Sekunden und war damit deutlich schneller als etwa die Heimwerker-Modelle von Metabo oder BLACK+DECKER. Auch im Vergleich zur Makita HP2051FJ, die im Test den ersten Platz belegt, hatte die Bosch-Schlagbohrmaschine damit leicht die Nase vorn. Beim Bohren in Beton war die GSB 16 RE etwas langsamer als die Konkurrenz von Makita, erzielte mit 32 Sekunden für eine 4-Zentimeter-Bohrung mit dem 10-Millimeter-Bohrer aber trotzdem ein gutes Ergebnis. Der Motor arbeitete durchweg souverän, ohne Stottern oder Leistungseinbrüche.
Ein hoher Bedienkomfort gehört nicht zu den Stärken der Bosch Professional GSB 16 RE. Die Schlagbohrmaschine ist mit rund 2,2 Kilogramm vergleichsweise schwer. Mangels Vibrationsdämpfung werden langwierige Bohrarbeiten schnell anstrengend. Auch die Lautstärke von 101,4 Dezibel fällt vergleichsweise hoch aus. Dabei liegt die Maschine aber zumindest gut in der Hand und ließ sich im Test ohne Probleme bedienen. Zudem bietet sie ein Komfort-Plus, mit dem kein anderes getestetes Modell aufwarten kann: das lange Kabel. Der Tiefenanschlag aus Metall funktionierte im Test einwandfrei und ließ sich einfach über den Zusatzgriff klemmen. Allerdings fehlt eine Skala zur exakten Orientierung.
produktvergleich.de zieht folgendes Fazit
Die Bosch Professional GSB 16 RE ist das Arbeitstier im Testfeld. Sie bietet die höchste Nennaufnahmeleistung und bohrt sowohl in Holz als auch in Stahl oder Beton sehr souverän. Die Ausstattung beschränkt sich zwar auf das Wesentliche, beim Einsatz auf der Baustelle kann das aber auch von Vorteil sein. Wo weniger Bauteile sind, kann immerhin auch weniger kaputtgehen. Beim Komfort müssen Nutzer allerdings Abstriche machen: Zwei-Gang-Getriebe, LED-Licht, Sicherheitskupplung und Vibrationsdämpfung fehlen. Wer eine möglichst komfortable und vielseitige Schlagbohrmaschine sucht, greift eher zur Makita. Wer hingegen ein kräftiges und robustes Profi-Gerät für schwere Bohrarbeiten sucht, ist mit der Bosch Professional GSB 16 RE bestens bedient.
















































- Beste Schlagbohrmaschine für schwere Bohrarbeiten im Test
- Hervorragende Ergebnisse beim Bohren in Holz, Metall und Beton
- Einzige Schlagbohrmaschine mit 4-Meter-Stromkabel im Test
- Spielfreies Vollmetall-Bohrfutter
- Tiefenanschlag im Lieferumfang
- Stabiler, hochwertiger und abschließbarer Transportkoffer
- Sehr hochwertige Verarbeitung
- Schwer
- Kein LED-Licht
- Kein Zwei-Gang-Getriebe
- Tiefenanschlag ohne Skala
FAQ
4. Einzige Schlagbohrmaschine mit Zahnkranzbohrfutter im Test: Metabo SBE 650

Die Metabo SBE 650 ist eine grundsolide Schlagbohrmaschine aus dem mittleren Preissegment, die vor allem durch ihr Zahnkranzbohrfutter hervorsticht – ein vergleichsweise seltenes Ausstattungsmerkmal in dieser Geräteklasse. Wer genau danach sucht, darf bei dem Schlagbohrer von Metabo getrost zugreifen. Im Test tat sie exakt das, was sie sollte, ohne größere Auffälligkeiten zu zeigen – weder in positiver, noch in negativer Hinsicht.
Der Ersteindruck der Metabo SBE 650 war sehr gut. Die Schlagbohrmaschine hat einen Gehäuskopf aus Stahl und wirkt sehr robust. Subjektiv war das Kunststoffgehäuse etwas weniger hochwertig als bei der Konkurrenz von Makita oder Bosch – die Bedienelemente etwas wackeliger, das Kabel weniger flexibel. Angesichts der Preisklasse erschien die Verarbeitungsqualität im Test aber durchaus angemessen. Im Lieferumfang enthalten waren der Schlagbohrer samt Zusatzhandgriff, Tiefenanschlag, Bohrfutterschlüssel für den Werkzeugwechsel und eine Betriebsanleitung. Was Metabo im Gegensatz zur Konkurrenz von Bosch oder Makita nicht mitliefert, ist ein Transportkoffer. Ein Unboxing der Metabo SBE 650 gibt es im folgenden Video:
Mit Blick auf die Ausstattung setzt Metabo auf bewährte Technik ohne viele Komfort-Features. Die Drehzahl lässt sich stufenlos über den Abzug regeln, zusätzlich ist ein Stellrad zur Vorwahl der maximalen Drehzahl integriert. Dieses ist im Abzug untergebracht und mit sechs Buchstaben von A bis F gekennzeichnet. Im Handbuch ist hinterlegt, welcher Buchstabe welcher Drehzahl entspricht. Das erleichtert die Anpassung an unterschiedliche Materialien im Vergleich zu einer rein gefühlsabhängigen Steuerung deutlich. Einen Sanftanlauf oder ein LED-Arbeitslicht gibt es nicht. Auf ein Zwei-Gang-Getriebe hat Metabo ebenfalls verzichtet.
Technisch bewegt sich die SBE 650 im mittleren Leistungsbereich der kabelgebundenen Schlagbohrmaschinen. Der Motor leistet 650 Watt Nennaufnahmeleistung. Die Abgabeleistung wird mit 320 Watt angegeben, gemessen wurden allerdings 285,4 Watt. Die maximale Drehzahl liegt bei 2.800 Umdrehungen pro Minute, die Schlagzahl bei 44.800 Schlägen pro Minute. Ein Pluspunkt ist die Bohrfutterspannweite von 1,5 bis 13 Millimetern. Bei einigen anderen Modellen ist schon bei 2 Millimetern Schluss, sodass sich keine sehr dünnen Bohrer aufnehmen lassen.
Die Bohrleistung war im Test solide. Durch Holz bohrt sich die SBE 650 ohne nennenswerten Kraftaufwand. Auch Stahl ließ sich erfreulich gut bearbeiten. Mit aktivierter Schlagfunktion arbeitet sich der Metabo-Schlagbohrer auch durch Beton. Im Vergleich zu den Profi-Modellen von Makita oder Bosch dauerte das aber deutlich länger. Mit einem 10-Millimeter-Bohrer brauchte es für eine 4-Zentimeter-Bohrung in Beton 42 Sekunden. Zum Vergleich: Die Makita HP2051FJ schaffte dieselbe Bohrung in 30 Sekunden, die Bosch Professional GSB 16 RE in 32 Sekunden. Erfreulich ist, dass die Metabo-Schlagbohrmaschine dabei zuverlässig arbeitete und keine Leistungseinbrüche aufwies. Damit ist die SBE 650 grundsätzlich für alle Schlagbohrarbeiten zu empfehlen – wenngleich im Vergleich zu sehr leistungsstarken Modellen etwas mehr Zeit einzuplanen ist.
Was die Handhabung angeht, hat die Metabo-Schlagbohrmaschine im Test größtenteils gut abgeschnitten. Mit einem Gewicht von 1,8 Kilogramm ist sie relativ leicht und liegt dank gummierter Grifffläche angenehm in der Hand. Dabei war die Schlagbohrmaschine weder auffallend laut, noch traten besonders starke Vibrationen auf. Das 2,5-Meter lange Stromkabel beschränkt sich auf den gängigen Standard.
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Die Metabo SBE 650 dürfte vor allem für Handwerker interessant sein, die auf die Sicherheit eines Zahnkranzbohrfutters setzen. Die SBE 650 ist das einzige Modell im Test mit diesem Ausstattungsmerkmal. Davon abgesehen handelt es sich bei der Metabo-Schlagbohrmaschine zwar um kein Ausstattungswunder, aber immerhin um ein solides Modell für klassische Heimwerkerarbeiten. Im Hinblick auf die Leistung dürfte sie allen typischen Aufgaben für diese Geräteklasse gewachsen sein, braucht im Vergleich zu Profi-Modellen allerdings etwas länger. Auf Komfort-Features wie ein Arbeitslicht oder ein Zwei-Gang-Getriebe müssen Nutzer verzichten. Auch der Bedienkomfort ist im Hinblick auf die hohe Lautstärke und das vergleichsweise kurze Kabel nicht optimal.




































































- Einzige Schlagbohrmaschine im Test mit Zahnkranzbohrfutter
- Aufnahme für Schrauber-Bits bei demontiertem Bohrfutter
- Arbeitet zuverlässig in Holz, Stein und Beton
- Stellrad zur Drehzahlvorwahl
- Tiefenanschlag im Lieferumfang
- Gute Verarbeitungsqualität
- Bohrerwechsel per Zahnkranzbohrfutter dauert länger
- Kein LED-Licht
- Kein Zwei-Gang-Getriebe
- Kein Koffer im Lieferumfang
- Tiefenanschlag ohne Skala
FAQ
5. Kleinste Schlagbohrmaschine im Test: WORX Nitro WX355.9

Die WORX Nitro WX355 ist die kleine Schwester der ebenfalls getesteten WORX Nitro WX352.9 Beide Modelle sind akkubetrieben und eher als Akkuschrauber mit Schlagfunktion denn als typische Schlagbohrmaschinen einzuordnen. Das vorliegende Modell ist im Vergleich zum größeren Äquivalent noch leichter und kompakter, büßt dafür aber auch etwas an Leistung ein, was sich vor allem beim Bohren in Beton bemerkbar gemacht hat. Insgesamt ist die WX355 ein guter Mittelweg zwischen Akkuschrauber und Schlagbohrmaschine. Das Gesamtpaket der großen Schwester, die das gleiche Konzept bedient, hat im Test aber mehr überzeugt. Im folgenden Video stellt WORX die Nitro WX352.9 vor:
Die WORX Nitro WX355 und die etwas größere WX352 sind sich in vielen Punkten sehr ähnlich, angefangen mit der Verarbeitungsqualität. Diese ist nämlich auch bei dem kleinen Akku-Schlagbohrschrauber sehr gut, mit robustem und großzügig gummiertem Gehäuse sowie einem hochwertigen Vollmetallbohrfutter. Im Test konnten keinerlei Mängel festgestellt werden. Der Lieferumfang war hingegen eher spärlich. Neben der WX352 selbst waren lediglich ein Gürtelclip, ein Bit-Halter und eine Bedienungsanleitung enthalten. Abgesehen von einem Transportkoffer könnten Handwerker hier auch einen Akku vermissen. Dieser muss nämlich separat erworben werden.
Wie auch der großen Schwester fehlen der WX355 typische Ausstattungsmerkmale einer klassischen Schlagbohrmaschine. Sie verzichtet auf einen Tiefenanschlag und lässt auch einen Zusatzhandgriff vermissen. Für schwere Bohrarbeiten oder exaktes Reproduzieren einer bestimmten Bohrlochtiefe ist der kleine Akku-Schlagbohrer damit weniger geeignet. Andererseits bringt er diverse Ausstattungsmerkmale mit, die das Schrauben und Bohren komfortabler gestalten. Dazu zählen vor allem die Motorbremse und das LED-Arbeitslicht. Außerdem bietet das kompakte Modell ein Zwei-Gang-Getriebe und 22 Drehmomentstufen, womit es sich sehr gut für Schraubarbeiten eignet.
Die technischen Daten der WX355 sind interessant. Sie nutzt denselben 20-Volt-Akku wie die größere WX352 und erreicht damit sogar etwas höhere Schlag- und Drehzahlen. Sie kommt auf bis zu 2.000 Umdrehungen und 33.600 Schläge pro Minute – immerhin 100 Umdrehungen und 3.600 Schläge mehr als beim größeren Modell. Das Drehmoment fällt mit maximal 55 Newtonmetern allerdings etwas geringer aus. WORX scheint den Antrieb hier anders abgestimmt zu haben. Über einen Funktionsring hinter dem Bohrfutter lassen sich drei Betriebsarten auswählen. Das sind Schrauben, Bohren und Schlagbohren. Das Schnellspannbohrfutter der akkubetriebenen Schlagbohrmaschine von WORX nimmt Bohrer zwischen 2 bis 13 Millimetern auf. Sehr dünne Metallbohrer lassen sich also nicht verwenden. Die maximalen Bohrdurchmesser gibt WORX mit 40 Millimetern in Holz, 10 Millimetern in Beton und 13 Millimetern in Metall an.
Im Praxistest zeigte die kompakte Schlagbohrmaschine eine ordentliche Leistung. Beim Bohren in Holz und Stahl waren erfreulicherweise keine Unterschiede zur größeren Nitro WX352 festzustellen. Bei Beton tat sich die kleine Akku-Schlagbohrmaschine hingegen deutlich schwerer. Für eine 4-Millimeter-Bohrung waren im Test geschlagene 68 Sekunden nötig. Das waren fast 20 Sekunden länger als bei der WORX NITRO WX352.4. Schlussendlich kam aber auch die WX355 ans Ziel, was in Anbetracht der kompakten Ausmaße des Akku-Schlagbohrschraubers durchaus beachtlich ist. Bei Betonbohrungen mit hohem Anpressdruck war zu spüren, dass der Motor an seine Leistungsgrenzen kam. Tatsächliche Leistungseinbrüche konnten im Test aber nicht festgestellt werden.
Die größte Stärke der WX355 liegt ohne Frage in ihrer angenehmen Handhabung. Wer Leistungseinbußen in Kauf nehmen kann, bekommt hier einen Schlagbohrschrauber, der gut in der Hand liegt, auch enge Stellen erreicht und problemlos für Überkopfarbeiten genutzt werden kann. Positiv bemerkbar machte sich auch die Motorbremse, die das Bohrfutter nach dem Loslassen des Abzugs zügig stoppt und dadurch präziseres Arbeiten ermöglicht.
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Die WORX Nitro WX355 ist vor allem als Allround-Werkzeug für Heimwerker interessant. Leistungsstärker als ein gewöhnlicher Akkuschrauber, versenkt sie mühelos dicke Schrauben und bohrt dank Schlagfunktion bei Bedarf auch mal ein Loch in Beton. Wer gezielt nach einer Schlagbohrmaschine sucht, um Löcher in massives Mauerwerk zu schlagen, ist hier aber an der falschen Adresse. Im Test waren Betonbohrungen zwar möglich, aber nur mit Mühe. Im normalen Heimwerkereinsatz punktet die WX355 hingegen mit ihrem sehr schlanken und leichten Design, mit dem sie sich auch für verwinkelte Arbeitsbereiche oder den Aufbau von Möbeln eignet. Die verfügbare Drehmomenteinstellung dürfte sich vor allem bei Letztem als sehr nützlich erweisen. Auch ansonsten ist der Akku-Schlagbohrer gut ausgestattet mit Zwei-Gang-Getriebe, LED-Arbeitslicht und Motorbremse. Anzumerken bleibt: Die WORX Nitro WX355 wird ohne Akku geliefert.














































- Kleinste und leichteste Schlagbohrmaschine im Test
- Gut geeignet für Montagearbeiten, Möbelbau und enge Stellen
- Schraubfunktion mit 22 Drehmomenteinstellungen
- Motorbremse
- Zwei-Gang-Getriebe
- LED-Licht Bit-Halter inklusive
- Gürtelclip
- Kein Zusatzgriff
- Kein Tiefenanschlag im Lieferumfang
- Kein Ladegerät im Lieferumfang
- Kein Akku im Lieferumfang
- Kein Koffer im Lieferumfang
- Schlagfunktion weniger effektiv als bei klassischen Schlagbohrmaschinen
- Keine Bohrer unter 2 Millimeter nutzbar
FAQ
6. Akku-Schlagbohrmaschine mit Tiefenanschlag und Zusatzhandgriff: Einhell TE-ID 18 Li-Solo

Die Einhell TE-ID 18 Li-Solo ist eine solide akkubetriebene Schlagbohrmaschine, die im Test zwar nicht mit einer besonders guten Ausstattung überzeugen konnte, aber eine ordentliche Schraub- und Bohrleistung bot und angenehm zu handhaben war. Interessant dürfte die TE-ID 18 Li-Solo vor allem für Handwerker sein, die bereits akkubetriebene Werkzeuge von Einhell im Einsatz haben.
Der Ersteindruck der Einhell TE-ID 18 Li-Solo war sehr überzeugend. Die Maschine hat einen Getriebekopf aus Stahl und ein sehr gut verarbeitetes Kunststoffgehäuse mit großflächiger Gummierung. Auch das Schnellspannbohrfutter machte einen guten Eindruck und saß spielfrei auf der Spindel. Trotz Einstiegsklasse verdient die Schlagbohrmaschine von Einhell dafür im Hinblick auf die Verarbeitungsqualität die Testnote „Sehr gut“.
Was den Lieferumfang angeht, hat Einhell allerdings gespart. Der Schlagbohrer wird in einem Karton geliefert, der als weiteren Lieferumfang lediglich einen Tiefenanschlag und eine Bedienungsanleitung enthält. Es werden weder ein Transportkoffer noch ein Akku mitgeliefert. Dieser muss separat erworben werden, was sich aber auch als Vorteil erweisen kann. Wer bereits einen passenden Akku besitzt, kann die Schlagbohrmaschine dementsprechend etwas günstiger kaufen.
Dass es sich bei der Einhell TE-ID 18 Li-Solo um ein Einstiegsmodell handelt, macht sich spätestens mit Blick auf die Ausstattung bemerkbar – obwohl die Schlagbohrmaschine auch in dieser Hinsicht zumindest mit einem überraschenden Detail aufwarten konnte. Komfortfunktionen wie ein LED-Arbeitslicht oder eine Vibrationsdämpfung sind zwar nicht vorhanden, im Gegensatz zu anderen Einstiegsgeräten im Test bringt der Einhell-Schlagbohrer aber eine Motorbremse mit, was normalerweise Modellen der Oberklasse vorbehalten ist.
Für den Antrieb sorgt bei der Einhell TE-ID 18 Li-Solo ein 18-Volt-Akku aus dem Power-X-Change-System des Herstellers. Mit Blick auf das Datenblatt ordnet sich die Akku-Schlagbohrmaschine eher in der unteren Leistungsklasse ein. Die Maschine kommt auf eine Drehzahl von bis zu 2.600 Umdrehungen und eine Schlagzahl von bis zu 41.600 Schlägen pro Minute. Den maximalen Bohrdurchmesser gibt Einhell mit 25 Millimetern in Holz, 13 Millimetern in Beton und 10 Millimetern in Metall an.
Angesichts der vergleichsweise geringen Leistung lieferte die Akku-Schlagbohrmaschine von Einhell im Test überraschend solide Ergebnisse. Beim Bohren in Holz benötigte sie mit einem 12-Millimeter-Bohrer rund sieben Sekunden für eine vier Zentimeter tiefe Bohrung und lag damit nur knapp hinter der 650 Watt starken Kabel-Schlagbohrmaschine SBE 650 von Metabo.
In Beton zeigte sich eine ähnliche Geschwindigkeit: Eine vier Zentimeter tiefe Bohrung mit einem 10-Millimeter-Bohrer gelang in rund 42 Sekunden und damit auf einem vergleichbaren Niveau wie beim Metabo-Bohrer. Beim Bohren in Stahl war sie sogar etwas schneller als die kabelgebundene Konkurrenz. Leistungseinbrüche waren im Test erfreulicherweise nicht festzustellen. Auch das Bohrfutter lief stets rund, sodass die Einhell TE-ID 18 Li-Solo unter Berücksichtigung ihrer Leistungsklasse im Praxistest ein gutes Ergebnis erzielt hat.
Auch bezüglich der Handhabung war die Einhell-Schlagbohrmaschine im Test weitgehend überzeugend. Ein Nachteil im Vergleich zum kabelgebundenen Pendant fiel aber sofort auf: Das Gewicht. Mit 2,19 Kilogramm ist das Akku-Modell ein halbes Kilogramm schwerer als viele Kabel-Schlagbohrer. Auf der Gegenseite steht der Vorteil der höheren Flexibilität durch den Verzicht auf ein Kabel. Positiv bemerkbar machte sich im Test auch die Motorbremse, die ein deutlich kontrollierteres Arbeiten ermöglicht.
Da fast der gesamte Griff der Maschine gummiert ist, liegt sie sehr sicher in der Hand. Der Umschalter zwischen Schlagbohren und normalem Bohren befindet sich auf der Oberseite der Maschine und erfordert ein kurzes Umgreifen. Der Zusatzgriff saß im Test sicher. Auch der Tiefenanschlag hat grundsätzlich gut funktioniert, bot im Gegensatz zu einigen anderen Modellen allerdings keine Skala.
Ein Pluspunkt im Vergleich zu den akkubetriebenen Schlagbohrmaschinen von Bosch ist die integrierte Ladestandanzeige am Akku, die per Knopfdruck den aktuellen Ladezustand über drei LEDs anzeigt. Laut Hersteller sind mit einem 4,0-Ah-Akku bis zu 120 Bohrungen mit einem 6-Millimeter-Bohrer in Ziegel möglich. Im Praxistest reichte die Akkukapazität für sämtliche Testbohrungen problemlos aus. Einen Ratgeber zum richtigen Umgang mit Einhell-Akkus gibt es hier.
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Die Einhell TE-ID 18 Li-Solo ist grundsätzlich eine gute Akku-Schlagbohrmaschine. Sie bohrt zuverlässig und ist dabei angenehm zu handhaben. Positiv hervorzuheben ist die Motorbremse, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Die restliche Ausstattung lässt allerdings zu wünschen übrig. Eine Drehzahlvorwahl oder ein Zwei-Gang-Getriebe stehen nicht zur Verfügung. Auch eine Drehmomenteinstellung bringt sie nicht mit, womit sie den akkubetriebenen Schlagbohrmaschinen von Worx im Hinblick auf die Ausstattung deutlich unterlegen ist. Für Handwerker, die bereits Akkus aus der Power-X-Change-Familie nutzen, könnte die TE-ID 18 Li-Solo aus Kosten-Nutzen-Sicht aber trotzdem interessant sein.
































































- Einzige Akku-Schlagbohrmaschine mit Zusatzhandgriff im Test
- Bohrt zuverlässig in Holz, Metall und Beton
- Motorbremse
- Tiefenanschlag im Lieferumfang
- Sehr gute Verarbeitung trotz Einstiegsklasse
- Sichere Handhabung dank großflächiger Gummierung
- Kein Koffer im Lieferumfang
- Kein LED-Licht
- Kein Zwei-Gang-Getriebe
- Tiefenanschlag ohne Skala
- Schwer (2,19 Kilogramm)
FAQ
7. Schlagbohrmaschine für gelegentliches Heimwerken: Bosch EasyImpact 600

Wie anhand der grünen Farbgebung zu erkennen ist, handelt es sich bei der Bosch EasyImpact 600 um ein Modell aus dem Einstiegs- und Heimwerkersegment des Herstellers. Die Schlagbohrmaschine von Bosch arbeitet sich zwar auch durch massiven Beton, braucht dafür aber deutlich länger als leistungsstärkere Modelle. Im Test konkurriert die EasyImpact 600 vor allem mit dem Modell SBE 650 von Metabo, muss sich aufgrund der deutlich geringeren Leistung und einiger anderer Nachteile aber mit einer Platzierung im Mittelfeld zufriedengeben.
Die Verarbeitungsqualität des Bosch-Schlagbohrers fällt in Anbetracht der Preisklasse erfreulich gut aus. Das Gehäuse besteht zwar größtenteils aus Kunststoff, das Schnellspannbohrfutter ist jedoch aus Stahl gefertigt. Ein minimales Spiel im Bohrfutter war festzustellen, aber deutlich weniger als etwa beim Modell von BLACK+DECKER. Offensichtliche Verarbeitungsmängel konnten im Test nicht festgestellt werden. Positiv aufgefallen ist im Ersteindruck das geringe Gewicht von nur 1,7 Kilogramm. In Sachen Kabellänge beschränkt sich Bosch auf den gängigen Standard von 2,5 Metern.
Im Lieferumfang enthalten waren die Schlagbohrmaschine selbst, ein Zusatzhandgriff, ein Tiefenanschlag sowie ein Kunststoffkoffer. Dieser wirkte im Vergleich hochwertiger als der Koffer des BLACK+DECKER-Modells und war zudem deutlich stabiler aufgebaut. Die Bohrmaschine sitzt darin in einer passgenauen Halterung und lässt sich auch mit montiertem Zusatzgriff problemlos verstauen. Praktisch ist außerdem eine kleine Vorrichtung für ein Bügelschloss. Damit lässt sich der Koffer bei Bedarf abschließen. Ein Unboxing der Bosch EasyImpact 600 ist im folgenden Video zu sehen:
Viel Ausstattung sollten Heimwerker von Boschs Einsteiger-Schlagbohrmaschine nicht erwarten. Die Drehzahl lässt sich stufenlos über den Abzug regulieren, was Bosch als „Electronic Speed Control“ bezeichnet. Je stärker der Abzug gedrückt wird, desto höher fällt die Drehzahl aus. Eine zusätzliche Drehzahlvorwahl per Stellrad, wie sie etwa bei Metabo oder Boschs Profi-Modell GSB 16 RE vorhanden sind, bietet die EasyImpact 600 nicht, genauso wenig wie weitere Ausstattungsmerkmale im Sinne eines Sanftanlaufs oder eines Arbeitslichts. Für Einsteiger kann das aber auch von Vorteil sein, da sich der Schlagbohrer mangels Zusatzfunktionen einfacher bedienen lässt.
Die Bosch-Schlagbohrmaschine arbeitet mit einem 600-Watt-Motor, der laut Bosch eine reale Abgabeleistung von 370 Watt aufweist. In der Praxis wurden immerhin 333 Watt gemessen. Im Hinblick auf die Motorisierung bewegt sich die Bosch-Schlagbohrmaschine damit eher im unteren Leistungsspektrum. Was die maximale Schlag- und Drehzahl angeht, steht der Bosch-Schlagbohrer hingegen sehr gut da: Bis zu 3.000 Umdrehungen und bis zu 45.000 Schläge pro Minute.
Im Praxiseinsatz scheinen die hohe Dreh- und Schlagzahl die geringe Motorleistung zum Teil ausgleichen zu können. Vor allem beim Bohren in Holz erwies sich die EasyImpact als sehr schnell und zuverlässig. Mit dem 12-Millimeter-Bohrer waren 4-Zentimeter-Bohrungen in nur 5 Sekunden möglich, was dem Niveau von Profi-Modellen entspricht. Auch beim Bohren in Metall hat der Schlagbohrer erfreulich gut abgeschnitten. Bei Beton sieht es allerdings anders aus. Für eine 4 Zentimeter tiefe Bohrung in Beton benötigte das Einstiegsmodell von Bosch mit einem 10-Millimeter-Bohrer rund 85 Sekunden und verlangte dabei einen kräftigen Anpressdruck. Wer nur gelegentlich Löcher in Stein bohren muss, kommt damit eventuell aus, muss aber mehr Zeit einplanen. Für regelmäßiges Bohren in massive Werkstoffe ist ein leistungsstarkes Modell wie die Makita HP2051 FJ aber die bessere Wahl. Der Motorlauf wirkte im Test ruhig und gleichmäßig. Auffällige Motor- oder Getriebegeräusche waren nicht zu hören.
Was die Handhabung angeht, hat die Schlagbohrmaschine von Bosch im Großen und Ganzen gut abgeschnitten. Der Umschalter zwischen Schlagbohren und normalem Bohren befindet sich auf der Oberseite des Geräts und erfordert zum Betätigen ein kurzes Umgreifen. Ansonsten sind die Bedienelemente gut zu erreichen. Die Maschine liegt angenehm in der Hand und bietet dank großflächigem Softgrip einen guten Halt. Der Zusatzgriff lässt sich über einen Drehmechanismus einfach einstellen und saß im Test stabil. Der Tiefenanschlag wird ebenfalls über den Zusatzgriff fixiert und lässt sich dank der Zentimeterskala präzise einstellen. Ein praktisches Merkmal hat sich auch beim Schnellspannbohrfutter bemerkbar gemacht. Dieses ist, wie bei den Profi-Modellen von Bosch und Makita, mit einem Klicksystem versehen. Sobald die richtige Spannkraft erreicht ist, macht sich das Bohrfutter mit einem Klickgeräusch bemerkbar, was einem Überdrehen des Bohrfutters vorbeugt.
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Die Bosch EasyImpact 600 ist eine empfehlenswerte Schlagbohrmaschine für klassische Heimwerkerarbeiten. Sie ist leicht, ordentlich verarbeitet, einfach zu bedienen und kommt mit einem praktischen Koffer. Besonders in Holz und Metall zeigte sie im Test gute Leistungen, in Beton braucht sie dagegen deutlich länger als stärkere Modelle von Metabo, Bosch Professional oder Makita. Wer nur gelegentlich bohrt, Möbel montiert oder gelegentlich ein Loch in Stein setzen muss, ist mit der EasyImpact 600 gut bedient. Für häufige Arbeiten in Beton oder massiven Werkstoffen fehlt ihr aber die nötige Durchzugskraft.
























































- Bohrt zuverlässig in Holz, Metall und Beton
- Schnellspannbohrfutter mit Klicksystem
- Tiefenanschlag im Lieferumfang (mit Skala)
- Abschließbarer Koffer im Lieferumfang
- Geringes Gewicht (1,7 Kilogramm)
- Für regelmäßige Arbeiten in Beton nur eingeschränkt geeignet
- Bohrfutter hat leichtes Spiel
- Kein LED-Licht
- Kein Zwei-Gang-Getriebe
FAQ
8. Leichte Kabel-Schlagbohrmaschine: BLACK+DECKER BEH200K-QS

Die BLACK+DECKER BEH200K-QS ist ein Einstiegsmodell. Im Hinblick auf Leistung und Ausstattung beschränkt sie sich auf das Wesentliche. Damit lieferte sie im Test aber trotzdem Ergebnisse, die zumindest für den gelegentlichen Einsatz durchaus brauchbar sind. Wer regelmäßig mit der Schlagbohrmaschine arbeitet, sollte von diesem Modell aber besser Abstand nehmen. Im Folgenden ein kurzes Vorstellungsvideo von BLACK+DECKER:
In puncto Verarbeitungsqualität bekommen Handwerker mit der BLACK+DECKER BEH200K-QS ein Gesamtpaket, wie es von Elektrowerkzeugen aus der unteren Preisklasse zu erwarten ist. Das Gerät ist zum absoluten Großteil aus Kunststoff gefertigt. Das Bohrfutter besteht innen zwar aus Stahl, hat jedoch eine Kunststoffhülle. Die subjektiv wahrgenommene Verarbeitungsqualität bewegt sich auf dem Niveau der Schlagbohrmaschine der Gebrüder Mannesmann – also insgesamt eher zweckmäßig. Auffällig: Nach dem Montieren und Entfernen des Zusatzgriffs waren leichte schwarze Spuren am Gehäuse sichtbar. Es scheint also einen gewissen Abrieb zu geben, was nicht gerade für eine sehr hohe Verarbeitungsqualität spricht.
Was den Lieferumfang angeht, punktet das Modell von BLACK+DECKER durch einen Transportkoffer. Dieser wirkte im Vergleich zu den Koffern von Makita oder Bosch zwar etwas weniger hochwertig, erfüllt aber seinen Zweck. Schade ist jedoch, dass der Hersteller keinen Tiefenanschlag beilegt. Diesbezüglich fiel im Test auf: Der Zusatzhandgriff bietet eine Aufnahme für einen Tiefenanschlag, auf der Webseite des Herstellers wird aber kein entsprechendes Zubehör angeboten. Zum Lieferumfang gehören neben der Schlagbohrmaschine samt Zusatzgriff nur eine Bedienungsanleitung.
Mit Blick auf die Ausstattung wird klar, dass es sich bei der BEH200K-QS um ein Einstiegsmodell für den gelegentlichen Einsatz handelt. Für anspruchsvolle oder langwierige Aufgaben ist der Schlagbohrer von BLACK+DECKER weniger geeignet. Die Drehzahl wird ausschließlich über die Drucktiefe des Abzugs geregelt, ein separates Stellrad zur Begrenzung der Maximaldrehzahl fehlt. Es wird also stets nach Gefühl gebohrt, was vor allem dann zum Problem wird, wenn viele exakt gleiche Löcher gebohrt werden müssen. Auf typische Komfortfunktionen wie einen Sanftanlauf, ein LED-Arbeitslicht oder eine Vibrationsdämpfung müssen Handwerker ebenfalls verzichten.
Auch technisch ist die BEH200K-QS ein Einstiegsmodell durch und durch. Der Motor leistet 500 Watt Nennaufnahmeleistung, gemessen wurden 292,5 Watt. Das ist ein geringer Wert, aber immerhin bei ordentlicher Effizienz. Auffällig: Mit bis zu 2.900 Umdrehungen pro Minute erreicht die Schlagbohrmaschine von BLACK+DECKER eine der höchsten Drehzahlen im Testfeld. Die Schlagzahl von 49.300 Schlägen pro Minute ist ein hoher Wert. Wirklich bemerkbar gemacht hat sich das im Test allerdings nicht. Die Bohrfutterspannweite liegt zwischen 2 und 13 Millimetern. Sehr dünne 1,5-Millimeter-Bohrer kann die Maschine nicht aufnehmen.
Im Einsatz schnitt die BLACK+DECKER BEH200K-QS erwartungsgemäß schlechter ab als die getesteten Mittelklasse- und Profi-Modelle, lieferte aber trotzdem brauchbare Ergebnisse. Selbst harter Beton ließ sich mit der günstigen Schlagbohrmaschine bearbeiten. Für eine 4-Zentimeter-Bohrung benötigte sie zwar 140 Sekunden, im Gegensatz zur Mannesmann M12507 war sie aber immerhin in der Lage, ein Loch zu bohren. Gleiches gilt für Holz und Metall: Der BLACK+DECKER-Schlagbohrer konnte alle im Test verwendeten Werkstoffe bearbeiten, brauchte dafür aber deutlich länger als die Konkurrenz von Makita, Bosch oder Metabo.
Unter dem Strich scheinen die hohen Dreh- und Schlagzahlen die geringe Motorleistung jedenfalls teilweise ausgleichen zu können. Wie sich im Test gezeigt hat, geht das aber auch mit einem höheren Verschleiß des eingespannten Bohrers einher. Bei gelegentlichem Gebrauch dürften sich dadurch verursachte Zusatzkosten aber in Grenzen halten.
Bezüglich der Handhabung punktet die BLACK+DECKER-Schlagbohrmaschine durch ihr geringes Gewicht. Die Maschine lässt sich im Zweifelsfall gut einhändig führen und ist auch für Arbeiten über dem Kopf nicht überdimensioniert. Der Griff ist großflächig gummiert, könnte für große Hände allerdings etwas zu kurz sein. Der Rechts-/Linkslauf-Schalter ist gut erreichbar und rastet mit einem klaren Klick ein. Problematisch ist hingegen die Feststelltaste. Sie liegt tief im Gehäuse, ließ sich mit dem Daumen kaum bedienen und reagierte selbst mit dem Zeigefinger nicht immer zuverlässig.
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Die BLACK+DECKER BEH200K-QS ist eine klassische Einsteiger-Schlagbohrmaschine für gelegentliche Arbeiten. Pluspunkte sind das geringe Gewicht, der mitgelieferte Koffer und die grundsätzlich brauchbare Leistung in Holz, Metall und sogar Beton. Wer nur gelegentlich ein Loch bohren muss, bekommt hier ein einfaches Gerät, das seinen Zweck erfüllt. Bei Verarbeitung, Ausstattung und Bedienkomfort wird die Zugehörigkeit zur unteren Preisklasse aber deutlich. Wer regelmäßig bohrt oder häufiger in Beton und Metall arbeitet, fährt mit der Bosch EasyImpact 600, Metabo SBE 650 oder einem Profi-Modell deutlich besser.
















































- Für gelegentliche Heimwerkerarbeiten ausreichend
- Leichteste Kabel-Schlagbohrmaschine im Test
- Koffer im Lieferumfang
- Für regelmäßige Arbeiten in Beton nur eingeschränkt geeignet
- Im Betrieb mehrfach stehengeblieben
- Kein LED-Licht
- Kein Zwei-Gang-Getriebe
- Kein Tiefenanschlag im Lieferumfang
- Zweckmäßige Verarbeitungsqualität
- Feststelltaste schlecht erreichbar und nicht immer zuverlässig
FAQ
9. Brüder Mannesmann M12507 Schlagbohrmaschine

Die Brüder Mannesmann M12507 wirkt auf dem Papier zunächst konkurrenzfähig: 650 Watt Nennaufnahmeleistung, bis zu 3.000 Umdrehungen pro Minute und sogar GS- sowie DEKRA-Prüfzeichen. Im Praxistest konnte sie ihre Leistungsversprechen aber nicht einlösen. Als einziges Modell im Testfeld scheiterte die M12507 an einem Teil der Testaufgaben. Zuzüglich weiterer Kritikpunkte im Hinblick auf Verarbeitungsqualität und Handhabung hat es die Schlagbohrmaschine der Brüder Mannesmann auf den letzten Platz im Test von produktvergleich.de verschlagen.
Die Verarbeitung der Brüder Mannesmann M12507 ist ordentlich. Da das Gehäuse überwiegend aus Kunststoff besteht (nur der Getriebekopf ist aus Stahl gefertigt), reicht sie im Gesamteindruck nicht an die meisten anderen Modelle im Test heran. Zudem war ein leicht chemischer Geruch zu vernehmen und das Bohrfutter zeigte sichtbares Spiel. Positiv ist immerhin der stabile Zusatzgriff, der sich per Drehmechanismus sicher fixieren lässt. Geliefert wird die Maschine lediglich im Karton. Einen Koffer gibt es bei dem Einstiegsmodell nicht. Neben dem Zusatzgriff und dem Tiefenanschlag gehören aber immerhin zwei Ersatz-Kohlebürsten zum Lieferumfang.
Bei der Ausstattung beschränkt sich die M12507 ebenfalls auf das Wesentliche. Die Drehzahl lässt sich stufenlos über den Abzug regulieren, ein Stellrad zur Begrenzung der maximalen Drehzahl ist integriert – allerdings ohne klar definierte Zuordnung der Stufen. Ein Zwei-Gang-Getriebe, Sanftanlauf, LED-Licht oder Sicherheitskupplung sind nicht vorhanden. Auch eine Vibrationsdämpfung fehlt. Die Bedienelemente sind grundsätzlich gut erreichbar, waren jedoch auffällig schwergängig.
Auf dem Papier wirkt die Schlagbohrmaschine der Brüder Mannesmann durchaus konkurrenzfähig. Der Bürstenmotor leistet laut Hersteller 650 Watt, gemessen wurden 345 Watt. Die maximale Drehzahl liegt bei bis zu 3.000 Umdrehungen pro Minute, die Schlagzahl bei 29.000 Schlägen pro Minute. Das Bohrfutter nimmt Bohrer von 2 bis 13 Millimetern auf. Damit liegt sie im Vergleich eher im unteren Mittelfeld, dürfte den meisten Aufgaben aber gewachsen sein – so zumindest in der Theorie. Dieser Eindruck wird zusätzlich von einem GS-Zeichen und einem DEKRA-Prüfsiegel untermauert. In der Praxis konnte die M12507 ihre technischen Versprechen aber nicht einlösen.
Bereits beim Bohren in Holz zeigte die Schlagbohrmaschine der Gebrüder Mannesmann deutliche Schwächen. Für vier Zentimeter mit einem 12-Millimeter-Bohrer benötigte sie über zehn Sekunden – und blieb unter Last sogar einmal vollständig stehen. Über den gesamten Test hinweg machten sich spürbare Leistungseinbrüche bemerkbar. In Beton versagte die Maschine dann vollständig. Trotz kräftigem Druck war kaum Vorankommen möglich. Auch in Stahl konnte die Maschine nicht überzeugen und kam kaum durch das Material. Um zumindest etwas Positives zu erwähnen: Der Tiefenanschlag aus Kunststoff hat im Test gut funktioniert und ließ sich dank Zentimeterskala exakt einstellen.
Auch im Hinblick auf die Handhabung konnte die M12507 im Test nicht überzeugen. Die Maschine liegt zwar gut in der Hand und lässt sich dank ihres geringen Gewichts im Zweifelsfall auch einhändig benutzen, das Ansetzen verlief aber stets etwas unruhig, was vermutlich auf das Spiel im Bohrfutter zurückzuführen ist. Im Leerlauf war jedoch kein Eiern festzustellen. Im Schlagbetrieb nahmen sowohl die Lautstärke als auch die Vibration merklich zu. Gemessen wurde ein Maximalwert von 108 Dezibel, was selbst im Vergleich zu leistungsstärkeren Modellen deutlich lauter ist. Ein weiteres Manko ist die überschaubare Kabellänge, die mit 2 Metern unter dem gängigen Durchschnitt liegt.
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Auf Basis der im Test gesammelten Erkenntnisse ist die Brüder Mannesmann M12507 nicht zu empfehlen. Es wurde festgestellt, dass die Schlagbohrmaschine weder Metall noch Beton zuverlässig bearbeiten kann. Im Test kam es dabei zu starken Leistungseinbrüchen, wobei sogar ein verkohlter Geruch auftrat.
















































- GS-Zeichen und DEKRA-Prüfsiegel vorhanden
- Tiefenanschlag (mit Skala)
- Ersatzkohlebürsten im Lieferumfang
- Versagte im Test bei Beton- und Stahlbohrungen
- Im Betrieb mehrfach stehengeblieben
- Verkohlter Geruch unter hoher Last
- Auffälliger chemischer Geruch
- Kein LED-Licht
- Kein Zwei-Gang-Getriebe
- Kein Koffer im Lieferumfang
- Starke Vibrationen im Schlagbetrieb
- Laut (108 Dezibel)
- Kurzes Kabel (2 Meter)
FAQ
9 beste Schlagbohrmaschinen aus dem Test in der Vergleichstabelle
So wurden die Schlagbohrmaschinen getestet
Um möglichst praxisnahe und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, wurden alle Schlagbohrmaschinen unter identischen Bedingungen getestet. Im Mittelpunkt standen die Bohrleistung in verschiedenen Materialien sowie die Handhabung im Alltag. Zusätzlich wurden Ausstattung, Verarbeitungsqualität und – bei Akkumodellen – die Akkuleistung bewertet. Die folgenden Kriterien flossen in die Testnoten ein:
- Bohrleistung: Die Bohrleistung wurde anhand identischer Bohrungen in Holz, Stahl und Beton bewertet. In Holz mussten die Schlagbohrmaschinen mit einem 12-Millimeter-Bohrer eine vier Zentimeter tiefe Bohrung anfertigen. In Stahl kam ein 8-Millimeter-Bohrer bei vier Millimetern Materialstärke zum Einsatz. Für den Härtetest wurde mit einem 10-Millimeter-Bohrer bei einer angepeilten Bohrtiefe von 4 Zentimetern in Stein gebohrt. Gemessen wurden die benötigte Zeit, der erforderliche Kraftaufwand sowie das allgemeine Arbeitsverhalten der Maschine. Zudem wurde darauf geachtet, ob Leistungseinbrüche, starke Vibrationen oder Probleme beim Ansetzen des Bohrers auftraten.
- Ausstattung: Bewertet wurden Ausstattungsmerkmale wie Zwei-Gang-Getriebe, LED-Arbeitslicht, Vibrationsdämpfung, Motorbremse, Drehzahlvorwahl, Sicherheitskupplung, Zusatzhandgriff oder Tiefenanschlag. Je besser die Ausstattung auf unterschiedliche Einsatzzwecke abgestimmt war, desto besser fiel die Bewertung aus.
- Handhabung: In die Bewertung der Handhabung flossen Gewicht, Balance, Ergonomie, Erreichbarkeit der Bedienelemente sowie die allgemeine Bedienfreundlichkeit ein. Außerdem wurde berücksichtigt, wie angenehm sich die Maschinen bei Arbeiten über Kopf oder an schwer zugänglichen Stellen einsetzen lassen.
- Akku: Bei den Akkumodellen wurden Akkulaufzeit, Ladezeit, Ladestandanzeige und die allgemeine Praxistauglichkeit des Akkusystems bewertet.
- Lieferumfang: Neben der Maschine selbst wurden auch mitgeliefertes Zubehör wie Transportkoffer, Akkus, Ladegeräte, Tiefenanschläge, Zusatzhandgriffe oder Bit- und Bohrersets berücksichtigt.
- Verarbeitungsqualität: Die Verarbeitungsqualität wurde anhand der verwendeten Materialien, der Stabilität von Bohrfutter und Bedienelementen sowie möglicher Verarbeitungsmängel beurteilt. Besonderes Augenmerk lag auf der Eignung für den langfristigen Einsatz im Heimwerker- und Werkstattalltag.
Fazit zum Test der Schlagbohrmaschinen
Obwohl große Unterschiede sichtbar wurden, fällt das Gesamtbild des Schlagbohrmaschinen-Tests positiv aus. Die meisten Modelle konnten Holz, Stahl und Beton grundsätzlich bearbeiten – allerdings mit teils deutlichen Unterschieden bei Tempo, Kraftaufwand und Bedienkomfort. Besonders bei Beton trennten sich die leistungsstarken Profi-Modelle von einfachen Heimwerkergeräten. Während Makita und Bosch Professional zügig und souverän arbeiteten, brauchten günstige Modelle wie BLACK+DECKER deutlich länger. Die Brüder Mannesmann M12507 fiel als einziges Modell komplett durch und konnte die gestellten Aufgaben nicht vollständig bewältigen.
Das beste Gesamtergebnis erzielte die Makita HP2051FJ. Sie kombiniert eine starke Bohrleistung mit einer sehr guten Ausstattung und ist dank Zwei-Gang-Getriebe, LED-Arbeitslicht und Vibrationsdämpfung vielseitiger als die meisten anderen Kabelmodelle. Wer rohe Leistung für schwere Bohrarbeiten sucht, greift dagegen zur Bosch Professional GSB 16 RE. Sie ist weniger komfortabel ausgestattet, aber robust, kräftig und dank 4-Meter-Kabel besonders baustellentauglich.
Unter den Akku-Modellen überzeugte die WORX NITRO WX352.4 am meisten. Sie ist leicht, gut ausgestattet und besonders stark beim Schrauben. Für Nutzer, die bewusst ein Zahnkranzbohrfutter suchen, ist die Metabo SBE 650 eine solide Empfehlung. Für gelegentliche Heimwerkerarbeiten reicht auch die Bosch EasyImpact 600 aus, während die kleinen und günstigen Modelle deutliche Einschränkungen zeigen.
Schlagbohrmaschine – was ist das genau?
Eine normale Bohrmaschine eignet sich für Bohrungen in Materialien wie Holz, Kunststoff oder Metall, so Wikipedia. Bei härteren Materialien wie Beton oder Stein stößt sie allerdings schnell an ihre Grenzen. Die reine Drehbewegung des Bohrers reicht dann nicht mehr aus, um effektiv in das Material einzudringen. Für solche Arbeiten kommen Schlagbohrmaschinen zum Einsatz. Sie funktionieren grundsätzlich wie eine normale Bohrmaschine und versetzen den Bohrer in eine Drehbewegung.
Zusätzlich erzeugt die Schlagbohrmaschine jedoch Schläge durch eine axiale Vibration. Der Bohrer dreht sich dadurch nicht nur, sondern wird gleichzeitig in das Material gehämmert. Auf diese Weise lassen sich auch sehr harte Materialien wie eine Betonwand ohne übermäßigen Kraftaufwand bearbeiten.
Schlagbohrmaschinen sind sowohl als netz- als auch als akkubetriebene Geräte erhältlich. Bei der Leistung ordnen sie sich zwischen normalen Bohrmaschinen und Bohrhämmern ein. Welches Gerät sich für welche Materialien eignet, erklärt das folgende Video:
Wie funktioniert eine Schlagbohrmaschine?
Eine Schlagbohrmaschine kombiniert die Drehbewegung des Bohrers mit axialen Schlägen. Dadurch kann der Bohrer effektiver in das zu bearbeitende Material eindringen. Die Schlagimpulse werden durch Druck auf das Zahnkranzbohrfutter ausgelöst. Im Bohrgehäuse befindet sich dazu hinter der kurzen Bohrfutterwelle ein fester Zahnkranz. Auch die Bohrfutterwelle besitzt einen Zahnkranz. Wird Druck auf das Bohrfutter ausgeübt, gleiten beide Zahnkränze übereinander. Dadurch entstehen die Schläge und das typische kreischende Geräusch. Dieses Prinzip wird laut Baumarktwissen auch Rastenschlagwerk genannt. Die gezahnten Scheiben bestimmen zugleich die mögliche Schlagfrequenz der Bohrmaschine. Eine höhere Schlagfrequenz erleichtert das Bohren, weil weniger Kraft erforderlich ist. Wie die Schlagfunktion im Detail arbeitet, zeigt das folgende Video:
Der verwendete Bohrer muss zum jeweiligen Material passen. Mit einer Schlagbohrmaschine lassen sich neben harten Baustoffen auch weichere Materialien wie Holz, Kunststoff, Gipskarton, Ziegelsteine und Metall bearbeiten. Für diese Arbeiten ist die Schlagfunktion nicht erforderlich. Deshalb lässt sich bei den meisten Schlagbohrmaschinen der Schlag abschalten. Das Gerät arbeitet anschließend wie eine normale Bohrmaschine.
Die ruckartigen Schläge erfordern einen sicheren Halt des Werkzeugs. Deshalb verfügen die meisten Modelle über einen zweiten Handgriff. Damit lässt sich die Maschine sicher mit beiden Händen führen und zusätzlicher Druck leichter ausüben. Wie eine normale Bohrmaschine besitzt eine Schlagbohrmaschine im Regelfall zudem einen Schalter für den Rechts- und Linkslauf des Bohrers. Diese Funktion ist hilfreich, wenn sich der Bohrer im Werkstoff verkantet oder verhakt. Durch den Wechsel der Laufrichtung lässt er sich leichter wieder aus dem Material herausdrehen.
Einige Schlagbohrer verfügen zusätzlich über einen zweiten Gang, der eine höhere Bohrleistung ermöglicht. Die Einstellung erfolgt meist über einen Drehschalter am Gehäuse. Manche Schlagbohrmaschinen bieten außerdem einen Drehzahlregler, mit dem sich die Umdrehungsgeschwindigkeit des Bohrers individuell an die jeweilige Aufgabe anpassen lässt.
Vom Einsteiger- zum Profimodell – wo liegen die Unterschiede?
Nicht jede Schlagbohrmaschine eignet sich für jede Aufgabe. Abhängig von Einsatzbereich, Material sowie den Anforderungen an Leistung und Ausstattung unterscheiden sich die Geräte teilweise deutlich. Einsteigermodelle sind vor allem für gelegentliche Arbeiten im Haushalt ausgelegt. Mittelklasse- und Profigeräte bieten dagegen mehr Leistung, Komfort und Funktionen. Ein Vergleich der einzelnen Kategorien zeigt die wichtigsten Unterschiede:
- Kleine Schlagbohrmaschinen für den Hobby-Handwerker: Im Handel sind kleine, handliche und leichte Schlagbohrmaschinen erhältlich, die sich gut als Einsteigermodelle eignen. Solche Werkzeuge sind vergleichsweise günstig, bei der Leistung müssen dafür häufig Abstriche in Kauf genommen werden. Mehr als 500 Watt Nennaufnahmeleistung sind in dieser Klasse kaum zu erwarten. Auch ein Schnellspannfutter gehört nicht immer zur Ausstattung. Dadurch ist der Wechsel des Bohrers aufwendiger. Für Heimwerker, die die Schlagfunktion nur gelegentlich und bei nicht allzu harten Materialien benötigen, können solche Geräte dennoch eine gute Wahl sein.
- Schlagbohrmaschinen der Mittelklasse: Mit einer durchschnittlichen Nennaufnahmeleistung von 750 Watt bieten diese Schlagbohrer bereits deutlich mehr Leistung. Geräte dieser Klasse sind zudem meist besser ausgestattet. Ein zweiter Handgriff erleichtert häufig das ergonomische und sichere Arbeiten. Neben einer ausreichenden Schlagwirkung verfügen Mittelklasse-Schlagbohrer teilweise über einen zweiten Gang oder eine Drehzahlregulierung. Nachteile gegenüber kleineren Modellen sind das höhere Gewicht und der höhere Preis.
- Der Profi-Schlagbohrer: Professionelle Schlagbohrmaschinen erreichen eine Nennaufnahmeleistung von mindestens 1.000 Watt. Damit lassen sich auch Wände aus Stahlbeton bearbeiten. Wie die Schlagbohrer der Mittelklasse sind Profigeräte üblicherweise mit einem zweiten Handgriff ausgestattet. Zusätzlich sorgt ein zweiter Gang für mehr Leistung. Über einen Drehzahlregler lässt sich die Umdrehungsgeschwindigkeit des Bohrers an die jeweilige Aufgabe anpassen. Diese Funktion ist insbesondere bei Schraubarbeiten hilfreich. Die höhere Leistung geht allerdings mit einem höheren Gewicht einher. Bei längeren Arbeiten kann ein professioneller Schlagbohrer für Heimwerker deshalb deutlich ermüdender sein.
Schlagbohrmaschine mit Akku oder Kabel – welche Variante ist die richtige Wahl?
Vor dem Kauf einer Schlagbohrmaschine stellt sich häufig eine grundlegende Frage: Akku oder Kabel? Beide Varianten haben ihre Vorteile und unterscheiden sich nicht nur bei der Stromversorgung. Auch Leistung, Mobilität, Gewicht und Einsatzmöglichkeiten spielen bei der Entscheidung eine Rolle. Kabelgebundene Geräte gelten traditionell als leistungsstark und ausdauernd. Akku-Schlagbohrer bieten dagegen mehr Flexibilität und Komfort. Welche Variante die bessere Wahl ist, hängt deshalb vor allem vom geplanten Einsatz ab.
Kabel-Schlagbohrmaschine
Kabelgebundene Schlagbohrmaschinen beziehen ihre Energie direkt aus dem Stromnetz. Dadurch steht während der gesamten Arbeit eine konstante Leistung zur Verfügung. Ladepausen entfallen ebenso wie ein möglicher Leistungsverlust bei sinkendem Akkustand. Ihre Vorteile spielen Kabelmodelle deshalb vor allem bei längeren Arbeiten oder beim Bohren in harte Materialien wie Stahlbeton aus. Zudem sind kabelgebundene Geräte in der Regel etwas leichter als vergleichbare Akku-Modelle. Ein Nachteil ist die eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Für den Betrieb wird eine Steckdose und häufig zusätzlich ein Verlängerungskabel benötigt.
- Konstante Leistung
- Keine Ladezeiten
- Ideal für längere Einsätze
- Häufig günstiger in der Anschaffung
- Meist geringeres Gewicht bei vergleichbarer Leistung
- Abhängigkeit von Steckdose oder Verlängerungskabel
- Eingeschränkte Bewegungsfreiheit
- Kabel kann bei der Arbeit stören
Akku-Schlagbohrmaschinen werden mit wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus betrieben. Moderne Modelle mit 18 oder 20 Volt erreichen inzwischen eine beachtliche Leistung und reichen für viele typische Heimwerkerarbeiten aus. Ihr größter Vorteil ist die Flexibilität. Da keine Steckdose benötigt wird, lassen sich Arbeiten beispielsweise im Garten, auf dem Dachboden oder auf Baustellen deutlich komfortabler erledigen.
Allerdings sind Akku-Schlagbohrmaschinen meist schwerer, weil der Akku zusätzliches Gewicht mitbringt. Außerdem ist ihre Laufzeit begrenzt. Für größere Projekte empfiehlt sich deshalb mindestens ein Ersatzakku. Auch beim Preis liegen leistungsstarke Akku-Schlagbohrer inklusive Akku und Ladegerät häufig über vergleichbaren Kabelmodellen.
Bei Herstellern wie WORX oder Einhell bieten Akkusysteme allerdings einen zusätzlichen Vorteil. Die Akkus lassen sich häufig für unterschiedliche Elektrowerkzeuge desselben Systems verwenden. Ist beispielsweise bereits eine 18-Volt-Stichsäge von Einhell vorhanden, kann deren Akku auch für eine kompatible 18-Volt-Schlagbohrmaschine des Herstellers genutzt werden. Dadurch lassen sich die zusätzlichen Kosten für einen weiteren Akku beim Gerätekauf sparen.
- Maximale Bewegungsfreiheit
- Kein störendes Kabel
- Ideal für Arbeiten im Außenbereich oder auf Baustellen
- Häufig Teil eines Akkusystems mit kompatiblen Akkus für weitere Geräte
- Begrenzte Laufzeit
- Ladepausen erforderlich
- Höheres Gewicht durch den Akku
- Oft höhere Anschaffungskosten
Online vs. Fachhandel – wo lohnt sich der Kauf einer Schlagbohrmaschine?
Schlagbohrmaschinen sind im Fachhandel und in Baumärkten erhältlich. Auch Discounter bieten gelegentlich Aktionsware aus dem Werkzeugbereich an. Dort lässt sich eine Schlagbohrmaschine mitunter zu einem günstigen Preis kaufen. Häufig handelt es sich bei solchen Angeboten allerdings um zeitlich begrenzte Aktionen, Sonderposten oder Restposten.
Ob Baumarkt, Fachhandel, Supermarkt oder Discounter: Gegenüber dem Online-Handel ist die Auswahl vor Ort häufig begrenzt. Online-Shops können in der Regel ein deutlich größeres Sortiment an Schlagbohrmaschinen anbieten. Oft fallen dort auch die Preise niedriger aus als im stationären Handel. Zusätzlich bieten Kundenbewertungen eine Orientierung. Erfahrungen von Käufern, die das jeweilige Gerät bereits genutzt haben, können dabei helfen, die Qualität und Alltagstauglichkeit des Wunschmodells vor dem Kauf besser einzuschätzen.
Was kostet eine Schlagbohrmaschine?
Was eine Schlagbohrmaschine kostet, hängt vor allem von ihrer Leistung, Ausstattung und Verarbeitungsqualität ab. Günstige Modelle, die für gelegentliche Arbeiten ausreichen können, sind bereits für mittlere zweistellige Beträge erhältlich. Für einen regelmäßigen Einsatz empfiehlt sich eher ein Gerät aus dem mittleren Preisbereich. Professionelle Handwerker finden leistungsstärkere und umfangreicher ausgestattete Modelle in der oberen Preisklasse. Grundsätzlich lassen sich Schlagbohrmaschinen in folgende Preisklassen einteilen:
- Untere Preisklasse: Preis zwischen 30 und 70 Euro
- Mittlere Preisklasse: Preis zwischen 70 und 150 Euro
- Obere Preisklasse: Preis ab 150 Euro
Kaufratgeber – was gibt es beim Kauf einer Schlagbohrmaschine zu beachten?
Der leistungsstärkste Schlagbohrer ist nicht automatisch die beste Wahl. Damit das Gerät zu den eigenen Anforderungen passt, sollten neben der Leistung weitere Faktoren berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderem das Bohrfutter, die Ergonomie und technische Werte wie Drehmoment, Schlagzahl und Drehzahl. Worauf es beim Kauf einer Schlagbohrmaschine im Detail ankommt, erklärt der folgende Abschnitt.
Leistung
Die Leistung eines Schlagbohrers entscheidet darüber, welche Materialien sich mit dem Gerät bearbeiten lassen. Für harten Stahl oder Mauerwerk wird ein entsprechend leistungsstarkes Modell benötigt. Entscheidend ist allerdings nicht allein die Leistungsangabe in Watt beziehungsweise Volt. Mehrere technische Werte bestimmen gemeinsam, wie kraftvoll und effizient eine Schlagbohrmaschine arbeitet:
- Watt: Bei kabelgebundenen Schlagbohrern gibt die Wattzahl die Leistungsaufnahme des Motors an. Geräte mit 500 bis 700 Watt eignen sich für einfache Bohrarbeiten in Holz oder weichem Mauerwerk. Für anspruchsvollere Arbeiten in Beton oder Stahl sind 800 Watt oder mehr empfehlenswert. Eine höhere Wattzahl bietet in der Regel größere Leistungsreserven unter Last.
- Volt: Bei Akku-Schlagbohrschraubern bezeichnet die Voltzahl die Akkuspannung. 12 Volt reichen für leichte Schraub- und Bohrarbeiten aus. 18 Volt sind im Heimwerkerbereich weit verbreitet und bieten ausreichend Leistung für viele Arbeiten in Mauerwerk und Metall. Geräte mit 20 Volt eignen sich ebenfalls für anspruchsvollere Anwendungen.
- Drehmoment: Das in Newtonmetern angegebene Drehmoment beschreibt die Kraft der Drehbewegung. Dieser Wert ist vor allem beim Eindrehen von Schrauben relevant. 20 bis 30 Newtonmeter reichen beispielsweise für die Möbelmontage aus. 40 bis 60 Newtonmeter eignen sich für vielseitige Heimwerkerarbeiten. Mehr als 70 Newtonmeter bieten sich für große Schrauben, dicke Balken oder harte Materialien an.
- Schlagzahl (Schläge pro Minute): Die Schlagzahl gibt an, wie viele Schläge das Gerät innerhalb einer Minute erzeugt. Sie beeinflusst damit, wie effektiv die Schlagbohrmaschine in Stein oder Beton arbeitet. Eine hohe Schlagzahl kann das Vorankommen in mineralischen Werkstoffen erleichtern.
- Drehzahl: Die Drehzahl gibt an, mit wie vielen Umdrehungen pro Minute sich das Bohrfutter dreht. Eine höhere Drehzahl kann für einen schnelleren Bohrfortschritt sorgen. Sie ist jedoch nicht bei jedem Material die bessere Wahl. Vorteilhaft ist deshalb eine regulierbare Drehzahl, mit der sich die Umdrehungsgeschwindigkeit des Schlagbohrers an das jeweilige Material und die Aufgabe anpassen lässt.
Das Bohrfutter
Die meisten modernen Schlagbohrer sind mit einem Schnellspannbohrfutter ausgestattet. Der Bohrer lässt sich dabei ohne zusätzliches Werkzeug durch Drehen der Spannhülse fixieren. Das spart Zeit und erhöht den Bedienkomfort deutlich, insbesondere wenn der Bohrer oder anderes Zubehör häufig gewechselt wird. Für Heimwerker ist diese Variante in der Regel die praktischere Lösung.
Ein Zahnkranzbohrfutter wird dagegen mit einem separaten Bohrfutterschlüssel festgezogen. Diese Bauart gilt als robust und ermöglicht eine feste Fixierung des Bohrers. Dafür ist die Bedienung weniger komfortabel. Der Bohrerwechsel dauert länger und der passende Schlüssel muss jederzeit griffbereit sein. Im professionellen Bereich kommen Schlagbohrer mit Zahnkranzbohrfutter weiterhin zum Einsatz.
Neben der Art des Bohrfutters lohnt sich ein Blick auf die Bohrfutterspannweite. Sie liegt üblicherweise zwischen 1,5 und 13 Millimetern. Unterschiede gibt es vor allem bei der unteren Grenze. Einige Modelle können Bohrer mit einem Durchmesser ab 1 Millimeter aufnehmen. Bei anderen Geräten liegt die minimale Bohrerstärke beispielsweise bei 2 Millimetern.
Handhabung und Ergonomie
Vor allem bei längeren oder anspruchsvolleren Arbeiten mit einer Schlagbohrmaschine spielt die Ergonomie eine wichtige Rolle. Ein gut ausbalanciertes Gerät lässt sich leichter kontrollieren und kann die Belastung bei längeren Einsätzen reduzieren. Dabei sind vor allem folgende Faktoren relevant:
- Gewicht:
Das Gewicht eines Schlagbohrers liegt je nach Bauart meist zwischen 1,5 und 3 Kilogramm. Leichte Geräte eignen sich besonders für Arbeiten über Kopf oder für längere Einsätze auf einer Leiter. Schwerere Modelle bieten häufig mehr Leistung, erfordern beim Führen jedoch auch mehr Kraft. Für gelegentliche Heimwerkerarbeiten empfiehlt sich deshalb ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Gewicht.
- Softgrip:
Gummierte Griffbereiche sorgen für einen sicheren Halt und verringern das Risiko des Abrutschens. Das ist insbesondere bei staubigen oder schweißtreibenden Arbeiten hilfreich. Ein ergonomisch geformter Hauptgriff mit Softgrip verbessert zudem die Kontrolle und die Kraftübertragung. Gerade bei höheren Drehmomenten trägt eine gute Griffigkeit zur sicheren Handhabung bei.
- Zusatzhandgriff:
Ein verstellbarer Zusatzhandgriff erhöht die Stabilität beim Bohren in harte Materialien. Er erleichtert die Führung der Maschine und hilft dabei, ein Verdrehen des Geräts bei plötzlichem Widerstand besser abzufangen. Besonders bei größeren Bohrdurchmessern oder Arbeiten in Beton ist ein stabiler Zusatzhandgriff deshalb nahezu unverzichtbar.
Ausstattungsmerkmale
Die Ausstattung entscheidet wesentlich darüber, wie kontrolliert und flexibel sich mit einem Schlagbohrschrauber arbeiten lässt. Günstige Schlagbohrer können zwar mit hohen Leistungswerten werben, bieten jedoch häufig nur eine überschaubare Ausstattung. In der Praxis kann sich das durch weniger präzises Arbeiten und einen geringeren Bedienkomfort bemerkbar machen. Vor dem Kauf empfiehlt es sich deshalb zu prüfen, welche Ausstattungsmerkmale für die geplanten Arbeiten tatsächlich benötigt werden. Folgende Funktionen können dabei eine wichtige Rolle spielen:
- Elektrische Drehzahlregulierung und Gasschalter: Eine präzise Drehzahlregelung ist für viele Arbeiten besonders wichtig. Beim Anbohren von Metall, Fliesen oder glatten Oberflächen sollte der Bohrer langsam anlaufen, damit er nicht verrutscht. Dafür ist eine fein abgestimmte Elektronik hilfreich, mit der sich die Drehzahl über den Druck auf den Gasgebeschalter regulieren lässt. Je sensibler der Schalter reagiert, desto kontrollierter lässt sich die Maschine führen. Bei einfachen Modellen kann die Drehzahl dagegen vergleichsweise abrupt ansteigen. Das erschwert ein präzises Ansetzen und kann den Verschleiß der Bohrer erhöhen.
- Zwei-Gang-Getriebe: Im unteren Preissegment sind häufig Schlagbohrer mit nur einem Gang erhältlich. Ein mechanisches Zwei-Gang-Getriebe erweitert dagegen den Einsatzbereich. Im ersten Gang steht bei niedrigerer Drehzahl mehr Drehmoment zur Verfügung. Das eignet sich beispielsweise für größere Bohrdurchmesser, dicke Schrauben oder harte Materialien. Der zweite Gang ermöglicht höhere Drehzahlen und eignet sich für schnelle Bohrarbeiten in Holz oder Metall. Für regelmäßig wechselnde Materialien bietet ein zweigängiger Schlagbohrschrauber deshalb mehr Flexibilität.
- Dauerlaufarretierung: Bei längeren Bohrarbeiten oder Serienbohrungen kann eine Dauerlaufarretierung die Hand entlasten. Der Motor läuft nach dem Aktivieren der Funktion konstant weiter, ohne dass der Schalter dauerhaft gedrückt werden muss.
- LED-Arbeitslicht: Auf Baustellen oder beim Innenausbau sind Bohrstellen nicht immer ausreichend beleuchtet. Eine integrierte LED in der Nähe des Bohrfutters kann die Sicht auf den Arbeitsbereich verbessern. Besonders beim Bohren in Ecken, unter Möbeln oder an anderen schlecht ausgeleuchteten Stellen ist das praktisch.
- Tiefenanschlag: Mit einem Tiefenanschlag lassen sich Bohrlöcher mit einer festgelegten Tiefe setzen. Das ist beispielsweise beim Setzen von Dübeln oder bei Serienbohrungen hilfreich. Die Einstellung erfolgt meist über eine am Zusatzhandgriff befestigte Metallstange.
Sicherheitsfunktionen
Gerade bei leistungsstarken Schlagbohrmaschinen spielen Sicherheitsfunktionen eine wichtige Rolle. Beim Bohren in Mauerwerk oder Beton können hohe Drehmomente auftreten. Blockiert der Bohrer plötzlich, kann sich die dabei entstehende Kraft direkt auf das Handgelenk übertragen. Geeignete Sicherheitsmechanismen können dieses Risiko reduzieren und ein kontrollierteres Arbeiten ermöglichen.
- Rutschkupplung: Besonders bei leistungsstarken Maschinen ist eine Rutschkupplung ein wichtiges Sicherheitsmerkmal. Blockiert der Bohrer plötzlich im Material, begrenzt oder unterbricht die Kupplung die Kraftübertragung. Dadurch wird das Risiko reduziert, dass sich die Maschine ruckartig verdreht und das Handgelenk stark belastet. Vor allem bei Arbeiten in Beton, großen Bohrdurchmessern und hohen Drehmomenten ist diese Funktion von Vorteil.
- Kickback-Control: Einige hochwertige Modelle verfügen über eine elektronische Rückschlagkontrolle. Sensoren erkennen ein plötzliches Blockieren des Bohrers und stoppen den Motor innerhalb kürzester Zeit. Diese Technik bietet insbesondere bei leistungsstarken Maschinen zusätzlichen Schutz vor einem unkontrollierten Rückschlag.
- Motorbremse: Eine Motorbremse stoppt das Bohrfutter nach dem Loslassen des Schalters besonders schnell. Dadurch lässt sich die Maschine besser kontrollieren und das Werkzeug dreht nach dem Abschalten weniger lange nach. Das ist unter anderem beim Absetzen des Geräts von Vorteil.
- Überlastschutz: Ein integrierter Überlastschutz kann Schäden am Motor verhindern, wenn das Gerät über längere Zeit stark beansprucht wird. Erreicht die Maschine eine kritische Temperatur oder Stromaufnahme, kann das System die Leistung reduzieren oder das Gerät abschalten. Dadurch werden die Maschine und ihre Komponenten vor einer Überlastung geschützt.
- Sanftanlauf: Ein elektronischer Sanftanlauf verhindert, dass der Motor unmittelbar mit voller Drehzahl startet. Die Drehzahl steigt stattdessen kontrolliert an. Das erleichtert das präzise Ansetzen des Bohrers und kann die mechanische Belastung des Getriebes reduzieren.
Bohr- und Schlagwerkzeuge – welches Zubehör gibt es für Schlagbohrmaschinen?
Für Schlagbohrmaschinen steht eine große Auswahl an Bohrwerkzeugen zur Verfügung. Mit dem passenden Zubehör lässt sich das Einsatzspektrum des Geräts deutlich erweitern. Neben klassischen Bohrungen sind beispielsweise auch größere Durchbrüche möglich. Einen Überblick über wichtige Werkzeuge gibt der folgende Abschnitt:
Bohrer für unterschiedliche Materialien
Zur Grundausstattung gehören klassische Bohrer in unterschiedlichen Ausführungen. Entscheidend ist, dass der verwendete Bohrer zum jeweiligen Material passt:
- Steinbohrer mit einer Hartmetallspitze sind speziell für Mauerwerk, Beton und andere mineralische Baustoffe ausgelegt. Die Hartmetallplatte an der Spitze macht sie besonders widerstandsfähig. Das ist aufgrund der hohen Belastungen beim Schlagbohren erforderlich.
- Holzbohrer besitzen meist eine ausgeprägte Zentrierspitze und scharf geschliffene Schneiden. Sie sind für saubere und präzise Bohrungen in Holz ausgelegt. Die Zentrierspitze ermöglicht ein exaktes Ansetzen und verhindert, dass der Bohrer auf der Oberfläche verrutscht. Seitliche Schneidkanten durchtrennen die Holzfasern sauber und ermöglichen dadurch möglichst ausrissarme Bohrlöcher. Das ist vor allem bei sichtbaren Bauteilen oder bei der Möbelmontage von Vorteil.
- Metallbohrer aus Hochleistungsschnellarbeitsstahl, kurz HSS, eignen sich für Werkstoffe wie Stahl, Aluminium oder Blech. Ihre Schneiden tragen das Material beim Bohren spanend ab. Da beim Bohren in Metall hohe Temperaturen entstehen können, ist die Hitzebeständigkeit des HSS-Materials wichtig für eine saubere Bearbeitung und eine möglichst lange Lebensdauer des Bohrers.
Pflege des Schlagbohrers – das trägt zur Lebensdauer bei
Eine regelmäßige Pflege trägt dazu bei, die Funktion einer Schlagbohrmaschine zu erhalten und ihre Lebensdauer zu verlängern. Dabei kommt es nicht auf einen großen Aufwand an. Bereits einige grundlegende Maßnahmen nach dem Einsatz können helfen:
- Nach jedem Einsatz sollte der Schlagbohrer gereinigt werden. Für Bohrstaub auf dem Gehäuse reicht in der Regel ein trockenes Tuch. Rillen am Gehäuse und an den Bedienelementen lassen sich mit einem Pinsel säubern. Besondere Aufmerksamkeit benötigen die Lüftungsschlitze. Setzen sie sich mit Staub zu, kann die Kühlung beeinträchtigt werden und der Motor überhitzen.
- Auch das Bohrfutter sollte regelmäßig von Bohrstaub befreit werden. Dazu wird der Bohrer nach dem Gebrauch entfernt und das Bohrfutter nach unten gehalten. Durch vorsichtiges Klopfen auf das Gehäuse kann loser Bohrstaub herausfallen. Eine Schmierung des Bohrfutters sollte nur entsprechend den Pflegehinweisen des jeweiligen Herstellers erfolgen. Falls eine Schmierung vorgesehen ist, sind die Angaben zu Schmiermittel und Vorgehensweise in der Bedienungsanleitung zu beachten.
- Zur Pflege gehört außerdem die richtige Aufbewahrung. Für eine Schlagbohrmaschine eignet sich ein passender Werkzeugkoffer, der bei vielen Geräten bereits zum Lieferumfang gehört. Im Idealfall bietet er zusätzlichen Platz für Zubehör wie Bohrer, Bohrfutterschlüssel oder Gehörschutz. Dadurch bleiben Maschine und Zubehör geschützt und sind für den nächsten Einsatz gemeinsam griffbereit. Bei lauten Arbeiten kann ein geeigneter Gehörschutz erforderlich sein.
FAQ – häufig gestellte Fragen zu Schlagbohrmaschinen
Was ist der Unterschied zwischen einer Schlagbohrmaschine und einem Schlagbohrschrauber?
Eine Schlagbohrmaschine ist in erster Linie für Bohrarbeiten in Holz, Metall, Mauerwerk oder Beton ausgelegt. Sie bietet häufig eine höhere Leistungsaufnahme und ist für anspruchsvollere Bohrarbeiten konzipiert. Ein Schlagbohrschrauber kombiniert dagegen Bohr-, Schlagbohr- und Schraubfunktionen in einem Gerät. Er verfügt in der Regel über eine Drehmomentvorwahl zur kontrollierten Kraftdosierung beim Schrauben und wird häufig als Akkugerät angeboten. Ein Beispiel aus dem Test auf Produktvergleich.de ist die WORX NITRO WX352.4.
Wann sollte kein Schlagbohrschrauber verwendet werden?
Ein Schlagbohrschrauber eignet sich nicht für Stemmarbeiten wie das Entfernen von Fliesen, das Abschlagen von Putz oder das Herstellen von Mauerschlitzen. Für solche Aufgaben wird ein Bohrhammer mit Meißelfunktion benötigt. Für Schraubarbeiten in weichen Materialien wie Holz sollte außerdem die Schlagfunktion deaktiviert werden. Für präzise Schraubarbeiten ist ein Gerät mit einer fein abgestuften Drehmomentvorwahl von Vorteil. Dadurch lässt sich das Risiko reduzieren, Schrauben zu tief einzudrehen oder das Material zu beschädigen.
Woran lässt sich ein verschlissenes Bohrfutter erkennen?
Ein verschlissenes Bohrfutter macht sich häufig durch zunehmendes Spiel bemerkbar. Der eingesetzte Bohrer sitzt dann nicht mehr exakt mittig und kann sich beim Drehen sichtbar seitlich bewegen. Außerdem kann sich der Bohrer während des Betriebs lockern oder trotz fest angezogenem Bohrfutter durchrutschen. Treten solche Symptome auf, sollte das Bohrfutter überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden.
Warum riecht eine Schlagbohrmaschine im Betrieb verbrannt?
Ein leichter Eigengeruch kann bei einem neuen Gerät während der ersten Einsätze auftreten und nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Entwickelt eine Schlagbohrmaschine jedoch dauerhaft einen verbrannten oder verkohlten Geruch, kann dies unter anderem auf eine Überlastung des Motors, überhitzte Bauteile oder bei entsprechenden Motoren auf verschlissene Kohlebürsten hindeuten. In diesem Fall sollte die Maschine sofort ausgeschaltet und erst nach einer Überprüfung wieder verwendet werden.
Kann mit einer Schlagbohrmaschine in Fliesen gebohrt werden?
Ja, allerdings sollte die Schlagfunktion dabei grundsätzlich ausgeschaltet bleiben. Fliesen werden zunächst mit einem geeigneten Fliesen- oder Glasbohrer ohne Schlag angebohrt. Andernfalls können sie leicht reißen oder absplittern. Erst wenn die Fliese vollständig durchbohrt ist und sich dahinter Mauerwerk befindet, kann die Schlagfunktion bei Bedarf zugeschaltet werden.
Wann sollte die Schlagfunktion ausgeschaltet werden?
Bei Arbeiten in Holz, Metall, Kunststoff oder Fliesen sollte die Schlagfunktion deaktiviert werden. In diesen Materialien bietet sie keinen Vorteil und kann das Werkstück oder den Bohrer beschädigen. Sinnvoll ist die Schlagfunktion vor allem beim Bohren in Mauerwerk, Ziegel oder Beton. Dort erleichtern die zusätzlichen Schläge das Eindringen des Bohrers in das Material.
Gibt es einen Schlagbohrmaschinen-Test mit Testsieger der Stiftung Warentest?
Die Stiftung Warentest hat Bohrmaschinen bereits mehrfach getestet. Der bislang letzte Test mit Schlagbohrmaschinen stammt aus dem Januar 2021. Damals prüfte die Verbraucherorganisation insgesamt 20 Schlagbohrmaschinen und Akku-Schlagbohrschrauber. Die getesteten Geräte kosteten zum Testzeitpunkt zwischen 40 und 525 Euro und stammten unter anderem von Bosch, Makita sowie Black & Decker. Die Bewertungen reichten von „gut“ bis „mangelhaft“. Welche Modelle die besten Bewertungen erhielten, erfahren Interessierte unter diesem Link
Gibt es einen Schlagbohrmaschinen-Test mit Vergleichssieger von Öko-Test?
Auch Öko-Test hat Schlagbohrmaschinen getestet. Dieser Test liegt allerdings bereits einige Jahre zurück. Das Verbrauchermagazin hat sich im Jahr 2009 dem Thema gewidmet und untersuchte 11 Bohrmaschinen. Den größten Teil der Testkandidaten bewertete Öko-Test damals mit „befriedigend“. Nur eine Maschine erhielt die Note „gut“. Sollte Öko-Test künftig einen neuen Schlagbohrmaschinen-Test veröffentlichen, wird dieser Abschnitt entsprechend aktualisiert.
Glossar – wichtige Begriffe einfach erklärt
Was Leser außerdem wissen wollen
Welche Schlagbohrmaschinen sind die besten?
Welche Produkte haben im Test von produktvergleich.de besonders überzeugt – und aus welchen Gründen?
Quellenangaben
- de.wikipedia.org
- test.de
- test.de
- oekotest.de
- helpster.de
- de.wikipedia.org
- test.de
- icmsmakita.eu
- bosch-diy.com
- icmsmakita.eu
- portal.metabo-service.com
- bosch-diy.com
- dguv.de
- bosch-professional.com
- bosch-professional.com
- portal.metabo-service.com
- de.wikipedia.org
- baumarktwissen.eu
- malerblatt.de
- bghm.de
- bosch-professional.com
- assets.einhell.com
- lehrerfreund.de
- ttools.at
- ronixtools.com
- einhell.de
Finden Sie die beste Schlagbohrmaschine – die Testergebnisse 2026 von produktvergleich.de im Überblick
| Rang | Produkt | Datum | Preis | |
|---|---|---|---|---|
| Platz 1: Sehr gut (1,3) | Makita HP2051FJ Schlagbohrmaschine ⭐️ | 08/2026 | 186,00€1 | Zum Angebot* |
| Platz 2: Sehr gut (1,4) | WORX NITRO WX352.4 Schlagbohrmaschine | 08/2026 | 157,90€1 | Zum Angebot* |
| Platz 3: Gut (1,7) | Bosch Professional GSB 16 RE Schlagbohrmaschine | 08/2026 | 133,19€1 | Zum Angebot* |
| Platz 4: Gut (2,0) | Metabo SBE 650 Schlagbohrmaschine | 08/2026 | 61,69€1 | Zum Angebot* |
| Platz 5: Gut (2,4) | WORX NITRO WX355.9 Schlagbohrmaschine | 08/2026 | 96,94€1 | Zum Angebot* |
| Platz 6: Befriedigend (2,5) | Einhell TE-ID 18 Li-Solo Schlagbohrmaschine | 08/2026 | 49,65€1 | Zum Angebot* |






